
Neue Zielgruppen, PR-Aufmerksamkeit oder zusätzlicher Umsatz: Brand Partnerships können ganz unterschiedliche Ziele verfolgen. Robin und Zisan zeigen, wie man den richtigen Partner findet, Stakeholder frühzeitig einbindet und den Erfolg sinnvoll misst.
Gast: Zisan Bay, Lead Communications & Brand Activation bei Amorelie
Datum: 16.10.2026
In dieser Folge spricht Robin Heintze mit Zisan Bai, Team Lead Communications and Brand Activation bei Amorelie, darüber, was eine gute Brand Partnership ausmacht und was eben nicht. Ausgangspunkt war ein LinkedIn-Post von Zisan, in dem sie öffentlich nach neuen Kooperationspartnern gesucht hatte. Die Resonanz war enorm: über LinkedIn, E-Mail und persönliche Kontakte kamen zahlreiche Anfragen rein. Dabei zeigte sich schnell, dass unter „Brand Partnership“ sehr unterschiedliche Dinge verstanden werden – vom klassischen Sponsoring bis zur echten gemeinsamen Produktentwicklung.
Für Zisan braucht eine starke Brand Partnership vor allem drei Dinge: passende oder sich ergänzende Werte, eine gute gemeinsame Idee und echtes Commitment auf beiden Seiten. Besonders spannend sind für Amorelie dabei Marken, die auf den ersten Blick gar nicht offensichtlich passen. Genau dadurch entstehen Überraschungsmomente und neue kreative Möglichkeiten.
Amorelie hat in der Vergangenheit erlebt, dass Kooperationen bereits weit fortgeschritten waren und dann doch noch von einer höheren Entscheidungsebene beim Partner gestoppt wurden. Daraus hat das Team gelernt: Erwartungen, Zuständigkeiten und finale Freigaben müssen frühzeitig geklärt werden. Produktionen starten deshalb heute grundsätzlich erst, wenn die Zusammenarbeit vertraglich abgesichert ist. Besonders bei physischen Produkten sind gutes Projektmanagement, realistische Zeitpläne und klar geregelte Verantwortlichkeiten entscheidend.
Für Amorelie sind Brand Partnerships vor allem ein Add-on im Marketing-Mix. Sie helfen dabei, neue Zielgruppen zu erschließen, PR-Aufmerksamkeit zu erzeugen und das Thema Sexualität stärker in die Mitte der Gesellschaft zu bringen. Ein Beispiel ist die Zusammenarbeit mit Happybrush: Was zunächst als Aprilscherz begann, wurde anschließend als echtes Produkt umgesetzt und verkauft sich bis heute. Auch Kooperationen mit der BVG oder Butler’s zeigen, wie vermeintlich weit auseinanderliegende Marken zusammengebracht werden können. Gerade dieser Kontrast kann dafür sorgen, dass Kommunikation stärker auffällt und Menschen überrascht.
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