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Recap e-Commerce Day 2017 in Köln

Mitte Mai war es mal wieder Zeit für den jährlich stattfindenden e-Commerce Day. Zum achten Mal traf sich einen ganzen Tag lang alles, was in der E-Commerce-Welt Rang und Namen hat: Von Shopsystemanbietern über Verpackungsdienstleister bis zu Payment-Anbietern. Wirklich jeder Bereich des E-Commerce war hier vertreten. Und ich war mittendrin.

Dieses Jahr war jedoch nicht der Online-Marktplatz Hitmeister der Veranstalter, sondern real.de, welche vor wenigen Monaten Hitmeister aufkauften und vor nicht allzu langer Zeit zunächst den Online-Marktplatz komplett schlossen. Den Hitmeister Shop gibt es so nun nicht mehr, er ist mit seinem gesamten Inventar und seinen Händlern auf die Plattform von real gezogen.

Vielleicht mag es an der Übernahme von real liegen oder daran, dass der e-Commerce Day bereits ein fester Bestandteil in der Branche ist. Aber dieses Jahr waren mit 80 Ausstellern weitaus mehr dort als die Jahre zuvor. Auch das Vortragsangebot war größer, weshalb es um einen Vortragsraum erweitert wurde. Mehr Vorträge, mehr Input!

Wie auch die Jahre zuvor schon, fand der e-Commerce Day in der wunderschönen Kulisse des traditionsreichen Kölner RheinEnergieSTADIONs statt. Der Heimat unseres geliebten FCs 😉 . (Übrigens, für alle Fußballfans da draußen: Man kann sogar eine Stadionführung machen und einen tollen Einblick hinter die Kulissen und in die Spielerkabinen werfen.)

Stadion

Da ich so eine Stadionführung bereits letztes Jahr gemacht habe, konnte ich mich dieses Jahr voll und ganz auf die Vorträge konzentrieren. Da ich bei über 30 Vorträgen natürlich nicht bei jedem dabei sein konnte, folgt hier ein kleiner Auszug.

Der Vormittag

Los ging es bereits am frühen Morgen mit der Begrüßung durch Dr. Gerald Schönbucher, ehemaliger Gründer von Hitmeister und jetzt Geschäftsführer bei real.digital. Er berichtete von aktuellen Entwicklungen des real Onlineshops nach der Übernahme von Hitmeister.

Kurz vor der Landtagswahl in NRW war auch FDP-Bundesvorsitzender Christian Lindner vor Ort, der auch schon im Vorjahr beim e-Commerce Day dabei war. Sein Thema dieses Jahr: „Mehr Mut zur Marktwirtschaft!“

Dass eigene Brand-Anzeigen in Suchmaschinenergebnissen trotz hohem Ranking mit organischen Suchergebnissen wichtig sind, wird im SEA zweifelnden Kunden oft gepredigt. Dass dies tatsächlich wichtig ist, hat Dr. Tina Walber, Geschäftsführerin von EYEVIDO, anhand von Eyetracking wunderbar belegt. Die Anzeige erzeugt einfach Aufmerksamkeit und lässt den Nutzer dadurch weniger lange auf fremden Suchergebnissen verweilen. Auch sollte man natürlich präsent sein, falls andere Unternehmen auf die eigene Marke bieten.

Die Auswirkungen von 3D-Technologien auf den E-Commerce zeigte Thomas Schwabe von Scanblue Engineering in seinem Vortrag auf. Shops, die Produkte in 3D abbilden, weisen eine deutlich höhere Verweildauer auf, als Shops mit simplen Produktbildern. Auch ist die Conversion Rate häufig höher, da der Nutzer sich bereits vorab ein sehr gutes Produktbild machen kann. Ein großer Vorteil der 3D-Darstellung ist die Komprimierbarkeit, sodass die aufwändige 3D-Abbildung keinen Einfluss auf die Ladezeit der Seite und die Nutzerfreundlichkeit hat.

