morefire
MENÜ

Expanded Textads (ETAs) – Ein MUST-have

Was sind ETAs?

Erweiterte Textanzeigen, Expanded Textads oder kurz: ETAs – sie sind da. AdWords Konten, die am Beta-Test teilnehmen durften, verfügen über die ETAs schon seit Mitte Mai.

ETAs sind der kreative Texterhimmel aller AdWords Kontenmanager: mehr Zeichen. Statt einer auf 25 Zeichen begrenzten Textanzeige mit zwei Textzeilen zu je 35 Zeichen, hat man nun ganze 140 Zeichen Platz seinen Werbetexten die nötige Würze zu verleihen. Gleich zwei Anzeigenzeilen zu je 30 Zeichen werden nun als blaue Überschrift der Anzeige auf den SERPs angezeigt. Darunter ein 80 Zeichen langer Platz für die rhetorische Kunst einer ausgefeilten Ad Description inklusive bestechendem Call-to-Action. Und damit nicht genug: Warum nicht auch die Display Ad aussagekräftig gestalten? Schließlich ist es nun möglich zwei URL-Pfade zu weiteren 15 Zeichen pro Pfad zu erstellen.

ETA

Sind erweiterte Textanzeigen notwendig?

Unbedingt! Es geht auch bald nicht mehr um den persönlichen Gusto, ob ETA oder normale Textanzeige. Bestehende Textanzeigen werden zwar weiterhin geschaltet, allerdings stellt Google ab Oktober die Möglichkeit ein, neue Textanzeigen zu erstellen. Wer daher jetzt auf ETAs umspringt hat nicht nur einen (mehr oder weniger) First-Mover-Vorteil, sondern kann auch noch ganz getrost Textanzeigen gegen ETAs laufen lassen, um nötige Daten für die Optimierung zu sammeln.

Welche Vor- und welche Nachteile bieten erweiterte Textanzeigen?

ETAs sind ein weiterer Schachzug von Google, um Anzeigen den organischen Suchergebnissen optisch anzupassen. Ein erster Schritt in diese Richtung ist bereits Anfang des Jahres passiert, als der Anzeigenplatz auf der rechten Seite der SERPs verschwunden ist. Das kann die CTR und im besten Fall auch die Conversion Rate pushen.

Schließlich sind ein weiterer großer Vorteil die zusätzlichen Zeichen. Ganze 45 Zeichen mehr Platz für Infos, Aussagekraft und die Hervorhebung der Alleinstellungsmerkmale.

Nun die bittere Pille: Der größte Nachteil derzeit ist die Umstellung. Je größer das Konto, desto zeitaufwändiger die Erstellung der neuen Anzeigen. Auch herausstechen werden die neuen Textanzeigen immer weniger, je mehr Werbetreibende darauf zurückgreifen und je länger sich die Verbraucher an das neue Format gewöhnen konnten.

Wie performen erweiterte Textanzeigen?

Ob die erweiterten Anzeigen gut performen, hängt natürlich von der Zielsetzung der Kampagne ab. Keine Frage – ETAs haben sehr gute Klickraten. Liegt der Fokus jedoch auf der Conversion Rate so konnten wir bislang keine signifikanten Unterschiede zu den klassischen Textanzeigen feststellen.

Auch hier gilt wie immer: TESTEN, TESTEN, TESTEN.

Tipps und Tricks?

Natürlich gibt es mehr als nur die folgenden beiden beispielhaften Tricks und sie sind auch nicht nur auf ETAs beschränkt, allerdings kann man nun durch die zusätzlichen Zeichen viel besser damit spielen:

1. Der Keyword-Platzhalter

Der Keyword-Platzhalter ist ein kurzer Code, der ein passendes Keyword aus der Suchanfrage des Benutzers an die freigehaltene Stelle der Anzeige setzt, sodass die Anzeige dem User noch zutreffender erscheint. Beispielsweise könnte man in einem Anzeigentitel das Wort „Schokolade“ in den Code integrieren:

Keywordplatzhalter Interface

Sucht nun ein User nach einer Seite, die Schokoriegel verkauft, wird die Anzeige automatisch angepasst:

Keywordplatzhalter Anzeige

Voraussetzung ist natürlich, dass „Schokoriegel“ eines der Keywords ist, das der Anzeigengruppe zugeordnet wurde. Ansonsten würde die Anzeige ja auch nicht geschaltet werden.

2. Echtzeit-Updates

Eins von vielen nützlichen Echtzeit-Updates ist die Countdown-Funktion. Auch hier ist die Verwendung eines Codes im Anzeigentext notwendig, um auf die Funktion zurückgreifen zu können. Die Countdown-Funktion lässt sich beispielsweise gut bei zeitlich beschränkten Rabatt-Aktionen anwenden. So wird der Zeitraum der Aktion laufend auf Grund des Codes in der Anzeige angepasst, ohne dass man dies händisch tun muss:

Countdown Interface

Countdown Anzeige

Fazit

ETAs ins Konto einzubauen bedarf etwas Geduld und Optimierungsarbeit. Es ist allerdings ein absolutes Muss so schnell wie möglich umzusteigen. Ab jetzt heißt es also: ab an die Fleißarbeit und unglaublich viel testen!

Tipp: Bei der Auswertung der ETAS unbedingt segmentieren. Non-Brand von Brand trennen. Top-Positionen von Bottom-Positionen getrennt betrachten. Sinnvolle Segmentierungen sind immer ein MUSS.

Annkristin Kluth

Annkristin ist Strategic Account Manager bei morefire und hat einen wilden akademischen Background in Medienwissenschaften, BWL und PR. Zwischen den Trainingseinheiten im karnevalistischen Tanzsport oder ihren Lieblings-Fitnesskursen wird hier und da die Gitarre abgestaubt oder das ein oder andere Koch- und Back-Experiment gewagt.

5 / 5 (1 votes)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.