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YouTube mit AdWords for Video – in wenigen Schritten zur Kampagnenerstellung

YouTube als zweitgrößte Suchmaschine der Welt bietet enormes Potential für Werbende. Generell habe ich die Erfahrung gemacht, dass man bei YouTube günstigen Traffic einkaufen kann – auch KMU können also bei den Großen mitspielen!

Viele Werbetreibende haben das Potential von YouTube noch nicht erkannt, was sich letzten Endes in den CPCs (oder bei den TrueView Formaten CPVs) wiederspiegelt. Zudem sollte man die enorme Reichweite von YouTube beachten, als auch die Möglichkeit, den potentiellen Kunden in einem ganz anderen, unterhaltenden Umfeld ansprechen zu können.  Der Kanal eignet sich also nicht nur für große Marken, auch bei mittelständische Unternehmen bietet das CPC/-CPV-Preismodell vielfältige Chancen!

Derzeit hat man die Möglichkeit  aus einem breiten Portfolio an Anzeigeformaten zu wählen. Hier findet man eine Übersicht der Anzeigen-Placements: https://support.google.com/youtube/answer/187101?hl=de

Ich möchte mit dem Artikel auf die Werbeform AdWords for Video eingehen, dem Kampagnenverwaltungstool, das speziell von Google entwickelt wurde damit Online Videokampagnen schneller erstellt werden können. Anzeigen die über AdWords for Video gesteuert werden, können auf YouTube und im GDN in, auf oder im Umfeld von Videos laufen. Dies ist abhängig von dem TrueView Format, welches man wählt. Abgerechnet werden die Anzeigen, nach dem CPV Preismodell (Cost per View), man zahlt also nur, wenn ein Nutzer das beworbene Video abspielt,  mit der Wiedergabe fortfährt oder wenn das Video nicht übersprungen wird.

Nun zur Erstellung der AdWords vor Video Ads

1. Schritt: Einrichtung einer Video Kampagne

Man erstellt eine neue Kampagne indem man in AdWords wie gewohnt auf „+ Kampagne“ eine „Online Video“ Kampagne hinzufügt.

Online Video Kamapgne hinzufügen (Schritt.png)

2. Schritt: Erstellung einer AdWords for Video Kampagne 

Hier regelt man die Kampagneneinstellungen – fast identisch zu den klassischen AdWords Kampagnen. Ich empfehle, den Kampagnennamen so zu wählen, dass man weiß welches Video man bewerbt. Also: Kampagnenname = Name des zu bewerbenden Videos. Man vergibt das Budget, wählt die Standorte und legt die Spracheinstellungen fest. Tipp: Will man nur in Deutschland werben, sollte man trotzdem als Spracheinstellung Deutsch und Englisch wählen; viele nutzen YouTube.com.

Allgemeine Kampagnenangaben (Schritt2.gif)

Standorte und Sprachen festlegen (Schritt3.png)

Video-Anzeige erstellen (Schritt4.png)

Zudem wählt man hier auch das zu bewerbende Video aus. Man hat die Möglichkeit nach dem Kanal oder der Video URL zu suchen.

Hat man sich für ein Video entschieden, zeigt Google einem gleich die Vorschau der Anzeigenformate. Mein Tipp: am Anfang alle Anzeigenformate einbuchen, da man vorher nicht weiß, welches Format wie gut läuft und bei der Zielgruppe ankommt. Später kann man die Kampagne immer noch optimieren und Formate pausieren. AdWords for Video erläutert dem Werbenden gleich noch einmal wo welches Anzeigenformat ausgeliefert wird.

Anschließend geht es daran eine Anzeige zu schreiben, die die User animiert auf eine Anzeige zu klicken. Call to Actions wie “ Mehr Tipps finden Sie im Video!“ “Jetzt das Video dazu ansehen!“ eignen sich gut dafür. Wichtig ist es auch, ein interessantes Thumbnail zu wählen. Der User soll neugierig auf den Inhalt des Videos gemacht werden! Auch würde ich das Video auf der eigenen Channelseite wiedergeben, so ist der Brand-Effekt größer!

Erweiterte Kampagnen Einstellungen (Schritt5.png)

Erweiterte Einstellungen wie die Anpassung für Mobilgeräte oder das Frequency Capping, können auch bei AdWords for Video Kampagnen vorgenommen werden.

