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5 Tipps zur Verbesserung der CTR

Update 04/2016

Die CTR (Click-Through-Rate, also die Klickrate) spielt eine große Rolle in der Kampagnen-Performance: Eine gute CTR wirkt sich unmittelbar auf den Qualitätsfaktor aus, der wiederum die Berechnung des Anzeigenrangs und den durchschnittlich fälligen CPC beeinflusst.

Wir geben 5 Praxis-Tipps, wie die Klickrate gesteigert und so die Anzeigenleistung innerhalb Ihrer Kampagne verbessert werden kann.

1. Splittesting

Splittesting bedeutet, dass mindestens zwei Anzeigen, die sich jeweils in einem Parameter unterscheiden gegeneinander getestet werden. Das kann beispielsweise ein Test der Headline sein oder der CTA.

Nach einer Testlaufzeit werden die Ergebnisse ausgewertet und die Anzeige mit der besseren CTR wird erneut mit einer anderen Anzeige ins Rennen geschickt.  So nähert man sich nach und nach einer höheren CTR an.

2. CTA und Anzeigentitel

Der Anzeigentext muss nicht nur relevant und auf die verlinkte Landingpage abgestimmt sein. Auch die CTA (Call-to-Action, also eine eindeutige Handlungsaufforderung) spielt bei der Klickrate eine zentrale Rolle.

Die  CTA muss für den Nutzer klar und unmissverständlich sein, damit er auf die Anzeige klickt.

Mögliche Beispiele für Call-to-Actions sind:

„Testen Sie jetzt“

„Hier bestellen“

„Fragen Sie unverbindlich an“

„Direkt online buchen“

usw.

Auch für mobile Anzeigen lassen sich entsprechende CTAs formulieren:

„Rufen Sie uns jetzt an“

„Einfach über Smartphone buchen“

„Jetzt mobil reservieren“

usw.

Der Anzeigentitel soll nicht nur die Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich ziehen, er kann auch die Anzeige optisch vergrößern:

Amazon Extend

Verwenden Sie am Ende der ersten Textzeile (in diesem Fall „Niedrige Preise, Riesen-Auswahl“) ein Satzzeichen, dann wird diese mit in die Headline aufgenommen und macht die Anzeige noch auffälliger.

3. Negative Keywords

Negative Keywords sind für die Kampagnenleistung mindestens genauso wichtig wie alle anderen Keyword-Optionen. Vergessen Sie deshalb nie, Ihrer Kampagne auch negative Keywords hinzuzufügen, wenn Sie folgendes Szenario vermeiden wollen:

Ein Autolackierer bietet auf das Keyword „Lack“ im broad match. Sehen Sie sich selbst das Umfeld der Anzeige an:

Lack_Anzeige

Um Kampagnen effizient zu steuern, müssen Keywords möglichst passgenau eingebucht werden. Durch die Verwendung von negativen Keywords sorgen Sie dafür, dass Ihre Anzeigen im passenden Kontext ausgeliefert werden, womit Sie wiederum Ihre CTR steigern.

 4. Anzeigenerweiterungen

Optisch auffälligere Anzeigen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass sie angeklickt werden und die CTR erhöhen. Daher sollten Anzeigen in Suchkampagnen unbedingt Anzeigenerweiterungen genutzt werden, damit die Anzeigen auf den Positionen über den Suchergebnissen mehr Platz einnehmen.

Aktuell gibt es folgende Anzeigenerweiterungen in AdWords:

Sitelinks

Standort- und Anruferweiterungen

App-Erweiterungen

Rezensionserweiterungen

Erweiterungen mit Zusatzinformationen  (Callout Extensions)

Snippet-Erweiterungen

In dieser Anzeige von Google werden beispielsweise die Anruferweiterung, Sitelinks und Callout Extensions genutzt. Die Anzeige wirkt dadurch sehr viel auffälliger als würde sie nur auf Titel, Anzeigentext und URL bestehen:

Google Anzeigenerweiterung

5. Targeting

Nicht immer funktioniert Ihre Kampagne zeitlich oder geographisch gleich gut. Über die Einstellungen und die Option Standorte können Sie auf Kampagnen- und Anzeigengruppen-Ebene die CTR nach Land anzeigen lassen, sofern die Kampagne auf mehrere Länder ausgerichtet ist:

Dies funktioniert noch sehr viel granularer über den Tab Dimensionen und die Ansicht Zielregion. Hier kann die CTR aufgeschlüsselt nach Land, Region und Stadt betrachtet werden:

So lässt sich auch nachvollziehen, ob es bestimmte Wochentage oder Tageszeiten gibt, zu denen Ihre Anzeigen viele Impressions, aber nur wenige Klicks erzielen und somit eine schlechte CTR aufweisen:

Je nach Produkt oder Dienstleistung, die Sie mit AdWords bewerben, sind diese Aufschlüsselungen sehr interessant.

Natürlich kann hier die Klickrate nicht völlig isoliert betrachtet werden – Conversions, Kosten und Conversion Rate spielen eine ebenso wichtige Rolle. Aber es sollte geprüft werden, ob beispielsweise eine Kampagne etwa in Süddeutschland konstant schlechter performt, weil sie eine deutlich geringere CTR hat und kaum Conversions erzielt.

Die Lösung wäre in so einem Fall zum Beispiel eine eigen Kampagne, die ausschließlich auf genau diese schlechter perfomende Region ausgerichtet ist, mit eigenen Anzeigen und –tests. So kann separat an der Klickrate gearbeitet werden, und die CTR der andere Kampagne wird nicht beeinträchtigt.

Fazit

Die CTR ist nach wie vor einer der wichtigsten Faktoren für die Kampagnen-Performance. Gute Anzeigentexte und Call-to-Actions sind genauso unverzichtbar wie beständige Splittests der verwendeten Anzeigen.

Aber auch AdWords selbst bietet einige Mechanismen wie Anzeigenerweiterungen oder negative Keywords, die zur Steigerung der Klickrate genutzt werden können.

Probieren Sie sie aus!

Geschrieben von

Sina ist als Consultant Paid Media bei morefire tätig und kümmert sich vom Bid Management bis hin zu Datenanalyse um alle Themen, die der Bereich SEA mit sich bringt. In ihrer Freizeit ist sie lieber Out- als Indoor unterwegs und erkundet am liebsten die europäischen Bergwelten.

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