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Screaming Frog 10 – spannende neue Features

Endlich ist die langersehnte neue Version des Screaming Frog veröffentlicht worden, die uns eine Vielzahl von neuen Funktionen beschert. Diese sind sehr vielseitig und reichen von neuen Crawling-Möglichkeiten bis hin zu verschiedenen Visualisierungen.

Indexierbarkeit von Inhalten

Mehr Übersicht als bisher gibt es durch die Funktion „Indexierbarkeit von Inhalten“:

Screaming Frog Indexierbarkeit

Hier zeigt der Screaming Frog auf, ob eine Seite indexiert werden kann, oder nicht. Grundlage dafür ist zum einen, dass eine Seite erreichbar ist, also Statuscode 200 ausgibt, und zum anderen nicht durch noindex oder andere Varianten ausgeschlossen wird. In der Spalte „Indexability“ ist zu sehen, ob eine Seite indexierbar ist oder nicht, ist sie es nicht, wird in der Spalte „Indexibility Status“ der Grund dafür angegeben, also zum Beispiel, weil sie weitergeleitet wird oder auf noindex gesetzt ist.

Verbesserte Visualisierungsmöglichkeiten

Visualisierungen waren im begrenzten Umfang immer schon mit dem Screaming Frog möglich, doch in der Version 10 ist diese Funktion massiv ausgebaut worden. Dazu klickt man oben im Menü auf Visualisierungen

Screaming Frog Visualisierung

und kann dann aus „Crawl Tree Graph“, „Directory Tree Graph“, „Force-Directed Crawl Diagram,” und “Force-Directed Directory Tree Diagram” auswählen. Das Schöne: Man kann die Diagramme vielseitig bearbeiten, etwa Schwerpunkte sehen oder optische Anpassungen vornehmen, je nach Verwendungszweck. Hier ein bearbeitetes Force-Directed Directory Tree Diagram mit einer schematischen Darstellung einer Seite:

Screaming Frog Visualisierung 2

XML-Sitemap integrieren

Man kann im Screaming Frog schon lange XML-Sitemaps crawlen. Neu ist, dass man XML Sitemaps jetzt in den Seiten-Crawl integrieren kann. Dazu klickt man auf „Configuration“ – „Spider“ und klickt dann das Feld „Crawl Linked XML Sitemaps“ und hat dann die Auswahl zwischen „Auto Discover XML Sitemaps via robots.txt“ oder „Crawl These Sitemaps“, wo man manuell eine Sitemap eingeben kann.

Das Ergebnis dieses Crawls findet man dann im Sitemap Tab, das man noch dazu schalten muss.

Screaming Frog XML Sitemap

In diesem Tab gibt es einen interessanten Filter, mit dem man sich zum Beispiel Seiten anzeigen lassen kann, die nicht indexierfähig sind und in der Form auch nicht in die Sitemap gehören.

Crawling planen

Unter „File“, „Scheduling“ und dann „Add“ kann man die Crawlings zeitlich terminieren. Allgemeine Informationen wie den Namen des Crawls aber auch das Zeitintervall kann man unter „General“ auswählen. Unter „Start Options“ kann man einstellen, welche Seiten gecrawlt werden und welche Daten hinzugezogen werden. Besonders interessant: Man kann Daten aus der Google Search Console und Google Analytics hinzuziehen und damit beispielsweise automatisierte Qualitätssicherungen erstellen.

Screaming Frog Crawling Plan

Unter “Export” kann man dann verschiedene Einstellungen zum Export einstellen, zum Beispiel ob die Daten überschrieben werden oder mit Zeitangabe jeweils in neuen Dateien abgespeichert werden sollen. Diese Funktion sollte wirklich jeder SEO mal getestet haben.

Fazit

Das Fazit ist, wie eigentlich immer zum Screaming Frog, sehr positiv. Es gibt eine Vielzahl von neuen Funktionen, die nicht nur für SEO’s interessante Hilfen sein können. Einziger Haken: Das Programm lädt jetzt langsamer als in der Vorgängerversion, ein Umstand über den man aber angesichts der vielen neuen Funktionen gerne hinweg sieht.

Robert Zimmermann ist Senior Consultant SEO bei morefire und schreibt über alle Themen, die mit Suchmaschinenoptimierung zu tun haben. Privat betreibt er unter anderem den Erdmännchen Shop.

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