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5 SEO-Hacks für Rankings, Klicks und Analysen

Nach den 8 kostenlosen SEO-Helfern gibt es dieses Mal 5 SEO-Hacks aus der Praxis der Content- und Websiteoptimierung.

1. Verzeichnisse in der Search Console hinzufügen

Mit der Search Console (SC) liefert Google ein SEO-Tool, das kostenlos ist und in seinen Funktionen immer umfangreicher wird. Man kann hier seine Website hinzufügen und die Performance bei Google messen. Bei kleinen und mittleren Seiten lässt sich über die SC viel erfahren, viel interpretieren und einiges messen, was später zur Optimierung hinzugezogen werden kann. Insbesondere der Bereich Suchanfragen ist hier gemeint.

Bei größeren Portalen oder riesigen Shops wird es aber oft zu unübersichtlich und vielschichtig, sodass die Analyse zu viel Klickerei in der SC führt.

Um hier ein wenig aufzuräumen, bietet es sich an URL-Verzeichnisse der Website einzeln in der SC zu hinterlegen. Google bietet diese Option nämlich an. So lassen sich Websites in einzelne Abschnitte aufteilen, die dann auch einzeln Daten liefern.

Beispiel für eine Domain in der Search Console:

Beispiel für Verzeichnisse in der Search Console:

Vorteile der Verzeichnis-Berichte ist, dass Probleme wie unterschiedliche Crawling-Statistiken der Verzeichnisse identifiziert werden können. Ohnehin kann ein Verzeichnis wie eine „eigene Website“ untersucht und optimiert werden.

Gleiches gilt übrigens auch für Subdomains:

usw.

Oder für die Analyse bei Sprach-Länder-Unterschieden:

usw.

Sie alle sind einzeln hinzufügbar und dadurch leichter analysierbar.

2. Defekte Backlinks 2.0

Defekte Backlinks oder auch Backlinks, die ins Leere bzw. auf 404-Seiten zeigen, sind ein Verlust an Linkjuice und lassen dadurch Off-Page-Potenzial liegen.

Sistrix bietet die Option den Statuscode der Linkziele zu prüfen und aufzuzeigen. Wie man diesen Test auch händisch durchführt wird hier erklärt.

Linkziele überprüfen 01

Diesen Test sollte man vor allem bei größeren Seiten in regelmäßigen Abständen durchführen und die 404-Linkziele entsprechend weiterleiten.

Wichtiger 2.0-Tipp:

Vor allem, wenn man sich dieses Problems neu annimmt oder tief in die Optimierung einsteigt, sollte man sich Weiterleitungsziele genau anschauen. Gerade dann, wenn man als erste „Antwort“ einen 301-Status erhält. Denn die neue Ziel-URL kann dennoch schlecht, unpassend oder eine Fehlerseite sein.

Linkziele überprüfen 02

Um das herauszufinden, spidert man mit dem Screaming Frog die Linkziele, exportiert dann die Redirect-URL, spidert diese dann mit dem Screaming Frog, checkt dort den Statuscode, wirft gegebenfalls einen Blick darauf und hat dann Gewissheit.

Bei Uralt-Seiten und nach diversen Relaunches sollte so etwaige Redirect Chains erkannt und entsprechend behoben werden.

Alternativ nutzt man gleich den Redirect Chain Report im Screaming Frog:

Screaming Frog Redirect Chains

3. Interne Verlinkung mit Hilfe von Suchoperatoren verbessern:

Mit der internen Verlinkung lassen sich User und Suchmaschinen-Bots effektiv und gezielt durch Websites leiten. Sie dienen dem Weiterverweis, können Indexierungen beschleunigen, gezielt die richtigen Seiten zum Ranken bringen, Backlinkjuice steuern und Rankings steigern.

Interne Verlinkung

Generell kann man im Vorfeld seine Inhalte so verfassen, dass man eine keywordbasierte, interne Verlinkung aus dem Text heraus direkt umsetzen kann. Sprich, das zu verlinkende Keyword wird integriert.

Bei größeren Websites oder Content-Bereichen, die organisch gewachsen sind, ist das nicht mehr möglich. Hier sind userzentrierte Inhalte entstanden, die aber oft zu verlinkende Keywords enthalten, da sie einfach thematisch oft passend sind. Will man hier dann nachträglich intern verlinken, so kann man ein spezielles Programm arbeiten lassen, jeden Text einzeln durchgehen oder Keywords nachträglich einbauen.

Oder aber man kann bei mittelgroßen Projekten die Google Suchoperatoren zu Hilfe holen. Man gibt dafür im Google Suchschlitz Folgendes ein:

site:www.beispiel-einer-seite.de intext:zu verlinkendes Keyword

So findet man die bei Google indexierten Seiten, die das zu verlinkende Keyword in ihrem Dokument haben. Inhalt checken, internen Link auf Sinnhaftigkeit prüfen und setzen.

4. Aufpassen, wenn Seiten mit Sternchen-Bewertungen weitergeleitet werden

Bei vielen Blogs oder auch kommerziell bewertbaren Seiten sind Bewertungs-Sternchen vorhanden, die sich über strukturierte Daten in den Google SERPs darstellen lassen.

Sternchenbewertung

Hierbei können sich über die Zeit mehrere dutzend (gute) Bewertungen ansammeln, die in den SERPs positiv auffallen und bei gutem Ranking zu einer sehr hohen Klickrate führen können.

Doch es gilt aufzupassen: Im vorliegenden Fall wurde so eine URL weitergeleitet. Zwar wurde der 301-Redirect gesetzt und das Ranking übernommen, aber leider wurden die Sterne komplett auf null gesetzt. Kurioserweise waren die ersten neuen Bewertungen nicht gut, sodass ganz schnell nur ein Stern in den SERPs zu sehen war und die CTR in den Keller ging.

Daher: Aufpassen, ob eine Seite wirklich weitergeleitet werden muss und dann entsprechend Sternchen-Management betreiben.

5. Alle Dateien entsprechend mit passenden Keywords benennen

Viele Websites bestehen nicht nur aus statischen Seiten mit reinen Texten. Viele weitere Dateien, wie Bilder, PDFs, Videos, Musikdateien, Word-Dokumente, Präsentationen oder Excel-Vorlagen werden veröffentlicht und sollen dem User mehr als nur Fließtexte anbieten.

Da Google viele solcher Dateiformate ebenfalls listet, lohnt sich auch hier eine Optimierung bzw. wenigstens eine sinnvolle Auszeichnung. Das heißt, im Dateinamen sollte beschreibend formuliert werden, was die Datei enthält und bestenfalls integriert man das Keyword hier sinnvoll.

Also statt:

liste_v4.pdf

blumenbeet-baumaterial-checkliste.pdf

statt:

bild_v3.jpg

kletterausruestung.jpg

Jan Cerny ist Head of Growth bei morefire. Er kümmert sich um alle Belange der Markenbildung, strategisches Wachstum und Marketing Automation. Außerdem beschäftigt er sich mit dem Einfluss von AI auf das digitale Marketing. Mehr von Jan gibt es auf
www.jan-cerny.de

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