Erfolgreich auf LinkedIn mit Content

LinkedIn hat über 17 Millionen Mitglieder im deutschsprachigen Raum und zählt damit zu einer wichtigsten Plattformen um Deine Zielgruppe zu erreichen. Ein Weg um Interessierte, Kund:innen, etc. zu erreichen ist über das Posten von Content. 

Content-Ideen zu finden klingt zu Beginn schwer, ist aber einfacher als gedacht. Wenn Du wissen möchtest, wie Du bei LinkedIn Menschen für Dich und Deine Themen begeisterst, dann bist Du hier genau richtig.

Falls Du gerade unterwegs bist, kannst Du Dir hier die Folge von “The Art of Marketing” anhören, die ich mit Björn Radde, LinkedIn Profi und Vice President Digital Experience bei T-Systems aufgenommen habe.

 

Warum solltest Du Energie in Content stecken?

Guter Content kommt nicht von irgendwoher, es wird eine gewisse Menge an Energie, bzw. Ressourcen, Planung, etc. benötigt, bis Du diesen posten kannst. Jedoch gibt es aus persönlicher und Unternehmenssicht gute Gründe, wieso Du Energie in Content stecken solltest:

Unternehmenssicht: Auf LinkedIn sinkt die Reichweite von Corporate Pages, deshalb ist es umso wichtiger, dass in Mitarbeiter:innen investiert wird. Diese verbreiten auf LinkedIn die Botschaften Deines Unternehmens und geben diesem somit ein Gesicht. 

Personal Branding: Neben der Bewerbung Deines Unternehmens, bietet Dir das Posten auf LinkedIn die Möglichkeit zur Darstellung Deiner Kompetenz. Baue Vertrauen in Dein Wissen und Können auf, indem Du relevante Inhalte postest. Dies überträgt sich auch auf das eigene Unternehmen.

Wie kannst Du LinkedIn Content in Deine Gesamtstrategie einbetten?

Das wichtigste ist: Awareness und Zugang schaffen und Deine Mitarbeiter:innen einbinden. Damit LinkedIn Content nicht nur von Dir, sondern vom ganzen Unternehmen geschaffen wird, ist es wichtig Interessierten Zugang zu geben.

Das kann zum Beispiel durch Workshops oder Seminare passieren, in denen Du den Interessent:innen den Zutritt zu LinkedIn zeigst und ihnen die Grundlagen erläuterst. Somit stellst Du sicher, dass Deine Mitarbeiter:innen den richtigen Content posten, um Dein Unternehmen zu pushen.

Außerdem musst Du den richtigen Content für Dein Unternehmen und Deine Zielgruppe finden. Das geht entweder mithilfe von Tools oder Agenturen, die Dich in diesem Prozess unterstützen.

Wie viel Zeit solltest Du investieren?

Plane circa eine Viertelstunde am Tag ein, um Deinen Newsfeed zu analysieren und bei wichtigen Beiträgen zu kommentieren. Ein- bis zweimal pro Wochte solltest Du etwas posten, um relevant zu bleiben.

Tipp: Wenn Deine Ziel- und Kundengruppe auf anderen Plattformen unterwegs ist, kannst Du den LinkedIn Content auch für diese nutzen.

Was macht einen guten Post aus?

Das Stichwort für einen guten Post heißt Personalisierung. Verleihe dem Post eine eigene Handschrift und zeige Dein Gesicht. Kund:innen wollen mit Menschen sprechen und nicht mit einem gesichtslosen Unternehmen.


“Hab immer drei Dinge im Kopf: Dieser Post, mag den Dein CEO, Dein zukünftiger CEO und mag den Deine Mutter?”

Björn Radde über gute Posts auf LinkedIn



Tipps für einen guten Post

Gruppenfotos: Zeige Gesicht mit einem Teambild. Außerdem kannst Du dabei die Leute im Bild taggen, sodass diese darauf reagieren können. Achtung: Taggst Du häufig Leute und diese reagieren nicht, sieht LinkedIn das als Spam.

Call-to-Action: Setze einen Call-to-Action am Anfang des Posts um einen Eye Catcher zu haben und Aufmerksamkeit bei User:innen zu schaffen. Auch am Ende lohnt sich eine Handlungsaufforderung zum Liken, Kommentieren, etc. um den Beitrag noch mehr im Newsfeed zu pushen. 

Hashtags: Vor allem auf LinkedIn ist das Thema Hashtags sehr umstritten, Du solltest sie jedoch nutzen. Hinterlege bestimmte Hashtags in Deinem Creator-Profil und nutze auch diese, wenn Du Posts veröffentlichts.

Kommentieren, ja oder nein?

Die Antwort ist: Ja. Durch das Kommentieren bei Personen die eine Reichweite haben, sorgst Du für mehr Profilbesuche. Wichtig ist jedoch, dass Du in Deinen und Kommentaren anderer versuchst, eine Konversation zu starten, das steigert die Reichweite. Deshalb ist es wichtig, Mehrwert in Deine Kommentare zu packen, damit auf diese reagiert wird.

