Die Zukunft von Search – Was kommt nach Google?

“Aber wenn sie Google für zu mächtig halten, sollten sie daran denken, dass man seine Suchmaschine jederzeit mit einem einzigen Klick wechseln kann.” So Sergey Brin, Mitgründer von Google, über die Suchmaschine.

Wird Google so mächtig werden, dass sie der einzige Player auf dem Markt sind? Oder wechseln vorher alle zu anderen Netzwerken? Wie sieht die Zukunft von Google aus?

Alle Antworten auf diese – und viele weitere – Fragen findest Du in diesem Blogartikel. Wenn Du wissen willst, worauf sich Marketing-Entscheider in Zukunft bei Google einstellen müsse, dann ist dieser Blogartikel für Dich.

Falls Du gerade unterwegs bist, kannst Du Dir hier die Folge von “The Art of Marketing” anhören, die ich mit Marcus Tandler, SEO-Experte und Gründer der SEO Software ryte, aufgenommen habe.

Welche Datenquellen sind neben Google relevant wenn es um die Informationsbeschaffung der Nutzer geht?

Die Auswahl der Datenquelle kommt immer auf das Thema, die Branche und natürlich die Fragestellung an. Google ist hierbei der größte Generalist und eignet sich somit für eine Vielzahl an Fragen.

Branchen- oder themenspezifisch können Nutzer:innen zwar auch viel über Google erfragen, jedoch läuft viel über andere Plattformen. Reddit, Quora und Co. sind vor allem für konkrete Probleme und Fragen, die qualifizierte Antworten benötigen die Anlaufstelle.

Was wird Google in Zukunft den Rang ablaufen?

Die Frage ist, was bedeutet es “Google den Rang abzulaufen”?

Im Vergleich mit Google hat zum Beispiel die Suchmaschine Bing eine nahezu gleiche Technik. Den Unterschied machen hier die Daten. Google hat im Gegensatz zu anderen Suchmaschinen einen großen Datenvorsprung, der in diesem Maße nicht aufzuholen ist.

Außerdem ist Google stark in das Ökosystem des Menschen eingebunden. Android wird von einem Großteil der Mobiltelefonnutzer:innen genutzt, Chrome ist der meistgenutzte Browser überhaupt.

Zudem bietet Google Services wie die Cloud, Google Maps, Google Docs, etc. und ist aus dem Internet nicht mehr wegzudenken. Durch diese Services ist Google das Fundament vieler anderer Netzwerke wie z.B. Snapchat, die die Cloud nutzen.

→ Google den Rang abzulaufen wird schwierig, denn das Unternehmen ist mit so viel Teilen des Internets verknüpft.

 

Wird Google in Zukunft alle Fragen beantworten können und unzählige Business-Modelle selbst abdecken?

Shopping, Reisen buchen, Jobs finden, alles nur noch über Google, ohne andere Anbieter?

Google könnte definitiv der alleinige Player werden, da es einen genauen Überblick über die Customer und Buyer Journey seiner Nutzer:innen hat.

Aber: Google will das nicht.

Warum? Für Google ist es viel profitabler der Marktplatz für die Qualifizierung von Leads zu sein. Da Unternehmen wissen, dass Google viele Daten über Nutzer:innen hat und diese somit leiten kann, gibt es einen Kampf um die Leads.

Das Dasein als Marktplatz ist für Google umsatztechnisch besser, obwohl das Netzwerk durch die Menge der Daten die Möglichkeit hätte, anderen den Rang abzulaufen.

Was solltest Du berücksichtigen um im Internet gesehen zu werden?

Eigentlich gibt es nur einen Tipp: Habe den eigenen Anspruch immer das beste Ergebnis zu sein.

Das heißt:

Gebe den Nuzter:innen genau den Content, den sie erwarten und biete ihnen einen Mehrwert. Hebe deine USPs hervor, um zu zeigen wieso genau Du der/die Richtige für sie bist.

Neben performantem Content ist eine gute Website das Fundament für Erfolg. Stelle sicher, dass z.B. die Ladezeit oder auch die mobile Ansicht gut ist, damit User:innen auf Deiner Seite bleiben.

Hat Google gegen Amazon schon verloren?

Google hat selbst gesagt dass in Sachen Shopping, Amazon der größte Konkurrent ist. Zwar hat Google viele Suchanfragen, jedoch sind diese oft nicht transaktional und bringen deshalb kaum Umsatz.

Wenn User:innen ein Produkt kaufen wollen, gehen sie meistens sofort zu Amazon und lassen dort ihr Geld.

Jedoch heißt dass nicht, dass Amazon deshalb gewonnen hat, denn es passiert enorm viel im Google Shopping-Bereich.

Google’s Lösung: Die passive Suche.

Wie schon eben erwähnt sammelt Google eine Vielzahl an Daten und weiß somit exakt Bescheid, in welcher Phase sich Nutzer:innen befinden, wenn sie nach etwas suchen. Mithilfe dieser Daten kann Google die nächsten Schritte der User:innen vorhersagen.

→ Wenn die Suchanfragen andeuten, dass Nutzer:innen kaufbereit sind, springt Google mit bestimmten Angeboten ein um diese abzuholen, obwohl oft nicht explizit gesucht wurde.

Scraped Data versus Echtdaten

Solltest Du Echtdaten mehr vertrauen als Scraped Data?

Das kommt immer auf den Fall an. Im Idealfall nutzt Du die Echtdaten, die Du z.B. aus der Google Search Console bekommst und die aus Deinen genutzten Tools.

Außerdem kannst Du ohne Scraped Data überhaupt nicht richtig arbeiten, denn Du brauchst für Keyword-Analysen, Sichtbarkeit, etc, Tools die Dir diese Daten geben.

Wichtig: Wenn Du nicht den Luxus hast, eine Vielzahl an Tools zu nutzen, dann musst Du Dich zwischen Deiner Seite und der Konkurrenzbetrachtung entscheiden.

 

Fazit

Google wird es in Zukunft noch geben, das ist schon einmal klar. Es gibt zwar andere Suchmaschinen und Konkurrenten wie Bing oder Amazon, aber Google hat einen entscheidenden Vorteil: Daten.

Mit Hilfe dieser Daten weiß Google genau über die Customer- und Buyer Journey ihrer User:innen Bescheid und kann somit über die passive Suche eingreifen.

Google wird aber nicht, wie vielleicht gedacht, andere Business-Modelle übernehmen. Dafür ist die Position als Marktplatz zu profitabel.

Robin Heintze

Robin ist Gründer und Geschäftsführer von morefire. Nach der Ausbildung zum Werbekaufmann und dem berufsbegleitenden Studium der Medienwirtschaft machte er sich mit morefiremedia selbstständig und leitet die Agentur nach der Fusion mit rankingCHECK auch weiter gemeinsam mit Marcel Becker und Tom Waniek. Seine große Leidenschaft sind emotionale Texte in Anzeigen und auf Landingpages. Seine Begeisterung für Texte und PPC Themen teilt er in Seminaren und Vorträgen leidenschaftlich mit.

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