Marke und Arbeitgebermarke verbinden

„Die Kunden werden Ihr Unternehmen nicht lieben, wenn Ihre Mitarbeiter nicht das Unternehmen lieben“, so Simon Sinek. Damit Unternehmen die richtigen Mitarbeiter:innen finden, ist eines notwendig: Eine Arbeitgebermarke. 

Beim Thema Branding wurde bislang eher die vertriebliche Perspektive in den Vordergrund gestellt, jedoch ist eine Arbeitgebermarke genauso wichtig um wettbewerbsfähig zu bleiben. 

In diesem Blogartikel geht es darum, wie Du Deine Unternehmensmarke mit Deiner Arbeitgebermarke in Einklang bringst um Dein Potenzial auszuschöpfen. 

Falls Du gerade unterwegs bist, kannst Du Dir auch hier die Folge von “The Art of Marketing” anhören, die ich mit Jörg Hesse von unserer Partner Agentur „Des Wahnsinns Fette Beute“ aufgenommen habe.

 

 

Ist HR für die Arbeitgebermarke verantwortlich?

In vielen Unternehmen fällt oft der Satz: “Für die Arbeitgebermarke ist HR verantwortlich”. Diese Aussage zeigt jedoch, dass genau dieses Thema im Unternehmen nicht richtig angegangen wird.

Wenn sich HR um das Thema kümmert, ist es delegiert und genau dort liegt das Problem.

Denn eine Marke ist wie ein Vertrauenskonto, auf das eingezahlt wird und die eine gewisse Reputation hat. Diese sollte nicht wegdelegiert werden. 

Marke und Arbeitgebermarke sollten deshalb immer als Ganzes betrachtet werden und vor allem beim Thema Arbeitgebermarke ist die Geschäftsleitung in der Verantwortung.

 

Einordnung der Arbeitgebermarke in die Markenstrategie

Generell lässt sich sagen, dass eine Marke die Summe aller Vorurteile ist, die über ein Unternehmen bzw. ein Produkt auf dem Markt vorherrschen. Und wie schon eben erwähnt ist eine Marke vor allem ein Vertrauenskonto, auf das viele Faktoren einzahlen. Auch die Arbeitgebermarke ist so ein Konto.

Zwar sollten Marke und Arbeitgebermarke getrennt werden, wenn es z.B. um Kampagnen geht, aber es sind beide Seiten wie bei einer Medaille miteinander verbunden. Das Bild der Marke und das der Arbeitgebermarke muss zusammenpassen, damit ein einheitliches Bild entsteht. Deshalb ist es umso wichtiger, dass beide Seiten zusammen betrachtet werden.

Um dies zu erreichen brauchst Du ein interdisziplinäres Team aus Marketing, HR, Vertrieb und Geschäftsleitung, das alle Sichtweisen abdeckt. Außerdem sollten die Werte der Arbeitgebermarke in bestehende Formate wie z.B. Mitarbeiter:innen- und Vorstellungsgespräche eingebunden werden. 

Wie Du durch Branding einen Wettbewerbsvorteil bekommst, das kannst Du hier nachlesen oder ganz einfach die Folge „The Art of Marketing“ mit Jörg Hesse anhören.

Herausforderung für Unternehmen

Die größte Herausforderungen für die meisten Unternehmen ist es, ein rundes Bild von der Arbeitgebermarke zu schaffen. Hierfür gibt es jedoch einige Faktoren, die mit einbezogen werden können, um mehr Kenntnisse zu erlangen:

  • Summe aller Vorurteile verdichten: Ziehe nicht nur Kenntnisse über die Marke aus dem Management, sondern befrage auch Kund:innen, Mitarbeiter:innen oder sogar Bewerber:innen, was diese über die Marke denken und wissen. 
  • Ecken und Kanten: Zeige ein authentisches Bild Deines Unternehmens, denn eine offene und transparente Unternehmenskultur zieht automatisch die richtigen Menschen an.

“Wenn Leute kommen die zum Unternehmen passen, diese Menschen integrieren sich leichter und sie bleiben auch.”

