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Mobile Cloaking?

Was Cloaking ist, habe ich unter anderem hier schon einmal beschrieben. Kurz auf den Punkt gebracht: Zeigt Ihr dem Googlebot etwas anderes als dem herkömmlichen Nutzer macht Ihr Gebrauch von Cloaking, verstoßt gegen die Qualitätsrichtlinien von Google und riskiert die Reputation Eurer Website (jedenfalls aus Sicht von Google).

In diesem Zusammenhang treten aber immer wieder zwei Fragen auf:

Nein.

Nein.

Zugegeben, die Antworten sind vielleicht etwas kurz geraten, also werde ich das im Folgenden etwas näher erläutern.

In beiden oben genannten Fällen passiert folgendes: Wir zeigen spezielle Inhalte aufgrund von Browser oder Nutzereigenschaften an.  Cloaking liegt aber nur dann vor, wenn wir dem Googlebot etwas anderes anzeigen als dem Nutzer. Das ist in beiden Beispielen dann nicht der Fall, wenn wir den Googlebot als herkömmlichen Browser betrachten.

Erkennen wir die Sprache, wird der Googlebot aber immer nur die Englische Variante zu Gesicht bekommen (was eigentlich auch nicht richtig wünschenswert ist). Deswegen raten Google und ich ;-) immer dazu für internationale Varianten der eigenen Seite auch entsprechend internationalisierte Domains zu verwenden und den Nutzer nicht automatisch weiterzuleiten. Für die Internationalisierung bietet sie die Amazon-Variante ein: Wenn Du amazon.com aufrufst, erscheint ein Banner: “Shopping from Germany? – Besuchen Sie amazon.de”. Das ist die perfekte User-Experience, denn Amazon lässt mir die Wahl. Vielleicht bin ich ja ein mündiger User und weiß was ich will. In diesem Fall, will ich eben nicht weitergeleitet werden.

Erkennen wir bestimmte Browsereigenschaften und reagieren beispielsweise mit einem No-Script-Tag, kann auch das negative Folgen haben. Siehe hierzu: die negativen Folgen falsch verwendeter No-Script-Tags. Ähnliches gilt auch für das Rendern Mobiler Seiten anhand des User-Agents. Wer ein iPad hat, kann sich gerne mal ansehen wie man es nicht macht. Ruft mal mit dem iPad die Seite http://translate.google.com auf. Ihr werdet feststellen, dass der Translator fast nicht zu gebrauchen ist. Bad User-Experience by Google!

Wenn man schon Zeit damit verbringt, mobile Varianten der eigenen Website bereitzustellen und nichts spezielles für das iPad und andere Tablets hat, sollte man diese als herkömmliche Browser betrachten.

Ich schlage vor es bei der Optimierung für mobile Endgerte genauso zu handhaben, wie Amazon das mit der Internationalisierung macht: Fragt den Nutzer, ob er überhaupt die Mobile Website sehen will. So wie das Mobile Web zur Zeit aussieht, werdet Ihr ihn damit positiv überraschen.

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