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Tag Manager: Event Tracking von Kontaktformularen

Der Google Tag Manager ist ein Tool, mit dessen Hilfe sich einfach und schnell Tracking Codes in eine Webseite implementieren lassen. Das Tool bringt den Vorteil mit sich, dass für das Einpflegen der Codes nicht mehr direkt auf den Quellcode zugegriffen werden muss und sich dadurch auch ohne umfangreiche Programmierkenntnisse ein umfassendes Webseiten-Tracking einrichten lässt. In diesem Artikel stelle ich vor, wie sich mit Hilfe des Tag Managers in wenigen Schritten das Absenden von Kontaktformularen tracken lässt.

Schritt 1: Erstellen eines Formularübermittlungs-Listener

Damit der Tag Manager erfasst, ob auf der Webseite eine Formularübermittlung stattgefunden hat, erstellen wir als erstes einen „Formularübermittlungs-Listener“. Hierfür klicken wir auf einen neuen Tag und wählen als „Tag-Typ“ unter dem Tab „Ereignis-Listener“ den vordefinierten Tag „Formularübermittlungs-Listener“. Für die Auslösungsregeln legen wir fest, dass der Tag auf allen Seiten ausgelöst werden soll.

1.-Formularübermittlungslistener.jpg

Zusätzlich haken wir die Checkboxen zu „Auf Tags warten“ und „Bestätigung überprüfen“ an. Durch die Funktion „Auf Tags warten“ wird das Formular erst gesendet, wenn alle von diesem Ereignis abhängigen Tags ausgelöst wurden. Die Funktion „Bestätigung überprüfen“ verhindert, dass auch das Abschicken von ungültigen Formularen als Event erfasst wird.

Schritt 2: Regel für Kontaktformular

Im zweiten Schritt legen wir die Regel fest, unter welchen Bedingungen der Tag, den wir in Schritt 3 erstellen werden, gefeuert werden soll. Für die einfache Zuordnung nennen wir die Regel „Kontaktanfrage gesendet“. Folgende Bedingungen müssen erfüllt werden:

{{event}} ist gleich „gtm.formSubmit“ und {{element id}} ist gleich „kontakt“.

2.-Regel.jpg

Diese Regel besagt, dass der Formularübermittlungs-Listener, den wir im ersten Schritt erstellt haben, eine Formularübermittlung erfasst hat (event = gtm.formSubmit) und dieses Formular mit der ID „kontakt“ gekennzeichnet ist. Die ID des Formulars muss nicht zwingend „Kontakt“ sein. Das ID-Attribut kann auch eine andere Bezeichnung haben oder durch ein Klassen-Attribut gekennzeichnet sein. Durch einen Blick in den Quelltext der Webseite lässt sich die Bezeichnung schnell herausfinden.

3.-id_kontakt.jpg

Wurde dem Formular weder eine ID noch eine Klasse zugeordnet, können wir als Bedingung auch die URL verwenden, auf der sich das Formular befindet.

4.-Zuordnung_URL.jpg

Schritt 3: Erstellung des Tags „Kontaktanfrage gesendet“

Damit in Analytics das Absenden des Kontaktformulars erfasst wird, müssen wir noch einen Ereignis Tag anlegen. Hierfür wieder einen neuen Tag öffnen und abhängig von der verwendeten Analytics-Version als „Tag-Typ“ entweder  „Universal Analytics“ oder „klassisches Google Analytics“ wählen. Als Tracking-ID die zugehörige ID des Analytics-Kontos eintragen und für die Auslösungsregeln die Regel hinzufügen, die wir in Schritt zwei erstellt haben. Bei diesem Beispiel lautet sie „Kontaktanfrage gesendet“.

5.Kontaktanfrage-gesendet-Tag.jpg

Als Erfassungstyp wählen wir „Ereignis“. Das Festlegen der Ereignis-Tracking-Parameter ist optional. Damit sich die Daten in Analytics einfach zuordnen lassen, sollten wir jedoch Parameter für Kategorie, Aktion und Label festlegen.

Erfassungstyp.jpg

Schritt 4: Tracking im Debug Modus und den Container veröffentlichen

Um schon vor der Veröffentlichung des Container Tags zu prüfen, ob das neu eingerichtete Tracking des Kontaktformulars richtig funktioniert, klicken wir in der Übersicht auf Vorschau anzeigen,

6.-Vorschau-anzeigen.jpg

öffnen über den Button „Fehler beheben“ den Debug Modus und führen dann eine Test-Kontaktanfrage durch. Hier ist es wichtig zu beachten, dass nur kurz nach Absenden des Formulars angezeigt wird, dass der Tag „Kontaktanfrage gesendet“ gefeuert wurde und der Tag nicht dauerhaft im oberen Bereich bei den anderen gefeuerten Tags stehen bleibt. Wird der Tag wie gewünscht gefeuert, nicht vergessen, die neue Version des Containers auch zu veröffentlichen.

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Michael ist Head of Web Analytics bei morefire. Er schreibt rund um die Themen Website-Optimierung, Suchmaschinenwerbung und Webanalyse.

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