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Die neuesten Google AdWords Features für die Herbst-Saison

Pünktlich nach der Rückkehr aus dem Sommerurlaub gibt es als kleines Willkommensgeschenk ein paar Neuerungen von Google:

  1. Die neuen Anzeigenerweiterungen mit Zusatzinformationen „Callout Extensions“
  2. Die alten Anruferweiterungen & Weiterleitungsnummern
  3. Die schon bekannten Click to Call Erweiterungen
  4. Jetzt neu: Anrufe von Website (Conversion)
  5. Meine persönliche Meinung
  6. Bye Bye Exact Match

1. Die neuen Anzeigen Erweiterungen mit Zusatzinformationen –

    „Callout Extensions“

Ein Feature mit starkem Potenzial ist die zusätzliche Erweiterung der Sitelinks: „Erweiterung mit Zusatzinformationen“ (Callouts). Der Werbetreibende hat jetzt die Möglichkeit seiner Anzeige noch mehr Platz zu geben und Zusatzinformationen wie „Kostenloser Versand“ oder „Rabatt bei Sofortzahlung“ als Erweiterung hinzuzufügen.

Google gibt vor, dass mindestens zwei dieser Callouts geschaltet werden müssen, die sowohl auf Kampagnen- als auch auf Anzeigengruppen-Ebene möglich sind. Callouts sind nur im Suchnetzwerk bzw. im Suchnetzwerk mit Display-Auswahl möglich und speziell für Mobile-Geräte anpassbar. Google rät, Sitelinks und Zusatzinformationen zusammen einzusetzen. Zusätzliche Informationen geben dem Nutzer noch in der Anzeige wichtige Hinweise, die vielleicht entscheidend für den Klick auf gerade diese Anzeige oder noch besser direkt auf den passenden Sitelink sind.

Anforderungen: 

  • Kurze, prägnante, spezifische Informationen, die Mehrwert für Kunden bieten
  • Keine Duplikate oder Wiederholungen in den Texten der Anzeigen & Sitelinks
  • Keyword-Platzhalter sind nicht möglich
  • Die maximale Zeichenlänge beträgt 25 Zeichen

Beispiel einer Anzeige mit Erweiterungen mit Zusatzinformationen (siehe roter Kasten). Darunter befinden sich die Sitelinks (blaue Schrift):

AdWords-Callouts.jpg

Erweiterung mit Zusatzinformationen erstellen (Ansicht Google Ad Words):

AdWords-Erweiterungen.jpg

AdWords-Neue-Zusatzinformat.jpg

 

 

Alle Infos dazu unter: https://support.google.com/adwordspolicy/answer/6084196?hl=de

Google hat aber auch noch andere kleine Änderungen und neue Features für den goldenen Herbst am Start und schickt uns mit dem neuen Conversion Feature “Callout Extensions – Website Call Conversions” in die kommende Saison. 

2. Die alten Anruferweiterungen und die Weiterleitungsrufnummern

Vielleicht fragen sich jetzt viele wofür noch ein Conversion Feature für die Aufzeichnung von Anrufen gut ist. Bislang gab es verschiedene Möglichkeiten um Anrufe in AdWords zu tracken. Zum einen die Anruferweiterungen, die die geschaltete Anzeige um die Telefonnummer des Unternehmens erweitern. Hierbei zeigt man Nutzern die Kontaktnummer, sodass man nicht lange auf der Website danach suchen muss. Eine zusätzliche Funktion im Zusammenhang mit der Anruferweiterung bietet die Weiterleitungsrufnummer. Diese automatisch generierte 0800-Nummer ist eine Weiterleitungsnummer und leitet unbemerkt zur normalen Hotline-Nummer weiter.  Der Vorteil ist, dass man diese Nummer über Google AdWords tracken kann.

