Ein Algorithmus ist eine endliche Abfolge von klar definierten Anweisungen, mit deren Hilfe ein Problem Schritt für Schritt gelöst wird. Algorithmen bilden die Grundlage nahezu aller digitalen Anwendungen – von einfachen Rechenoperationen bis hin zu komplexen Systemen wie Suchmaschinen, Social-Media-Plattformen oder künstlicher Intelligenz.
Auch im Alltag begegnen uns Algorithmen ständig. Ein Kochrezept, eine Navigationsanweisung im Auto oder eine Schritt-für-Schritt-Bauanleitung funktionieren nach demselben Prinzip: Eine strukturierte Abfolge von Handlungen führt zu einem definierten Ergebnis.
Ein Algorithmus sollte nicht nur korrekt, sondern auch effizient sein. Effizienz wird dabei vor allem anhand zweier Faktoren bewertet:
Laufzeiteffizienz – Wie schnell wird ein Problem gelöst?
Speichereffizienz – Wie viele Ressourcen (z. B. Arbeitsspeicher) werden benötigt?
Verschiedene Algorithmen, die dasselbe Problem lösen, lassen sich anhand dieser Kriterien miteinander vergleichen. Ziel ist es immer, die schnellste und ressourcenschonendste Lösung zu finden – insbesondere bei großen Datenmengen.
Weitere wichtige Eigenschaften eines Algorithmus sind:
Eindeutigkeit der Anweisungen
Endlichkeit (der Algorithmus muss terminieren)
Reproduzierbarkeit der Ergebnisse
Im Online-Marketing spielen Algorithmen vor allem in der Suchmaschinenoptimierung (SEO) eine zentrale Rolle. Suchmaschinen verwenden komplexe Ranking-Algorithmen, um Webseiten zu crawlen, zu analysieren, zu bewerten und in den Suchergebnissen zu sortieren.
Historisch bekannte Beispiele sind:
Page-Rank-Algorithmus – Bewertung von Seiten anhand ihrer Verlinkungsstruktur
HITS-Algorithmus – Unterscheidung zwischen „Authorities“ und „Hubs“
Diese Modelle bildeten die frühe theoretische Grundlage moderner Suchmaschinen. Heute bestehen die Google- und Bing-Algorithmen jedoch aus hunderten einzelner Ranking-Faktoren, darunter:
Relevanz des Inhalts
Suchintention
Nutzer:innen-Signale
Mobile-Optimierung
Strukturierte Daten
Inhaltsqualität und Aktualität
KI-gestützte Bewertungssysteme
Moderne Suchmaschinen-Algorithmen arbeiten heute stark mit Machine-Learning-Verfahren, wodurch sich Rankings dynamisch an Nutzer:innenverhalten und Inhalte anpassen.
Auch im Social-Media-Marketing spielen Algorithmen eine entscheidende Rolle. Plattformen wie:
TikTok
YouTube
nutzen eigene Algorithmen, um zu entscheiden, welche Inhalte Nutzer:innen im Newsfeed, in Stories oder auf der Explore-Seite angezeigt bekommen.
Bewertet werden dabei unter anderem:
Interaktionen (Likes, Kommentare, Shares)
Verweildauer
Video-Abspielraten
Profil-Interaktionen
Aktualität der Inhalte
Beziehung zwischen Absender:in und Nutzer:in
Dadurch wird gesteuert, welche Inhalte organisch Reichweite erhalten – und wie effektiv auch kommerzielle Beiträge ausgespielt werden.
Algorithmen steuern heute nahezu alle digitalen Marketing-Kanäle:
Suchmaschinen-Rankings
Social-Media-Reichweiten
Empfehlungslogiken
Personalisierte Inhalte
Werbeausspielung (Targeting & Bidding)
KI-basierte Prognosen
Für Unternehmen bedeutet das: Wer digitale Sichtbarkeit aufbauen will, muss algorithmische Systeme verstehen und strategisch nutzen.
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