Aussteller

Der Nachmittag

Nachdem ich mich am Mittagsbuffet für den Nachmittag gestärkt hatte, ging es dann auch direkt weiter. Am Nachmittag gab es dann nicht nur drei, sondern sogar vier Vorträge gleichzeitig. Da fiel die Wahl dann teilweise doch sehr schwer.

Unter anderem entschied ich mich für Martin Groß-Albenhausens Vortrag zum Thema „Marketing Framework und Buying Personas: Tools für Customer Centricity“. Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes E-Commerce und Versandhandel e.V. stellte Avinash Kaushiks See-Think-Do-Framework vor und kombinierte dieses mit verschiedenen Kunden-Personas, um den optimalen Werbekanal für diese zu finden. Dem ein oder anderen treuen Blogartikelleser mag das Framework bekannt vorkommen: Auch wir bei rankingCHECK arbeiten schon länger damit. Wem es dennoch nichts sagt und wer sich aber trotzdem informieren möchte, schaut einfach mal hier vorbei. Wie Ihr das See-Think-Do-Framework auf verschiedene Marketinginstrumente anwenden könnt, erfahrt Ihr hier.

See-Think-DO

Welchen Herausforderungen sich das Sportbekleidungsunternehmen TRIGEMA im Zuge der Digitalisierung stellen muss, stellte Jürgen Gassner, Bereichsleiter Einkauf und E-Commerce bei TRIGEMA, vor. TRIGEMA ist bekannt für seine Werte und Arbeitsmoral. Das Unternehmen produziert ausschließlich in Deutschland und pflegt eine besondere Mitarbeiterbindung. So wird unter anderem jedem Mitarbeiterkind ein Ausbildungs- oder Arbeitsplatz garantiert. Herausforderungen sind unter anderem Smart Fashion, 3D-Printing oder auch die Produktion an jedem beliebigen Standort durch Robotereinsatz.

Henning Jaeger von artegic stellte hilfreiche Maßnahmen im Bereich „Marketing Automation für Retail und E-Commerce“ vor. Dazu gehört zum Beispiel der Warenkorbnachfass, bei einer nicht getätigten Bestellung oder die Gewährung von Rabatten.

Einen Überblick, welche Stellschrauben bei Werbung mit AdWords zu beachten sind, gab Simon Derwahl von Smarketer. Hilfreiche Tipps für erfolgreiche Google Shopping-Kampagnen gab es von ihm auch, zum Beispiel die granulare Aufbröselung der Zielregionen nach Bundesländern, anstatt auf das ganze Land auszurichten. So ist eine genauere Optimierung möglich.

Der Abend

Nach einer geballten Menge an Vorträgen war der Tag dann auch irgendwann vorbei. Bei einem leckeren Abendessen, dem ein oder anderen Kölsch und fleißig Networking ließen alle e-Commerceler den Abend dann gemütlich ausklingen. Als Highlight auf der Aftershow Party sorgten die kölschen Cat Ballou für ordentlich Stimmung und zeigten, wie man hier in Köln feiert.

Cat-Ballou

Fazit

Der diesjährige e-Commerce Day war meiner Meinung nach wieder ein voller Erfolg. Bei der Menge an Vorträgen war für jeden etwas dabei, oft fiel die Entscheidung zwischen zwei Vorträgen auch nicht leicht. Raum zum Austausch war neben den Vorträgen natürlich auch gegeben. Auch die Aussteller schienen ganz schön busy, da manche selbst bei mehrmaligem Besuch des Standes immer im Gespräch waren. Die Aftershow Party rundete den wissensreichen Abend perfekt ab. Beim nächsten e-Commerce Day bin ich auf jeden Fall wieder dabei! 🙂

Veronique Hahn

Veronique ist Consultant Paid Media bei morefire. Am liebsten kuschelt sie aber mit Bürohund Manson. Für spontane Reisetrips, Kinobesuche und gutes Essen ist sie immer zu haben.

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