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Der Serplorer im Test

Für den heutigen Blogartikel habe ich den Serplorer unter die Lupe genommen. Welche Funktionen das Tool zu bietet hat und welchen Eindruck es auf mich machte, erfahrt Ihr in den folgenden Zeilen.

Allgemeines zum Tool

Die Hauptzielsetzungen des Serplorer sind es, eine Lösung für die „not-provided“-Problematik zu schaffen und bei der Optimierung der organischen Rankings behilflich zu sein. Über die API der Google Search Console werden die Daten importiert, aufbereitet und vom Serplorer neu strukturiert. Hierdurch wird es z.B. ermöglicht zu sehen, über welche Keywords die Besucher auf die unterschiedlichen URLs einer Domain kommen. Voraussetzung für die Verwendung des Tools ist somit ein aktiver Account in der Search Console und das Anlegen der zu analysierenden Domains als Property. Der Serplorer arbeitet nach dem „Software-as-a-Service“-Prinzip. Es ist allerdings auch möglich, das Tool als Software-Appliance-Variante (mit Kosten verbunden) auf seinem Server zu installieren. Das macht z.B. Sinn, wenn man sehr viele Properties verknüpfen möchte. Die Daten werden einmal täglich aus der Search Console importiert und aktualisiert.

Erste Schritte

Mit seinem aktiven Google Konto muss man zuerst die ausgewählten Properties der Search Console für den Datenimport freigeben. Dies dauert dann erstmal eine Weile. Zuerst werden die Daten der letzten 7 Tage importiert, damit man sich möglichst schnell mit dem Tool vertraut machen kann. Sobald der komplette Datenimport abgeschlossen ist, erhält man eine Benachrichtig per E-Mail.

Serplorer- Erste Schritte

Wenn man das Tool zum ersten Mal verwendet, wird dem Benutzer eine Tour angeboten, bei der er mit den Funktionen des Serplorer vertraut gemacht wird.

Die Funktionen des Serplorer

Im Folgenden werden die Funktionen beschrieben, welche der Serplorer zu bieten hat. Im Menü kann sich der Besucher auch „Tooltipps“ einblenden lassen, um sich schneller bei der Anwendung zurechtzufinden.

Dashboard

Den Einstieg bildet das Dashboard. Hier erhält man einen Überblick zu den wichtigsten Daten, welche der Serplorer aufbereitet und visualisiert.

Serplorer - Dashboard

Der Screenshot stellt nur einen kleinen Teil des Dashboards dar.

SERP-Visibility

Um eine Serp-Visibility zu generieren, muss man Favoriten-Keywords festlegen. Also die vom Anwender als wichtig definierten Keywords einer Domain für die organische Suche. Hieraus berechnet der Serplorer nach einer eigenen Gewichtung einen Sichtbarkeitsgraphen. Die Gewichtung erfolgt nach dem Ranking der einzelnen Keywords. Somit fällt der Position 1 natürlich wesentlich mehr Gewichtung zu als der Position 10 in der organischen Suche. Die Datenbasis bilden hierbei die Impressionsdaten der Google Search Console und nicht das Suchvolumen wie bei anderen Tools. Der Anwender kann zusätzlich nach Ländern, Geräten und Suchtypen filtern. Die Daten verschiedener Zeiträume lassen sich auch miteinander vergleichen.

Serplorer - Serp-Visibility

Keywords

Die Daten werden so aufbereitet, dass man erkennen kann, welche URL für welche Keywords rankt und wie viele Besucher z.B. hierüber generiert werden (Klicks). Aus dem Verhältnis Klicks zu Impressionen wird ebenfalls die CTR angegeben. Mit der Hilfe eines „Impressionen-Rauschfilters“ lassen sich die Daten zusätzlich nach Relevanz filtern. Es ist möglich von Stufe 1 (alle Keywords, die 1 Impression und keinen Klick haben, werden herausgefiltert) bis Stufe 100 (alle Keywords, die 100 Impressionen und keinen Klick haben, werden herausgefiltert) zu wählen. Weiterhin können alle Werte wie Klicks, Impression etc. nach ihrer Anzahl sortiert werden.

Das nächste Feature sind die …

URL-Ansichten

Hier erfährt man, welche URLs für welches Keyword ranken. Wenn URLs für mehrere Keywords Rankings erzielen, kann man sich z.B. die einzelnen Klickzahlen anschauen und somit Schlüsse daraus zielen, welche Keywords die Traffic-relevantesten sind. Es ist auch möglich sich die URL-Daten auf Pfadebene anzeigen zu lassen. So kann man z.B. die Performance der unterschiedlichen Verzeichnisse beurteilen. Durch die Aufbereitung der Daten erhält man auch die Impressionen auf Verzeichnisebene und kann auf der Grundlage von Impressionen zu Klicks mögliche Optimierungspotenziale erkennen.