Weitere Infos zu den einzelnen True-View Formaten gibt ‘s hier: https://support.google.com/adwords/answer/2375464?hl=de

3. Schritt: Erstellung einer Ausrichtungsgruppe

Hier definiert man, wo und wen man mit dem Video und der soeben erstellten Anzeige eigentlich ansprechen möchte: die Zielgruppe. Zudem vergibt man das maximale Budget für die Anzeigen in der jeweiligen Gruppe. Für jede Ausrichtungsgruppe wird ein eigener Max CPV vergeben. Ich betrachte es immer als Synonym von Anzeigengruppen einer Kampagne für GDN.  Denn auch bei den Ausrichtungsgruppen ist es so, je mehr Ausrichtungsgruppen ich in einer Ausrichtungsgruppe hinzufüge, desto enger wird meine Zielgruppe. Das Anlegen von mehreren Ausrichtungsgruppen, bspw. eine für Interessen, eine für Keywords und eine für eine  Kombination aus Demografie und Keywords, ist daher sinnig – natürlich sollten man das dem Budget entsprechend gestalten. Auch das Bid-Management ist bei mehreren Ausrichtungsgruppen effizienter: Liegt die Priorität meiner Zielgruppe bspw. eher auf den Keywords, dann vergebe ich dieser Ausrichtungsgruppe auch einen höheren CPC/CPV. Die „Ausrichtung auf Nutzer die suchen“ ist für das Anzeigenformat TrueView In-Search gedacht.

Ich habe hier exemplarisch eine Ausrichtungsgruppe für Themen gemacht.

Gebote und Zielgruppen auswählen (Schritt62.png)

4.Schritt: AdWords mit YouTube verknüpfen

Nun kann man AdWords mit einem oder mehreren YouTube Konten verknüpfen, dies findet man links unter „Verknüpfte YouTube-Konten“. Es ist optional, bietet aber einige enorme Vorteile und Potentiale, u.a.:

– das schnellere Finden und Suchen von Videos im Kanal

– Remarketing Listen zu erstellen

– Daten zu analysieren, bspw. wie viele Nutzer mit den Videos und dem eigenen Kanal interagiert haben

YouTube Remarketing (Schritt7.png)

 5. Schritt: Call-to-Action Overlay (optional – aber auch sehr Hilfreich)

Overlay Beispiel (Schritt8.png)

Das Overlay wird den Nutzern angezeigt, sobald die Videowiedergabe beginnt. Dieser hat dann die Möglichkeit durch einen Klick auf das X (rechts) die Anzeige zu entfernen oder darauf zu klicken. So kann der Werbetreibende auf eine externe Webseite aufmerksam machen. Naheliegend ist es zum Beispiel die eigene Website zu vermarkten, als auch die Möglichkeit das Interesse der Nutzer für andere Videos zu wecken. Das Positive am Overlay ist, man zahlt keine zusätzlichen Kosten! Voraussetzung ist, dass das Video auch bei YouTube gehostet ist und dort aufgerufen wird. Zudem kann man das Overlay nur bei den Videos erstellen die beworben werden. Ich empfehle das optionale Bild mit hinzuzufügen – es kostet nichts und ist gut fürs Branding. 🙂

Man geht auf das Video im AdWords for Video und dort steht „Call-to-action-Overlay hinzufügen“.

Call to Action Overlay erstellen (Schritt9.png)

 6.Schritt: Kampagnenperformance

Wie oft wurde das Video wiedergegeben, wie hoch sind die Impressionen, Klicks und der Ø CPV? Diese Informationen findet man auf der Anzeigenseite. Auch kann man nach den einzelnen Formaten, den Netzwerken und weiteren Ausrichtungsmöglichkeiten selektieren und die Kampagne optimieren.

YouTube Kampagnenperformance (Schritt10.gif)

 7.Schritt: Video-Remarketing-Listen

Ja richtig, auch YouTube hat die Möglichkeit Remarketing Listen zu erstellen. Zu finden ist das Ganze auch wieder auf der linken Seite unter „Video-Remarketing-Listen“. Ohne dass ich diese Einstellung vorgenommen habe, hat Google mir schon etwas Arbeit abgenommen und bereits 3 Listen erstellt:

  • Abonnent meines Kanals
  • Hauptliste (alle Besucher)
  • Wiedergabe eines Videos meines Kanals

Auch meine AdWords Remarketing-Listen werden mir angezeigt. Weitere Listen kann man ganz einfach erstellen.

YouTube Remarketing Listen erstellen (Schritt111.png)

Et voilà: Deine AdWords for Video Kampagne ist aufgesetzt, verknüpft und kann fortlaufend bewertet und optimiert werden! Insgesamt sind die einzelnen Hilfestellungen durch die Erläuterungen mit dem kleinen Fragezeichen bei den einzelnen Schritten gut – also keine Scheu und einfach testen- viel Spaß dabei!
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Ramona Schüßler

Ramona ist Senior Consultant Paid Media und hat, gefühlt seit einer Ewigkeit, Medien Management an der Hochschule Fresenius in Köln studiert. Neben der strategischen Ausrichtung von Kunden interessiert sie sich vor allem für zielgruppenrelevante Insights aus Google Analytics und deren strategischen Gebrauch. Privat legt sie sehr viel Wert auf viele schöne Momente und interessiert sich für Persönlichkeitsentwicklung.

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Ein Kommentar

Andreas Mayer schrieb am 18. Februar, 2014 @ 19:04

Wow, danke für die ausführliche Beschreibung. Klingt sehr interessant und ist für mich ein neuer Ansatz – kenne bisher nur die klassische AdWords-Werbung. LG

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