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Mobile First Index – Jetzt vorbereiten

Über die Einführung des Mobile First Index wurde lange Zeit in der SEO-Szene spekuliert. Marcel hat diesen Trend für 2018 schon bei seinem Blick in die Glaskugel Ende 2017 kommen sehen. Chris und Stefan haben von der BrightonSEO wertvolle Tipps für die Vorbereitung auf Mobile First mitgebracht. Google hat nun bestätigt, dass die mobilen Seiten primär für die Indexierung und Ranking genutzt werden, um mobilen Nutzern ein besseres Ergebnis zu präsentieren.

Noch weiß niemand, ob klassische Webseiten Traffic und Rankings verlieren. Google schreibt zwar, dass Desktop-Seiten keine Rankingverluste befürchten müssen, aber hier werden die kommenden Monate erste Erfahrungen aufzeigen.

Da Google bereits begonnen hat, nach und nach auf Mobile First umzusteigen, solltest Du jetzt Maßnahmen ergreifen, um Deinen Rankings später nicht nachzulaufen.

Was bedeutet Mobile First Index?

Google hat Webseiten bisher so indexiert, indem zuerst die Desktop-Variante gecrawlt wurde. Davon ausgehend wurde dann eine verwandte oder äquivalente mobile Variante gecrawlt und indexiert.
Damit mobile Nutzer nicht mehr die Desktop-Variante angezeigt bekommen und weil das mobile Suchvolumen angestiegen ist, hat sich Google entschlossen, einen gemeinsamen Index für mobile Inhalte und Desktop-Inhalte bereitzustellen. Das heißt Desktop- und mobile Inhalte werden in einen gemeinsamen Index aufgenommen.

Wie prüfe ich, ob meine Webseite auf Mobile First vorbereitet ist?

Hast Du keine mobile Website wird Google auch in Zukunft die Desktop-Variante crawlen und indexieren. Dennoch empfehlen wir – und auch Google – eine responsive Webseite zu erstellen. Wer bereits eine responsive Seite hat, ist auf der sicheren Seite. Allerdings sollte trotzdem mit verschiedenen Tools getestet werden, ob eine Webseite von Google entsprechend erkannt und indexiert wird. Da es viele mobile Nutzer gibt, ist eine mobile Version der Seite bzw. eine responsive Seite eigentlich ein Muss und bringt Vorteile beim Ranking.

Mache also den Google Mobile Friendly Test und schaue Dir die empfohlenen Maßnahmen an. Die Google Search Console kann Dir in einem Bericht Fehler bezüglich der Nutzerfreundlichkeit auf Mobilgeräten anzeigen (Buttons zu groß/Schriftgröße zu klein und Ahnliches). Mit der Search Console kannst Du den Abruf Deiner Website auch wie Google realisieren. Dafür musst Du die Einstellung ‘Smartphone Mobile’ wählen. So siehst Du dann, wie Deine Website vom Google Bot gesehen wird.

Das Roll-out wurde bereits seit Ende 2016 erwartet und eine Testphase angekündigt. Seit der Ankündigung spekulieren SEOs vor allem in den Sozialen Medien, wie es mit dem Mobile First Index weitergeht, bis Google im März 2018 verkündete, dass mit der Mobile First Indexierung begonnen werde. Google bestätigte in Zuge dessen, dass Webseiten, bei denen schon primär die mobilen Seiten indexiert werden, eine Nachricht in der Search Console bekommen.

Welche Maßnahmen muss ich ergreifen?

Die Empfehlung ist ganz klar eine mobile responsive Webseite zu erstellen und auch das responsive Webdesign zu realisieren.
Google hat dazu eine Anleitung herausgegeben, die Schritt für Schritt erklärt, wie man eine „m.subdomain“ auf eine responsive Variante umzieht.

Falls Du schon eine responsive Seite hast, können Dir folgende Audits und Analysen helfen zu gewährleisten, dass Deine Seite vom Google Bot gut erkannt und indexiert werden kann.
Wenn Du einen Umzug planst, solltest Du diese drei Audits als vorbereitende Maßnahmen durchführen:

1. Konfiguration-unabhängiges Audit

Ein konfigurations-unabhängiges Audit analysiert und betrachtet Deine Onpage Faktoren unabhängig von der mobilen Konfiguration. Daraufhin erhältst Du Handlungsempfehlungen.

2. Konfiguration-abhängiges Audit

Ein konfigurations-abhängiges Audit bezieht sich ausschließlich auf die mobile Konfiguration. Hast Du bereits eine responsive Seite, dann prüfe, ob der viewport meta tag korrekt konfiguriert ist, CSS und Javascript-Dateien nicht ausgeschlossen werden und, ob Grafiken sich an die Größe des Bildschirms anpassen.

3. Mobile Parity Audit

Das Mobile Parity Audit prüft, ob mobile Inhalte und Desktop-Inhalte identisch sind. Dies ist wichtig, damit der Google Bot Deine responsive oder mobile Seite als Äquivalent der Desktop-Variante erkennt. Dabei spielt es keine Rolle mehr, ob Inhalte im hidden content sind oder, ob Inhalte in versteckten bzw. eingeklappten Tabs untergebracht sind. Google hat bereits verkündet, dass diese Vorgehensweise als Webdesign-Lösung umgesetzt werden kann.

Was passiert als Nächstes?

Google experimentiert wahrscheinlich schon einige Jahre mit der Technologie, mobile Webseiten präferiert zu crawlen und zu indexieren.

Sobald eine Seite zum Mobile First Index wechselt, bekommt man eine Benachrichtigung in der Search Console. Außerdem kann man in den Logfile Daten schauen, ob die Zugriffe des mobilen Crawlers höher sind als die des Desktop Crawlers. Auch das deutet auf den mobilen Index hin.

Die Umstellung des Indexes soll sehr vorsichtig passieren, damit Desktop-Only-Seiten nicht vernachlässigt und Traffic- und Rankingabfälle minimiert werden. Einige Seiten werden vielleicht Desktop-First bleiben.

Ob mobile Webseiten in Zukunft bevorzugt werden, ist unklar. Trotzdem empfiehlt Google eindeutig, dass man eine mobile Version bereitstellen sollte. Bei den steigenden mobilen Nutzerzahlen, solltest Du aber ohnehin auf die mobile Nutzerfreundlichkeit nicht verzichten, denn das könnte große Rückgänge der Besucher mitsichbringen.

Auch der Zeitpunkt der Umstellung für jede individuelle Seite ist nicht bekannt, sodass man jederzeit vorbereitet sein sollte.

Du hast noch keine responsive Seite? Probiere unsere Tipps aus und schreib uns einen Kommentar.

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Jasper Thibaut ist Head of SEO bei morefire und mobile SEO Spezialist. Beruflich wie auch privat setzt er sich verstärkt mit dem mobilen Web und Disziplinen des mobile Marketings auseinander. Mehr von ihm gibt es auf jasper-thibaut.de

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