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Klickbetrug bei Google AdWords: So machen Sie falsche Klicks ausfindig

Sie haben sich entschlossen, Ihren Kundenstamm weiter auszubauen und Google AdWords als den dafür geeigneten Werbekanal ausgesucht. Sie (oder Ihre Agentur) suchen geeignete Keywords, strukturieren Ihre Kampagne und schreiben kreative Anzeigentexte, damit möglichst viele potentielle Neukunden auf Ihre Anzeigen klicken und kräftig kaufen.

Und nun passiert Folgendes: Ihr unmittelbarer Wettbewerber entdeckt Sie in den bezahlten Suchergebnissen. Um Ihnen das Leben schwer zu machen, klickt er wiederholt auf Ihre Anzeige, treibt damit Ihre Klickkosten in die Höhe und Ihr Tagesbudget ist ausgegeben, bevor Sie auch nur einen Neukunden gewonnen haben.
Auch Inhaber von Websites auf denen Adsense eingebunden ist, könnten Ihre Anzeigen anklicken, um ihren eigenen Profit auf Ihre Kosten zu steigern.

Das wäre nicht wirklich in Ihrem Sinn, richtig?

Laut des „bot-traffic-report“ wurden im Jahr 2013 61,5% des gesamten Websitetraffic durch sog. Bots generiert. Dabei handelte es sich in 31% der Fälle um bösartige Bots, wie Spam- oder Hackingtools.

Google spricht in diesem Fall von Klickbetrug (Click Fraud) und hat dafür auch einige Sicherheitsmechanismen für Sie als Werbekunden eingebaut.

Als ungültige Klicks werden all jene bezeichnet, die von Tools, Robots oder anderen Software-Systemen ausgeführt werden. Auch wiederholtes manuelles Klicken oder versehentliche Klicks erkennt Google als ungültig an und sortiert diese direkt aus, bevor die Daten überhaupt erst in Ihrer AdWords-Oberfläche sichtbar werden. Das heißt: Sie bezahlen nicht für die Machenschaften Ihrer Wettbewerber bzw. Sie erhalten eine Gutschrift in Höhe der angefallenen Klickkosten.

Zu diesem Zweck wertet Google verschiedene Daten mit Hilfe eines Algorithmus aus:

  • IP Adresse
  • Uhrzeit des Klicks
  • User-Standort
  • Doppelter Klick
  • bereits bekannte, unzulässige Quellen
  • Das Google Profil des Users der den Klick vorgenommen hat
  • Cookies
  • weitere (nicht bekannte) Quellen

Natürlich ist nicht garantiert, dass wirklich alle Klicks als ungültige Klicks erkannt werden. Google sichert allerdings zu, durch „proaktive Überwachung“ den Prozentsatz nicht entdeckter Klickbetrüger möglichst klein zu halten.

Um die Gefahr möglichst klein zu halten, sollten Sie folgende Daten in Ihrem Konto beobachten:

  • Tagesbudget: Stoßen Sie plötzlich ungewöhnlich oft an Ihre Budgetgrenze?
  • Uhrzeit: Werden besonders viele Klicks zu ungewöhnlichen Uhrzeiten getätigt? Bzw. ist Ihr Budget ungewöhnlich früh aufgebraucht?
  • Placements: Zeigen bestimmte Placements in Ihren Display-Kampagnen ungewöhnlich hohe Klickraten?
  • Analytics-Daten: Ist die Absprungrate Ihrer Seite plötzlich merklich angestiegen? Bzw. sind Verweildauer und Anzahl der aufgerufenen Seiten merklich gesunken?

Sollten Sie also das Gefühl haben, dass sich Klicks innerhalb Ihrer Leistungsdaten befinden, die nicht rechtens sind, können Sie auch eine Untersuchung Ihres Falles direkt bei Google beantragen.

Falls es Sie interessiert, ob Ihre Anzeigen Opfer von Klickbetrug wurden, können Sie in einem Bericht nachsehen, wie viele ungültige Klicks aus Ihrem Traffic herausgefiltert wurden.

Und das geht so:
1. Melden Sie sich in Ihrem Google AdWords-Konto an und wählen Sie die Kampagne aus, für die Sie die ungültigen Klicks anzeigen lassen wollen

2. Klicken Sie auf „Dimensionen“

Dimension-auswaehlen

3. Klicken Sie auf „Spalten“ und dann auf „Spalten anpassen“

Spalten-anpassen

4. Fügen Sie jetzt unter der Option „Leistung“ die ungültigen Klicks hinzu

Ungültige-Klicks

5. Jetzt können Sie sich die ungültigen Klicks innerhalb Ihres Kontos ansehen: nach Tagen, Wochen, Monaten, nach Nutzerstandort, Suchbegriff und vielen weiteren Optionen.

Probieren Sie es aus!

Geschrieben von

Hellen hat Kommunikationsdesign studiert und ist seit 2014 im Online Marketing tätig. Als Senior Consultant Paid Media beschäftigt sie sich am liebsten mit dem Thema Performance Marketing und den dazugehörigen Landingpages.

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