Skill-Set von Marketern in der Zukunft

Mehr Kompetenz im Umgang mit Daten im Marketing. Das ist eine der wichtigsten Fähigkeiten von Marketern in der Zukunft, das sagen 95% der Marketing-Entscheider:innen, die in der Studie “Future Marketing Skills 2025” befragt wurden. Gleichzeitig sagen 2 von 3 dieser Entscheider:innen, dass ihre Teams darin eher schwach aufgestellt sind. 

Online Marketing wächst und verändert sich schnell, es gibt jährlich neue Kanäle, Tools und vieles mehr. Deshalb stellt sich oft die Frage, welche Fähigkeiten Marketer, Unternehmen und deren Mitarbeiter:innen brauchen, um in den kommenden Jahren noch relevant zu bleiben? Die Antwort erfährst Du in diesem Blogartikel.

Falls Du  gerade unterwegs bist, kannst Du Dir auch hier die Folge von meinem Podcast “The Art of Marketing” anhören, die ich mit Nina Schaffert aufngenommen habem. Sie ist Expertin für Weiterbildung  im Online Markting bei der Online-Education-Plattform XU.

 

Killen Daten die Kreativität?

Darauf gibt es weder ein klares “Ja” noch ein klares “Nein”. Daten sind im Online Marketing zwar das neue Öl, jedoch können Daten auch kreativ bearbeitet werden. 

Stichwort: Datenbasierte Kreativität

Im Internet gibt es eine unglaubliche Vielzahl an Daten, die riesige Potential für Kreativität bieten. Wichtig ist nur, dass sie richtig ausgelesen und interpretiert werden um in Anschluss kreativ zu werden.

 

“Future Marketing Skills 2025” – Die Studie

Was genau untersucht die Studie?

Da sich Marketing in den letzten Jahren durch die Digitalisierung rasant verändert hat, lag die Basis der Studie von XU und Horizont bei der Frage:  Welchen Herausforderungen müssen sich Unternehmen und Marketer im Zuge dieser Veränderung stellen und welche Fähigkeiten sind nötig, um diese Veränderung zu bewältigen?

Die Studie hat 1541 Fach- und Führungskräfte mithilfe einer Online-Befragung interviewed. Die Mehrheit der Befragten hat eine Führungsverantwortung und über die Hälft verbringt mehr als 50% ihrer Zeit mit Marketing-Aufgaben. 

Anschließend gab es noch Tiefeninterviews mit 83 Teilnehmer:innen aus verschiedenen Branchen wie z.B. Hotellerie, Marketing oder dem Einzelhandel.

Die komplette Studie zum nachlesen findest Du hier.

 

Wie ist der Stand in Deutschland?

In Deutschland ist noch viel Luft nach oben, das hat aber mit der schnellen Entwicklung des Online Marketings  zu tun. Es kommen jährlich neue Plattformen wie z.B. TikTok hinzu, die erstmal in den Marketing-Mix integriert werden müssen. Gerade für Marketer gilt hier lebenslanges Lernen, kontinuierlich dran bleiben und offen für Neues sein.

 

Spannende Erkenntnisse aus der Studie

Das wichtigste Erkenntnis der Studie ist zugleich auch das erschreckendste. Grundsätzlich haben alle Entscheider:inne ein klares Bild davon, welchen Herausforderungen sie trotzen müssen. Jedoch besteht eine riesige Kompetenzlücke zwischen Soll und Ist.  

Ein Großteil der Befragten will die Datenkompetenz in ihrem Unternehmen steigern, jedoch gehen nur 35% davon aus, dass sie fähig sind Daten richtig zu verstehen.

Genau sieht es bei anderen Feldern, wie z.B. der ganzheitlichen Kundenansprache aus. DIese hat bei 91% der Befragten eine hohe Bedeutung, aber nur 28% schätzen das Kompetenzniveau als gut bis sehr gut ein.

Warum gibt es diese Lücke? 

Meist sind kein Budget und keine Zeit die Knackpunkte wieso es nicht viel mehr Weiterbildung in Unternehmen gibt.