Serplorer - URL Ansicht

Ranking Verlauf

Es ist möglich sich Änderungen im Rankingverlauf vom letzten Datenpunkt zum Vortag, zur Vorwoche und zum Vormonat anzusehen. Für weitere Details kann man auf die entsprechenden Keywords klicken und wieder nach Ländern, Geräten und Suchtypen filtern. Weiterhin kann man die festgelegten Favoriten-Keywords in einer gesonderten Ansicht betrachten.

Verteilung

Unter diesem Menüpunkt erhält der Benutzer eine Übersicht zu der Verteilung der Rankings auf der Webseite in benutzerdefinierten Zeiträumen. So kann er z.B. die Auswirkung von Google Updates auf seine Webseite beurteilen.

Serplorer - Ranking-Verteilung

Zusätzlich ist es möglich die Ansicht auch für Klicks, Impressionen und die CTR zu erzeugen.

Mehrfach Rankings

Hier werden einem URLs angezeigt, welche zu einem gleichen Keyword Top-10-Rankings erzielen. Hier herrscht in der Regel Optimierungsbedarf. Google fällt es dann schwer sich für die relevantere URL zu entscheiden und es ist Aufgabe des SEOs dort für „Entscheidungshilfe“ zu sorgen und die Positionierung der relevanten URL zu steigern. Site Links bei Brandkeywords werden vom Serplorer automatisch ausgeblendet. Die Ansicht lässt sich auch wieder für die festgelegten Favoriten-Keywords gesondert anzeigen.

Switcher

So werden hier wechselnde URLs zu einem Keyword in den Top 20 bezeichnet. Hier fällt es Google wieder nicht leicht die Relevanz der URLs eindeutig festzustellen und es ist wieder Handeln gefordert.

Für welche Anwendungen eignet sich der Serplorer noch und welchen Nutzen bietet er?

Neben den vorher genannten Anwendungsbeispielen ist das Erstellen von Traffic Reportings auf Keywordbasis ein Vorteil des Tools.. Die entsprechenden Daten sind einfach aus dem Serplorer zu exportieren. Besonders praktisch ist es auch Analysen in größeren Zeitrahmen durchzuführen, ohne ständig die Daten der Search Console manuell speichern zu müssen. Die gute Usability und Übersichtlichkeit des Tools vereinfacht einem hier die Arbeit erheblich und bietet eine schöne Alternative gegenüber Excel-Listen. Auch CTR-Optimierungen auf Snippetbasis lassen sich z.B. mit dem Tool schnell erkennen und priorisieren.

Fazit

Auf mich hat der Serplorer aufgrund der guten Bedienbarkeit, der umfangreichen Erklärungen zu den Funktionen und des daraus resultierenden schnellen, praktischen Zugangs, einen guten Eindruck gemacht. Einer der Vorteile ist für mich die gute Aufbereitung der Search-Console-Daten und deren Visualisierung. Vergleiche von Zeiträumen lassen sich schnell und einfach ohne Excel durchführen. Auch die Traffic Reportings auf Keywordbasis sind nützlich. Alle Interessierten können den Serplorer 14 Tage kostenlos testen, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Das Tool liefert einem nützliche Daten, um Entscheidungen für die Suchmaschinenoptimierung zu treffen. Die richtigen Entscheidungen muss aber immer noch der Anwender selbst mit seinem Verstand treffen. Tools wie der Serplorer können einem die Arbeit erleichtern, jedoch nicht das Denken abnehmen.

Carsten Koller hat Medienwirtschaft studiert und ist bei morefire als Content Marketing und SEO Consultant tätig. Als Specialist Content Marketing ist er außerdem für die Produktentwicklung im Bereich Content Marketing verantwortlich. Mehr gibt es auf carsten-koller.de

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Ein Kommentar

Stefan schrieb am 12. Juni, 2016 @ 13:13

Schöner Artikel, gut strukturiert und leserlich. Ich kannte Serplorer bis heute noch nicht, die Funktion zur Ermittlung der genutzten Keywords finde ich sehr hilfreich. Für Leute mit mehreren Properties ist die Verwendung auf dem eigenen Server sicherlich von Vorteil. Die Ermittlung der CTR und allem was dazu gehört finde ich vorerst am interessantesten. Wenn ich demnächst etwas Luft habe werde ich die 14 Tage Probeversion ausprobieren, vielen Dank für den Artikel 🙂

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