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Google Trends – Oder: Ist jeder Trend nützlich?

Und schon wieder ein neues Spielzeug aus Googles Lab. Ist ja fast schon etwas inflationär. Google kauft alles was nicht niet- und nagelfest ist. Und entwickelt eine Idee nach der anderen. Manches ist neu, anderes nicht und wiederum einiges ist einfach nur neu aufgemacht.

Dazu gehört auch Google Trends. Kein Tool, das neue Technologien benutzt oder etwas neues ist, denn es greift auf Google-Datenbestand zu.

Am Besten kann man sich Google Trend als Trendbarometer vorstellen. Testen Sie es doch mal. Der folgende Link bringt den „Trend“ zu Mutter- und Vatertag im Vergleich:

http://www.google.com/trends?q=muttertag+%2C+vatertag

Sieht erst einmal nur interessant und witzig aus. Aber für Eingeweihte gibt es 2 interessante Kleinigkeiten.

Nummer1:
Woher hat Google die Daten? Woher weiß Google, wer mit welcher Phrase woher sucht? Riiichtig….Google speichert die IP-Adresse jeder Suchanfrage und kann die IP einem Land oder einer Stadt zuordnen. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten schert man sich nicht viel um Datenschutz. Im Gegenteil. Google kaufte kürzlich eine Firma, deren Service darin lag, per Handynummer-Übertragung, Freunde zu lokalisieren. Auch das ist in Deutschland undenkbar.

Nummer2:
Die Buchstaben – in unserem obigen Beispiel das „A“ – zeigt bestimmte „Trendpunkte“. Google erkennt also mittlerweile anhand von Pressemitteilungen oder anderen Ereignissen ziemlich genau, was passiert. Das ist zum Beispiel sinnvoll, wenn Google diese Informationen zur Beurteilung des Link-Wachstums einer Seite nutzt. Normalerweise heißt schnelles Linkwachstum einer Seite, dass die Seite eine Spamseite ist und Links einkauft. Hat die Seite aber ein Thema, das einem Trend folgt und deshalb plötzlich verlinkt wird, ist sie ja eine gute Seite und wird entsprechend aufgewertet.

Und wie erfährt jetzt Google außerhalb der „Suche“ was die Menschen interessiert? Siiicher: Indem die Menschen einen Dienst von Google benutzen, wo sie Infos ablegen können – schön aufbereitet. Dieser neue Dienst heißt: Google Notebook. Da bekommen Sie kein Notebook, sondern können sich Notizen machen und eben Dinge, die Sie interessant finden, bookmarken oder im neuen Google-Jargon phrasieren.

Am Besten wäre es, wir würden Google gleich im Google Account auch unsere Bankdaten geben, damit Google das gewünschte Monatsbudget von unserem Konto einziehen kann. Abhängig sind wir eh alle früher oder später. Aber es wird kein Festbetrag sein, sondern Google wird im Bietsystem jedem soviel aus der Tasche ziehen wie er eben bezahlen kann 🙂

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