Wachstum ohne Budget? – Mit Charme, Purpose und Passion zur Lovebrand 

“Die Leute kaufen nicht, was du tust, sie kaufen, warum du es tust” – Diesen Satz von Simon Sinek hast Du wahrscheinlich schon einmal irgendwo gehört. Und dieser Satz passt genau auf sogenannte Lovebrands.

Wie Du mit einer tollen Idee und dem richtigen Storytelling nachhaltig eine Marke aufbaust, das kannst Du hier nachlesen. 

Falls Du gerade unterwegs bist, kannst Du Dir hier, die Folge von “The Art of Marketing” anhören, die ich mit Theresa Offenbeck von kuchentratsch, aufgenommen habe.

Was genau macht kuchentratsch?

Kuchentratsch ist eine soziale Backstube in München, in der Senior:innen Kuchen und Kekse backen. Die Idee hinter dem Start-up ist, dass Omas und Opas neue Leute kennenlernen, aber auch Wertschätzung erfahren und sich etwas zur Rente dazuverdienen.

Diese Kuchen werden nicht nur an zahlreiche Cafes in München verkauft, sondern auch an Firmenkunden. 

Wie baut kuchentratsch Storytelling auf?

Im Kern stehen die Werte des Unternehmens, welche auf der Vision-Value-Purpose-Strategie aufgebaut sind. Fokussiert wird sich hier vor allem auf die Purpose, die bei Kuchentratsch “Leben lebenswerter machen” lautet. 

Dieses Motto ist nicht nur die Basis der Gründungsidee, sondern steckt heutzutage in allem was Kuchentratsch ausmacht. Angefangen beim Kuchen, über die Verpackung bis hin zum Kundenservice.

Emotionen sind ebenfalls ein wichtiger Aspekt des Unternehmens, denn Kuchen von Oma sind ein emotionales Thema. Jede:r verbindet Kuchen von Oma mit der eigenen Kindheit.

Wenn Du mehr zum Thema Storytelling erfahren willst, ist dieser Blogartikel der richtige für Dich.

Strategie oder Bauch?

Die beste Antwort auf diese Frage ist: Die Mischung machts.

Auf der einen Seite stand anfangs der Wissensaufbau, da das Team bei kuchentratsch ohne viel Wissen angefangen hat. Wichtig ist vor allem eine Wertebasis um zu definieren wofür das Unternehmen steht.

Denn: Wenn einmal Werte definiert sind, kann jede knifflige Frage schneller beantwortet werden. Außerdem strahlen Werte Klarheit und Sicherheit nach innen und außen auf.

Auf der anderen Seite steht hinter kuchentratsch ein junges Team, das mit Herzblut und Bauchgefühl für das Unternehmen arbeitet. Für Kund:innen soll es Spaß machen, in das kuchentratsch Universum einzutauchen. Die Marke erlebbar zu machen ist deshalb unabdingbar, durch z.B. Steckbriefe, guten Kundenservice etc..

Welche Marketing-Kanäle werden bespielt?

Crowdfunding: Angefangen hat kuchentratsch mit einer Crowdfunding-Kampagne. Diese gehört zwar nicht zu den klassischen Marketing-Instrumenten, war aber ein guter Aufhänger um Fans der ersten Stunde zu gewinnen. Diese werden immer noch als Feedback-Gruppe genutzt, wenn es um neue Produkte geht. 

Lokale Presse: Pressearbeit braucht zwar Personal, jedoch kaum Budget, das hat sich kuchentratsch zu Nutze gemacht. 

TV: Auftritte im Fernsehen sind ebenfalls ein starker Hebel, um auf Start-ups aufmerksam zu machen. Mit einer Storyline und Bildern von den Opas und Omas lässt sich wunderbar eine Geschichte erzählen, die Zuschauer:innen anspricht. 