Beispiel einer Anzeige mit einer Anruferweiterung (0221 29204517) und Sitelinks (Seminare & Workshops, Suchmaschinenmarketing, Webanalyse):

AdWords-mit-Anruferweiterun.jpg

 

3. Die schon bekannten Click to Call Erweiterungen

Mit der Click to Call-Erweiterung bietet man Mobile-Nutzern die Möglichkeit, innerhalb der Google Suche direkt auf eine Anzeige mit Telefonnummer zu klicken und anzurufen. Ob dabei auch die Website-Adresse angezeigt wird, kann man selbst entscheiden. Diese von mobilen Geräten klickbare Nummer kann man natürlich auch innerhalb der Website einbauen und anschließend tracken. Der Haken an diesen Methoden war bisher, dass man zwar Anrufe von Anzeigen messen kann, jedoch keine Möglichkeit besteht, herauszufiltern, ob Klicks auf eine normale Anzeige nach einigen Interaktionen auf der Seite auch zu einem Anruf geführt haben. In der Anzeige erscheint dann entweder die Nummer in blauer Schrift und mit unterstrich oder das Call Zeichen:

Call-Button.jpg

 

4. Jetzt neu – Anrufe von Website (Conversions)

Wie immer bietet Google aber auch für dieses Problem eine Lösung: die neuen Call Extensions. Hat man eine aktive Anruferweiterung für seine Seite eingerichtet, kann man eine weitere Conversion in AdWords einrichten und zwar: „Von einer Website ausgehende Anrufe erfassen“. Nachdem der Nutzer auf eine Google Anzeige klickt, generiert Google automatisch eine Weiterleitungsnummer, die die normale Telefonnummer auf der Website ersetzt. Ruft der Nutzer, der vorher auf eine Anzeige geklickt hat, dann bei dieser Nummer an, kann man eben diesen Klick mit späterem Anruf tracken. Für jeden Klick auf eine Anzeige wird also eine Weiterleitungsnummer generiert. Der einzubauende Code wird wie gewohnt mit Anleitung bereitgestellt (sogar für externe Agenturen). Auch beim direkten Versand von Code und Anleitung an die zuständige Person bei der Conversion-Erstellung hat sich nichts geändert. Den Code muss man dann, wie gewohnt im HTML-Code der Website einbauen.

Alle Infos dazu unter: https://support.google.com/adwords/answer/1722054#calls_from_websites

5. Meine persönliche Meinung

Ich habe bisher nur mit den Anruferweiterungen, Click to Call und Weiterleitungsrufnummern gearbeitet. Hierbei hatte ich besonders gute Erfahrungen mit Click to Call Nummern. Sie erleichtern mobilen Nutzern die Kontaktaufnahme durch einen einzigen Klick und damit verbundenen Anruf. Auch die Anruferweiterung wirkt sich positiv aus: Die geschaltete Anzeige nimmt deutlich mehr Platz in der Google Suche ein und zeigt auf den ersten Blick – ohne die Website überhaupt zu besuchen –  eine schnelle Kontakt Option. Die Weiterleitungsrufnummern haben zwar den Vorteil, das Nutzerverhalten besser erfassen zu können. In meiner Praxis-Erfahrung zeigt sich jedoch der Nachteil, dass Kunden zunächst skeptisch reagieren, wenn Ihre Nummer (scheinbar) ersetzt wird. Wenn man diesen Vorgang jedoch erklärt und die Vorteile beleuchtet, ist es einfach den Kunden vom Mehrwert zu überzeugen. Die Callout Extensions sind die Lösung für eine Problematik, mit der ich mich von Anfang an auseinander gesetzt habe. Die Tatsache, dass man nicht genau sagen konnte, ob geschaltete Anzeigen später auch zu einem Anruf geführt haben, hieß den Verlust wichtiger statistischer und relevanter Daten. Dieses Problem ist hiermit gelöst.

Die neue Anzeigen Erweiterungen haben aus meiner Sicht den Vorteil, dass Sie der Anzeige noch mehr Platz in der Google Suche bieten. Es sind sozusagen nicht klickbare Sitelinks. Diese Zusatzinformationen bieten aber oft einen Mehrwert für den Kunden und bringen Ihn dazu, auf meine Anzeige zu klicken. Die Zusatzinformationen (zum Beispiel  „Geschenkeservice möglich“) kann man mit einem  zusätzlichen Sitelink kombinieren und schafft den direkte Einstieg in den entsprechenden Teil der Website (z.B. „Service Optionen“).

