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Searchlove 2017

London calling, yes, I was there, too … Für mich ging es zum ersten Mal zur searchlove im schönen London. Die im zweiten Jahr hintereinander ausverkaufte Konferenz, fand wie jedes Jahr in der Location „The Brewery“ statt. Es wurde viel über Voice Search und Bots gesprochen – das ist die Zukunft und darauf sollten wir uns alle konzentrieren. In meinem Recap stelle ich meine Highlights der beiden Konferenztage vor.

Tag 1:

Link Building Case Studies, Myths and Fails

Die große Frage, die sich weiterhin viele SEOs stellen: Funktionieren Links immer noch?

Anhand von Case Studies zeigte Paddy Moogan, wie er und sein Team weiterhin Links aufgebaut und auch positive Ergebnisse erzielt haben. Dabei wurde noch nicht mal ein großes Budget genutzt. Eine Case Study zeigte eine Karte mit den Logos aller Automarken der Welt, anhand derer verdeutlicht wurde, dass Toyota der Big Player ist.

Car Manufacturers Badges - The World’s Top Selling Car Manufacturers by Country

Daraus sind 77 Backlinks entstanden.

Beyond the Reach of Keyword Targeting: The Evolution of Paid Media’

PPC ist nicht meine Baustelle, aber dennoch war der Vortag durchaus interessant. Denn kurz gesagt, rückt der organische Teil immer weiter in die Mitte der Google SERPs und ist mehr und mehr von AdWords-Anzeigen umzingelt.

Was hat Google innerhalb der Bezahlten Suche noch so vor?

Meine Notizen aus dem Vortrag

  • Vehicle Ads
  • Promotion Extensions
  • Pop Up Map Ads
  • Project Beacon
  • Hotels Deals in Hotel Knowledge Penal
  • Panel Ads innerhalb von Knowledge Graphs
  • 4 Anzeigen über der organischen Suche
  • Suche innerhalb der Local Knowledge Panel
  • Werbung innerhalb der Google-Bildersuche
  • Karussell Shopping Ads unter den Videos
  • Gmail Sponsored Promotions (Das Targeting ist hier sehr einfach möglich)

Die Slides dazu:

Reverse Engineering Googles Research

Google weiß genau, was der Nutzer sucht, sobald ein Begriff in den Suchschlitz eingegeben wird. Und genau dieses Wissen kann man anwenden! Klar kann man einfach einen Begriff in die Suche eingeben und erhält dann die Ergebnisse, die Google ausspuckt, um dann zu versuchen darauf zu optimieren. Aber Rob Bucci, von STAT aus Kanada, hat mit seinem Team an einer Möglichkeit gebastelt, wie man dem passenden Nutzer den richtigen Content zur richtigen Zeit ausliefert.

Das Ganze gibt er unter https://getstat.com/searchlove/ frei zur Einsicht und man kann sich somit seinen eigenes Suchintentions-Projekt erstellen.

Übrigens: Rob Bucci hatte 20 Tage lang 232.451 Keywords mit Feature Snippets Ergebnissen getrackt. Heraus kam, dass die meisten Snippets, 68% von den getrackten, 20 Tage lang unverändert blieben und 89% der Abfragen erschienen jeden Tag.

Strategies From Asia the Rest of the World Needs to Adopt

Beeindruckend war übrigens die Präsentation von Purna Virji. Sie zeigte, warum der asiatische Markt ein Vorreiter ist und wir uns alle eine Scheibe davon abschneiden sollten. Im Asiatischen Markt ist das Smartphone schon seit langem das bevorzugte Device und Bots werden schon an vielen Ecken angewandt. Die Plattform Alibaba setzt diese bereits ein und beantwortet 90% der Fragen bezüglich einer Bestellung. Gruselig!

Chatbots sind sogar innerhalb Bing PPC Werbung möglich.

Bingbot PPC

Das Update kommt auch bald für Google. Der Nutzer muss somit nicht mehr durch die Seite scrollen und kann alles Fragen.

The New Era of Visual Marketing

Google geht von der Suche zur Entdeckung innerhalb der Bildersuche, was Pinterest und Bing bereits umgesetzt haben.

Bing Bildersuche

Jes Scholz fordert alle SEOs dazu auf, nicht mehr an Keywords zu denken und die Alt-Tags sowie Bildbeschreibungen nicht einfach nur mit Keywords voll zu hauen.

Für die Zukunft der Bilder-Optimierung sei vor allem wichtig, dass das abgebildete Produkt in einer ruhigen Umgebung ist und das Bild eine hohe Auflösung hat. Dazu sollte man auch strukturierte Daten nutzen und die folgenden Punkte stets ausfüllen: Name, image, price, price currenty, available. Außerdem sollte, was klar ist, eine Image XML Sitemap erstellt werden.

Schema.org

Wie cool wäre es eigentlich, einfach etwas zu fotografieren und die Informationen darüber online zu bekommen? Wenn Ihr beispielsweise wissen wollt, was das für ein Sneaker ist, den jemand trägt, ihr euch aber nicht traut die Person zu fragen. Das könnte schon bald Realität werden. Die visuelle Suche könnte somit zum neuen Shopping Kanal werden.