Auch Sendungen wie “Die Höhle der Löwen” sind eine Möglichkeit, um deutschlandweit bekannt zu werden, diesen Weg ist auch Kuchentratsch gegangen. 

Wenn Du wissen willst, wie DHDL beim Erfolg helfen kann, dann ist diese Folge von “The Art of Marketing” mit Nils Glagau die richtige für Dich.

Permanente Marketingmaßnahmen bei kuchentratsch

Kuchentratsch ist auf den zahlreichen Social Media Kanälen sehr stark vertreten, vor allem auf Instagram. Im Bereich Social Media nutzt kuchentratsch auch Microinfluencer Marketing. Hier ist ein absoluter Werte-Fit unglaublich wichtig, um auf Augenhöhe zu arbeiten und richtig zu kommunizieren.

Ein anderer Kanal ist E-Mail-Marketing, besser gesagt Newsletter. Dieser wurde von Beginn an aufgebaut und ist auch heute noch ein effizientes Marketing Tool.

Wie werden Ideen priorisiert?

Prioritäten werden bei kuchentratsch auf Basis der Jahresplanung getroffen. Jeder Bereich hat hierbei eigene Prioritäten, die auf die Jahresziele einzahlen. 

Anhand einer Score Card werden die verschiedenen To-Do’s priorisiert, danach strukturiert. Vor allem bei vielen Ideen und einem kleinen Team ist das “Nein”-Sagen wichtig, obwohl das meist schwer fällt.

Jedoch bedarf ein kleines Team mehr Prioritäten, ansonsten geht der Fokus verloren, wenn zu vieles auf einmal in Angriff genommen wird.

Wie wichtig ist die Community für ein Unternehmen?

Crowdfunding war der Grundstein für die ersten Fans bei kuchentratsch. Diese sind nicht nur von Anfang an dabei, sondern werden ebenfalls aktiv mit in das Unternehmen eingebunden. 

Sie können neue Produkte als erste testen und geben Feedback und Input. Das ist nicht nur lehrreich, sondern bindet diese Fans noch mehr an das Unternehmen. Zudem sind treue Fans und eine gute Community und gute Markenbotschafter:innen. 

Um eine gute Community aufzubauen ist es von Unternehmensseite wichtig, regelmäßig Content zu veröffentlichen. Auf Social Media kannst Du Einblicke in den Alltag Deines Unternehmens geben. Mit diesen Eindrücken wirkt Dein Unternehmen menschlicher und bindet Kund:innen enger an Dich.

Fazit

Auch mit wenig Budget lässt sich ein Unternehmen aufbauen und das Wachstum steigern. Es ist zunächst wichtig, dass Du festlegst, für welche Werte Dein Unternehmen, Deine Brand steht. Denn so lassen sich zum einen knifflige Entscheidungsfragen schneller klären, zum anderen liefern Werte ein positives Bild nach außen.

Nutze Storytelling, um potentielle Kund:innen emotional abzuholen und Deine Werte spielerisch ins Marketing mit einzubinden. Binde Storytelling auf allen Kanälen wie Social Media, TV, etc. ein. Wichtig ist hier, dass Du authentisch bleibst.

Vor allem als Start-up oder kleines Unternehmen ist es wichtig, dass Ideen priorisiert werden. Zu viele Ideen und Umsetzungen auf einmal können dazu führen, dass der Fokus verloren geht.

Robin Heintze

Robin ist Gründer und Geschäftsführer von morefire. Nach der Ausbildung zum Werbekaufmann und dem berufsbegleitenden Studium der Medienwirtschaft machte er sich mit morefiremedia selbstständig und leitet die Agentur nach der Fusion mit rankingCHECK auch weiter gemeinsam mit Marcel Becker und Tom Waniek. Seine große Leidenschaft sind emotionale Texte in Anzeigen und auf Landingpages. Seine Begeisterung für Texte und PPC Themen teilt er in Seminaren und Vorträgen leidenschaftlich mit.

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