6. Bye Bye Exact Match – Hello Pluralformen & Fehlschreibweisen

Auch bei den Keyword Optionen ändert sich etwas: Was bislang noch eine extra Option in den Einstellung des Kontos war wird jetzt Standard. Pluralformen und falsche Schreibweisen können noch bis Ende September ausgeschlossen werden, dann fällt diese Option weg. Exact Match wird es nicht mehr geben, Pluralformen und Fehlschreibweisen werden automatisch mit einbezogen (Laut Google hatte dies einen Anstieg der Klickrate um 7% zur Folge). Google zieht daraus den Vorteil, dass Traffic, der durch Flüchtigkeitsfehler o.ä. verloren geht, jetzt mit einbezogen wird. Meiner Meinung nach verwässert sich dadurch die Analyse-Möglichkeit der Keywords und wichtige Exact Match Keywords wie z.B. die Marke selber werden mehr Streuverluste erleiden.

Die Option Fehlschreibweisen etc. auszuschließen wird es bald nicht mehr geben. Sie wird in Zukunft automatisch aktiviert:

AdWords-Fehlschreibweisen.jpg

Ein kleiner Tipp für die anstehenden Änderungen: Der Kampagnen Typ „Such- und Displaynetzwerk“ gehört bald der Vergangenheit an und wird durch seinen neuen Nachfolger „Suchnetzwerk mit Display-Auswahl“ ersetzt. Bis zum 16. September kann das noch jeder selber machen, dann wird die Umstellung automatisch von Google durchgeführt. Die Kampagnen „Suchnetzwerk“ und „Displaynetzwerk“ können dabei ohne Einfluss weiter laufen.

Die schon lange angekündigte Umstellung von Kampagnen mit Produktinformationen auf Shopping ist angelaufen. Bis Ende August konnten alle betroffenen Werbetreibenden ihre Kampagnen, wie immer mit einer interaktiven Anleitung von Google, umstellen. Im Laufe des nächsten Monats wird diese Umstellung automatisch durchgeführt.

Also für alle, die noch immer dabei sind, den Sand aus Ihrem Reisegepäck zu klopfen: Es gibt einiges zu entdecken!

Laura Kunisch

Laura ist Consultant Paid Media. Sie betreut & berät Kunden und setzt Werbemaßnahmen um. Bücher, kreative Kommunikation und sinnvolle Werbung sind für sie ein Muss. Außerhalb des Agenturlebens beschäftigt sie sich viel mit Heimwerker-Projekten, Kochen und Backen oder Musik.

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3 Kommentare

Jonas schrieb am 12. September, 2014 @ 20:39

Ich kann die Kunden verstehen, dass sie gegenüber so einer 0800er-Nummer skeptisch gegenüberschauen. Klar für uns Online-Marketer ist da der große Vorteil des Conversiontrackings… Aber wenn sich ein Adwords-Besucher (Neukunde) die Telefonnummer aufschreibt oder abspeichert, dann ruft er in Zukunft immer dort an? Hmm

Laura schrieb am 16. September, 2014 @ 19:44

Hallo Jonas ! Ja, das kann man durchaus etwas kritisch betrachten. Beim Support wurde mir gesagt, dass die Weiterleitungsrufnummern, bei Beendigung der Kampagnen in Ad Words nicht mehr automatisch weiterleiten. Sie sind dann praktisch nicht verfügbar „Die Nummer die Sie gewählt haben ist nicht vergeben“ etc. .. Jetzt kann man sich natürlich Fragen, ob das nicht den Kunden negativ beeinflusst ? Ich würde sagen einerseits natürlich schon, da es immer ein schlechtes Bild wirft, wenn man Nummern abspeichert, die auf einmal nicht mehr verfügbar sind. Andererseits muss man bedenken, dass die meisten Menschen (egal aus welcher Branche) wissen, dass 0800- Nummern immer Weiterleitungen sind (z.B. Kundenservice), die man natürlich nicht als regulären Kontakt speichert.

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