 

Worauf sollten sich Unternehmen noch mehr fokussieren?

Daten & Nutzer:innen: Marketing wird datengetriebener, deshalb muss genau in diese Fähigkeit investiert werden. Marketer müssen Daten  verstehen und deuten lernen, außerdem rückt das Erlebnis von Kund:innen und Nutzer:innen deutlich mehr in den Fokus. Ein Großteil der Kund:innen ist heutzutage im Internet unterwegs und will dort ebenfalls gut abgeholt werden.

Neue Technologien: Neuheiten wie Virtual Reality, NFTs oder Block-Chain, etc. bieten sehr viel neues Potential. Jedoch muss diese Technik auch verstanden werden und viele Kanäle können auch zur kompletten Überforderung führe. In der Vernetzung dieser steckt aber eine große Chance, deshalb ist es wichtig Multi-Channel-Marketing zu betreiben. 

 

Wie können “Digital Marketing Expert:innen” aufgebaut werden?

  • Upskilling: Investiere in die Weiterbildung Deiner eigenen Leute. Auf dem Markt gibt es nicht genügend Leute, um die nötigen Lücken zu füllen. Deshalb ist Upskilling eine der einfachsten Lösungen.
  • Reskilling: Schule Mitarbeiter:innen, die ein breites Online Marketing Know-How haben gezielt um und lasse sie eine gewissen Online-Marketing-Expertise entwickeln.
  • Attraktivität des Unternehmens: Investiere in Deine Mitarbeiterbindung, um Mitarbeiter:innen bei Dir zu halten. Stecke jedoch genauso viel Arbeit in Deine Arbeitgeberattraktivität und steigere diese um neue Talente auf dem Markt zu finden.

 

Automatisierung statt Human Resources?

Automatisierung sollte genutzt werden, aber nicht um Mitarbeiter:innen zu ersetzen. Setze Maschinen bzw. Automatisierung so ein, dass durch ihre Arbeit menschliche Ressourcen frei werden. Diese können dann Aufgaben übernehmen, die Maschinen nicht machen können.

 

Welche Fähigkeiten sehen andere Unternehmen als wichtig?

Spryker: Britta Agels von Spryker hält zwei zwei Skills für wichtig in der Zukunft:

  • Technisches Know-how, also ein grundlegendes Verständnis dafür, wie Webseiten, Apps, etc. funktionieren 
  • Empathie und Team Fit: Gute Ergebnisse kommen nicht nur von Know-how, sondern auch von guter Kommunikation.

Du willst mehr über Spryker erfahren? Dann kannst Du Dir hier die Podcast-Folge anhören, die ich mit Britta Agels aufgenommen habe.

T-Systems: Björn Radde ist der Meinung, dass das Verständnis über neue Technologien wie die Block Chain und künstliche Intelligenz enorm wichtig sind. Diese können genutzt werden, um Marketing besser zu machen.

 

Fazit

Der Umgang mit Daten ist nicht nur für Nerds bestimmt, jeder kann kreativ mit Daten umgehen, wenn das Verständnis vorhanden ist. Genau dieses Verständnis für Daten ist unheimlich wichtig im Online Marketing, jedoch gibt es in der Realität eine riesige Lücke und einen großen Entwicklungsdruck in Unternehmen. Oft fehlt Zeit und Geld, um in die Weiterbildung zu investieren. Durch Up- und Reskilling kannst Du in Deinem Unternehmen Lücken schließen und somit nicht den Anschluss verlieren. 

 

 

 

Robin Heintze

Robin ist Gründer und Geschäftsführer von morefire. Nach der Ausbildung zum Werbekaufmann und dem berufsbegleitenden Studium der Medienwirtschaft machte er sich mit morefiremedia selbstständig und leitet die Agentur nach der Fusion mit rankingCHECK auch weiter gemeinsam mit Marcel Becker und Tom Waniek. Seine große Leidenschaft sind emotionale Texte in Anzeigen und auf Landingpages. Seine Begeisterung für Texte und PPC Themen teilt er in Seminaren und Vorträgen leidenschaftlich mit.

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