Achtung: Der Mythos, dass ein Link als Kommentar anstatt im Post besser funktioniert ist Quatsch. LinkedIn rankt die Kommentare nach Relevanz, d.h.  Dein Kommentar mit dem Link kann unter vielen Kommentaren schnell verschwinden. Außerdem straft der Algorithmus User:innen, die als erste unter eigenen Posts kommentieren ab.

 

Welche Posting-Ansätze sind am besten?

Generell lässt sich sagen: Persönliches kommt immer gut an, es sollte jedoch nicht privat werden. Anekdoten über Deine Anfänge in der Branche, welche Tools du nutzt sind gut um das Interesse zu wecken, genau wie Deine Werte oder Trends in der Branche.

Wichtig: Plane Deine Posting-Ideen über einen Zeitraum vor. Lege einen Tag fest, an dem Du über den Content der nächsten 1-2 Wochen entscheidest.

Nutze Content-Quellen wie Twitter, Google oder Tools um interessante Content-Ideen zu finden. Dabei sollte Dein Post ein guter Mix aus eigenen und Unternehmensinteressen sein.

Content-Ideen für Deinen LinkedIn Post

Wenn Du nach Inspiration suchst, haben wir hier eine Reihe an Ideen für Dich. Diese stammen jedoch nicht von uns, sondern aus einem Post von Björn Radde.

  • Vorhersagen für Deine Branche 
  • Verkannte Fakten Deiner Branche 
  • Kleine Änderungen, die einen großen Unterschied in Deinem Job machen 
  • Überraschende Fakten über Deine Branche, die keiner weiß
  • Wirf Licht auf ein Problem oder eine Lösung, wo Du Ahnung von hast 
  • Liste Deine Lieblingsbücher auf 
  • Die besten Erfahrungen der Woche aus Kundenprojekten teilen 
  • Was wolltest du früher werden vs. was bist du geworden 
  • 10 Gründe, warum Du etwas bestimmtes benötigst 
  • Schlechte Angewohnheiten von Leuten aus der Branche 
  • Gute Angewohnheiten von erfolgreichen Leuten aus der Branche 
  • Mythen aufgedeckt
  • Branchen-Begriffe erklärt 
  • Wenn Du etwas zu feiern hast 
  • Begriffe in der Branche, die falsch genutzt werden 
  • Was motiviert Dich / motiviere andere 
  • Unbekannte Wege, etwas zu bekommen 
  • Die effektivsten Tools, die du im Einsatz hast 
  • Do’s & Dont’s in der Branche 
  • Kolleg:innen loben 

 

Posting-Formate auf LinkedIn

Text, Bild, Umfrage oder Video? Welches Format Du nutzt, um Content auf LinkedIn in zu posten kommt ganz auf Dich an. Nutze die Formate nach Deinen Interessen und stütze Dich dabei nicht auf den Algorithmus sondern auf Deine Zielgruppe.

Do’s and Don’t’s für LinkedIn Posts?

Es gibt keine richtigen Don’ts für LinkedIn Posts, jedoch solltest Du Privates auch privat halten, d.h. keine Fotos von Deinen Kindern oder Firmengeheimnisse posten.

Was Du aber tun solltest ist guten Content für Deine Zielgruppe und andere User:innen posten, der zur Konversation anregt. Nutze, wie schon zuvor erwähnt, Fotos um Deinem Unternehmen ein Gesicht zu geben und so Vertrauen aufzubauen.

Mehr Do’s und Don’t’s zu LinkedIn und organischer Sichtbarkeit findest Du in diesem Blogartikel von meiner Kollegin Khazer.

Fazit

Guten Content auf LinkedIn zu veröffentlich ist kein Hexenwerk.  

Wichtig ist vor allem die Personalisierung, d.h. neben einer persönlichen Ansprache sind Anekdoten, Bilder, etc. wichtig für die Bindung. Nimm Dir Zeit um Ideen zu planen und nutze das Internet, Tools oder Agenturen um passende Inhalte zu finden. 

Baue LinkedIn in Deine Unternehmensstrategie ein, indem Du Deine Mitarbeiter:innen einbindest und sie somit als Gesicht des Unternehmens auf der Plattform auftreten.

Durch das Auftreten auf LinkedIn stärkst Du somit nicht nur Dein Unternehmen, sondern betreibst ebenfalls Personal Branding indem Du als Experte auftrittst.

Robin Heintze

Robin ist Gründer und Geschäftsführer von morefire. Nach der Ausbildung zum Werbekaufmann und dem berufsbegleitenden Studium der Medienwirtschaft machte er sich mit morefiremedia selbstständig und leitet die Agentur nach der Fusion mit rankingCHECK auch weiter gemeinsam mit Marcel Becker und Tom Waniek. Seine große Leidenschaft sind emotionale Texte in Anzeigen und auf Landingpages. Seine Begeisterung für Texte und PPC Themen teilt er in Seminaren und Vorträgen leidenschaftlich mit.

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