Mobile-First Preparedness: What We’ve Learned From Crawling the Top 1 Million Websites

Jon Myers Von Deepcrawl hat mit seinem Team 1 Mio. Seiten gecrawlt und auf das bald erscheinende Google Update „Mobile first“ überprüft. Dabei kam heraus, dass einige immer noch nicht Ihre Hausaufgaben gemacht haben:

Hier eine Liste mit weiterhin vorkommenden Fehlern:

  • Canonical Fehler
  • kurze Title
  • 5xx Fehler
  • Separate Mobile Seiten auf noindex gesetzt
  • Separate Mobile Seiten geben 404 Fehler aus

„Das Mobilegedon war gestern und ist so 2015“ Jon Myers

Durch den Test kamen natürlich auch positive Dinge raus, z.B. dass 94% der untersuchten Seiten unter 200kb klein waren, was top angesichts der Ladezeit ist.

Nur 22% der untersuchten Seiten nutzen bereits https und 78% hängen immer noch auf http.

WICHTIG: Wer dynamische Seiten verwendet, muss unbedingt einen „Vary Responce Header“ nutzen – Ihr sorgt somit dafür, dass ein Client die angefragte Website korrekt darstellt und dem User die richtige Seite für das genutzte Endgerät angezeigt wird.

Content Distibution: How to Give Your Content More Life

Ross Simmonds gab in seiner Präsentation den Anreiz, dem Content mehr Leben zu verschaffen und aus „Content is King“, „Distribution is King“ zu machen. Oder wie er es nennt: D.R.E.A.M. = Distribution Rules Everything Around Me.
Ich stimme ihm da voll zu!

Und wie gibt man seinem Content mehr Leben? Neue Kanälen durchforsten und Content teilen. Dazu bieten sich die Facebook Audience Insights an.
Ebenfalls lässt sich durch Facebook Gruppen herausfinden, welchen Content der User benötigt. Eigentlich nichts neues, aber die Herangehensweise ist vielen noch nicht bekannt.

Tag 2:

10 Steps to Make Power BI Help You Bust Silos in Search and With the C-suite

Einer der besten aber auch recht komplexen Vorträgen, war der von Wil Reynolds. Er zeigte wie man in 10 Schritten mit Hilfe von Power BI, PPC, SEO & Analytics Daten miteinander verknüpfen kann und schnell neue potentiale erkennt. Hinweis: Power BI von Microsoft läuft nicht auf Mac L aber sollte mit Microsoft Remote Desktop etc. kein Problem sein 😉

Power BI Pontentiale

Hier seine Folien:

The SEO Case for Competitive Analyses

Wer kennt das Problem nicht: Der Kunde ruft eines Tages an und sagt „Wir brauchen mehr Backlinks“ oder er sagt, „Da müssen mehr Keywords auf die Seite“.

Aber kennt der Kunde sein eigentliches Ziel den Nutzer zu erreichen, so dass er konvertiert? Darum geht es. Doch was macht bereits der Wettbewerber und wo steht dieser eigentlich? Denn immerhin wollen wir ihn überholen. Dazu sollten wir uns auch mit dessen Website auseinandersetzen und sie analysieren.

Im Moz-Blog der smarten Zee Hoffmann Jones findet Ihr eine Checkliste mit der man seine Website mit der Konkurrenz vergleichen kann und die Stärken, Schwächen und potenziellen Möglichkeiten seiner Website anhand von Ranking-Faktoren identifiziert.

The Why and How of Creating Video Content for Search

In Justin Briggs Vortag ging es um die Video Snippets innerhalb der Google-Suche. Er zeigte anhand eines Beispiels „how to paint a wall“, dass innerhalb der Desktop-SERPs sich Google vorbehält nur Youtube-Videos auszuspielen. Seiten mit implementierten Videos werden als ganz normale Suchergebnisse angezeigt (siehe Folie 11 unter dem Beitrag). Innerhalb der Video-Ergebnisse werden jedoch auch Snippets mit implementierten Videos angezeigt (siehe Folie 16).

Mobil sieht das ganze natürlich anders aus und Google spuckt ein Video-Karussell aus.

Video Karussell

Google schaut sich bei einer Suchanfrage an, wie viel Aufmerksamkeit ein Video hat, also wie lange die Nutzer insgesamt schauen, um dann den Videoinhalt entsprechend zu gewichten und auszugeben. Links oder andere Rankingfaktoren spielen somit keine Rolle mehr, um ein Google in die SERPs zu bekommen.  Justin Briggs hat sich zudem angeschaut, was die unterschiedlichen Nutzer (nach Altersgruppen) bei einer entsprechenden Anfrage als Ergebnis wollen.Dabei kam heraus, dass Nutzer unter 35 Jahren eher Video Content erwarten und Nutzer über 35 Content in textlicher Form.

Es gibt bestimmte Arten von Suchanfragen, die dazu neigen eher ein Video in den SERPs auszuspielen.

  • How to Videos
  • Review Videos

Mit diversen Tools wie SEMRush lässt sich ganz leicht herausfinden, zu welchen Suchanfragen Google ein Youtube-Video ausgibt und man noch über kein Video verfügt.

Biggs gab ebenfalls 33 Tipps für Youtube-SEO. Hier ab Seite 52 in seinen Präsentations-Folien

Fazit:

Die Searchlove ist voll mit interessanten Vorträgen von top Speakern. Es wurde viel über AI und Bots gesprochen. Noch weiß niemand so wirklich wohin das Ganze führen wird, da sich noch alles in den Kinderschuhen befindet. Man sollte sich aber jetzt schon ein wenig drauf vorbereiten. Ich kann die Searchlove nur wärmstens empfehlen und komme sicherlich wieder.

Christian Roeb ist Senior Consultant SEO bei morefire. Er schreibt zu Themen rund um die Suchmaschinenoptimierung. In seiner Freizeit widmet er sich der Musik und geht Bouldern.

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