Jörg Hesse über die richtigen Mitarbeiter:innen.



Warum solltest Du Mitarbeiter:innen & Co befragen?

Neben der Führungsebene ist es, wie oben schon erwähnt, wichtig Mitarbeiter:innen und andere Personen zu Deiner Marke zu befragen. Warum? Um die intrinsische Motivation der Mitarbeiter:innen entfachen und zudem mehr als nur eine Sichtweise zu erhalten. 

Frage Mitarbeitende, warum es sich lohnt in Deinem Unternehmen zu arbeiten und was besonders ist, fange aber auch die kritischen Stimmen ein.

Warum? Weil diese sich genau damit beschäftigen, was besser gemacht werden kann und Dir direkte Vorschläge machen können.

Wenn Du wissen willst, wie Du Mitarbeiterorientierte Führung funktioniert, dann ist dieser Blogartikel für Dich.

 

Wie sollte der Prozess ablaufen?

Zunächst sollten alle Werte, Bilder und Aussagen übersetzt werden. Das heißt konkret: Fasse die Aussagen aller zusammen und forme diese in eine Botschaft um.

Genauso wichtig wie die Belegschaft ist das Leadership Branding. Hier werden die Führungskräfte in verschiedenen Trainings, Workshops, etc. geschult und herausgearbeitet, wie und wo die Werte umgesetzt werden. Wichtig ist, dass die Werte der Arbeitgebermarke reflektiert und dann in Verhalten übersetzt werden, d.h. Einbinden in Onboarding, Bewerbungsgespräche, etc.

Wenn Du den Kern Deiner Botschaft formuliert hast, musst Du die Gesamtbelegschaft abholen. Das geht am besten durch Veranstaltungen, an denen diese aktiv teilnehmen kann. Auf diesen lassen sich auch Markenbotschafter außerhalb der Führungsebene identifizieren, die dieses Thema hochhalten.

Hast Du all diese Punkte abgehakt, kannst Du eine Recruiting-Kampagne nach außen starten.

 

Können Unternehmen für alle Generationen ansprechend sein?

Ja, Unternehmen können für alle Generationen ansprechend sein, das ist aber eine Sache des Unternehmenscharakters. Eine Arbeitgebermarke muss so facettenreich sein, dass sie Anknüpfungspunkte für verschiedene Typen auf dem Arbeitsmarkt und verschiedene Jobmöglichkeiten ist.

 

Fazit

Marke und Arbeitgebermarke sind keine zwei Themen, sie sind ein Thema im Grundkern des Unternehmens, das aus zwei unterschiedlichen Perspektiven betrachtet wird und verschiedene Zielgruppen anspricht. 

Wird der eine Teil definiert ohne den anderen anzusprechen, dann fehlt etwas.

Bei der Definition der Werte solltest Du herausarbeiten, wofür Deine Arbeitgebermarke steht. Befrage dazu verschiedene Personen wie die Führungsebene, Mitarbeiter:innen aber auch Außenstehende, um ein volles Bild zu bekommen. Außerdem sind Ecken und Kanten wichtig und machen Dein Unternehmen nur menschlich.

Beim Integrationsprozess der Werte in Dein Unternehmen solltest Du zuerst intern beginnen. Hierfür gibt es Workshops für die Führungsebene und Veranstaltungen für Mitarbeiter:innen, bei denen Du auch Markenbotschafter definieren kannst. Wenn intern alles erledigt ist, kannst Du mit Recruiting-Kampagnen nach außen gehen.

Robin Heintze

Robin ist Gründer und Geschäftsführer von morefire. Nach der Ausbildung zum Werbekaufmann und dem berufsbegleitenden Studium der Medienwirtschaft machte er sich mit morefiremedia selbstständig und leitet die Agentur nach der Fusion mit rankingCHECK auch weiter gemeinsam mit Marcel Becker und Tom Waniek. Seine große Leidenschaft sind emotionale Texte in Anzeigen und auf Landingpages. Seine Begeisterung für Texte und PPC Themen teilt er in Seminaren und Vorträgen leidenschaftlich mit.

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