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Wie Du mit modernem Tag Management Zeit und Geld sparst

Webanalyse, Conversion Tracking, Retargeting, A/B-Testing und was das Herz des datengetriebenen Marketers sonst noch begehrt. Die Erfassung und Auswertung der relevanten Daten hierfür ist essentiell zur Bewertung Deiner Webseite und Marketing Performance. Um Daten zu nutzen musst Du sie allerdings erst sammeln. 

Wie, da gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zwei, genauer gesagt. Welche das sind, welcher mein Favorit ist (Spoiler: Per Tag-Management-System!) und wie dieser Dir dabei hilft Zeit und Geld zu sparen, erfährst Du in diesem Artikel.

Webtracking – wie funktioniert das?

Die Messung des Nutzerverhaltens, so wie die Einbindung der zahlreichen möglichen Drittanbieter Tools auf Deiner Webseite bedingt in der Regel die Implementierung von Tags. 

Tags sind kleine Codeschnipsel, die das jeweilige Tool laden oder Interaktionen mit und auf der Webseite registrieren, um sie dann an Analytics-Programme wie Google Analytics oder die jeweilige Ad-Plattform zu schicken.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten zur Implementierung von Tags auf Webseiten.

  1. Direkt im Code
  2. Per Tag-Management-System

Wie vermutlich unschwer aus Punkt 1 abzuleiten ist, werden Tags hier an den entsprechenden Stellen direkt im Code der Webseite implementiert. 

Das heißt für jede Interaktion, die gemessen werden soll – jeder Seitenaufruf und jedes Event – muss ein Entwickler manuell das Stück Code schreiben. Danach wird das Ganze an den weiteren Code gehangen, der die Regel definiert wann und wo das Tag „gefeuert“ werden soll, bspw. bei einem Klick auf ein bestimmtes Element, auf einer bestimmten Seite.

Wie Du Dir vielleicht vorstellen kannst, kann das bei steigender Anzahl an verwendeten Technologien und getrackten Interaktionen recht schnell ziemlich aufwendig und komplex werden, besonders bei größeren Webseiten.

Geht das nicht auch einfacher? In der Tat!

Auftritt Tag-Management-System.

One Tag to rule them all

Ein Tag-Management-System (TMS) wie z.B. der Google Tag Manager ist eine Software, die das Installieren und Verwalten von Tags in eine graphische Benutzeroberfläche verlagert. Es muss nur einmal der Code, der den Tag Manager selbst lädt – der Container Tag – auf der Webseite installiert werden. 

Danach bietet der Tag Manager einen zentralen Hub, über den das gesamte Tracking implementiert und gesteuert werden kann.

Das reduziert zum einen drastisch die Komplexität und erlaubt zum anderen auch Nicht-Entwicklern vollständige Tracking-Setups aufzusetzen und zu managen. 

Daraus ergeben sich eine ganze Reihe von Vorteilen, die sich weitestgehend in folgende drei Gruppen zusammenfassen lassen:

  1. verbesserte Qualitätssicherung
  2. erhöhte Agilität
  3. reduzierte Kosten

Klingt schonmal ganz gut. Im Folgenden gehe ich kurz darauf ein wie diese Vorteile entstehen.

Qualität +

Die Nutzung eines TMS vereinfacht die Qualitätssicherung enorm. Einige Tag Manager, wie der Google Tag Manager, bieten einen Vorschaumodus, in dem Tags einfach getestet werden können. So kannst Du sehr einfach vor der Live-Schaltung korrekte Formatierung und Datenqualität sicherstellen.

Ein weiteres, sehr hilfreiches Feature ist hier außerdem die Versionskontrolle. Sollte in der neuesten Version doch etwas mal nicht stimmen, kein Problem! Mit zwei Klicks einfach wieder die letzte, funktionierende Version ausrollen.

Agilität +

Die deutlich simplere Art der Implementierung, die verringerte Abhängigkeit von freien IT-Ressourcen und gesparte Kommunikationswege: das alles verringert Friktion und erhöht Geschwindigkeit.

Neue Tags können schnell, einfach und ohne großes hin und her getestet und live geschaltet werden. Kein langes Warten auf die neuen Daten und kürzere Optimierungszyklen.

Kosten –

Das Beste zum Schluss. Gesparte Ressourcen machen natürlich nicht nur agiler, sie sparen auch schlicht und einfach Geld.

Bonus

DSGVO-Konformität

Datenschutz „leicht“ gemacht. Seit einiger Zeit – zu Recht – ein ständiger Begleiter bei allen Online Marketing Themen: Das setzen von Cookies, und somit auch das feuern von Tags, dürfen natürlich nur nach vorheriger Zustimmung des Nutzers passieren. Je nach Grad der Zustimmung können manche Tags gefeuert werden, manche jedoch nicht.

Bspw. wenn der Nutzer statistischen Cookies zustimmt, Marketing Cookies jedoch nicht, können Pageviews und andere Tags zur reinen statistischen Auswertung gefeuert werden, 3rd-Party-Tools wie Facebook Pixel jedoch nicht. Die Einbindung einer Consent Management Platform (CMP) direkt über den Google Tag Manager, erlaubt die dynamische Steuerung dieser Logik.

Server Side Tagging

Ein noch sehr neues und cooles Feature des Google Tag Manager, welches seine ganz eigenen Vorteile bietet. Was das ist und welche das sind, hat meine Kollege Julian hier für Dich zusammengefasst.

Fazit

Zu guter Letzt ist zu sagen: Es macht einfach Sinn das Tag Management dorthin zu verlagern, wo es gebraucht und benutzt wird und wo die Expertise in Sachen Online Marketing sitzt. Entwickler haben in der Regel genug zu tun und sind verständlicherweise zumeist auch keine Online Marketing Experten. Online Marketer und Analysten hingegen sind keine Programmierer.

Ich kann aus persönlicher Erfahrung sagen, dass es schwieriger ist mit einem code-basierten Setup zu arbeiten. Die Arbeit wird auf zwei Lager aufgeteilt. Die Friktion, die dabei entsteht, kostet nicht nur Analysten-Nerven, sondern auch Qualität, Zeit und Geld am Ende.

Wolf Pinz

Geschrieben von

Wolf ist Consultant Webanalyse bei morefire. Wenn er ausnahmsweise mal nichts analysiert, verbringt er seine Zeit am liebsten im Wasser. Möglichst tief. Ohne Atmen.

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