All-in-one-Plattform oder Best-of-Breed? In dieser Episode geht es darum, wie Unternehmen heute ihre CRM-, ERP- und Marketing-Systeme sinnvoll aufbauen — und warum die beste Lösung selten pauschal beantwortet werden kann.
Gast: Patrick Schwarz, Senior Director Commercial Excellence & Marketing bei Calderys
Datum: 29.05.2026
Die B2B-Tool-Landschaft bewegt sich seit Jahren zwischen zwei Ansätzen: möglichst umfassenden All-in-one-Plattformen wie SAP, Salesforce oder HubSpot und sogenannten Best-of-Breed-Lösungen, bei denen Unternehmen für einzelne Anwendungsfälle spezialisierte Tools einsetzen. Während große Unternehmen meist auf etablierte Plattformen setzen, gewinnen spezialisierte Lösungen besonders in Bereichen wie Sales Enablement, Field Service oder Vertriebscoaching zunehmend an Bedeutung.
Ein entscheidender Faktor bei der Auswahl neuer Systeme sind bestehende Strukturen. Viele Unternehmen verfügen bereits über komplexe ERP- und CRM-Landschaften, die tief in Prozesse und Daten integriert sind. Dadurch entstehen starke Lock-in-Effekte: Ein Wechsel verursacht nicht nur hohe Kosten, sondern bringt auch Risiken und enormen organisatorischen Aufwand mit sich.
Deshalb sollte vor jeder Tool-Entscheidung zunächst analysiert werden, wie digitalisiert Prozesse und Daten überhaupt sind und welche Systeme bereits im Einsatz sind. Erst danach lässt sich sinnvoll bewerten, ob bestehende Plattformen erweitert werden sollten oder spezialisierte Lösungen echten Mehrwert liefern.
Wichtig ist außerdem, Integrationen nicht nur auf Präsentationen zu beurteilen. APIs und Schnittstellen allein garantieren noch keine funktionierende Zusammenarbeit zwischen Tools. Entscheidend ist, wie sauber Prozesse und Daten in der Praxis tatsächlich zusammenspielen.
Die zentrale Erkenntnis der Episode: Es gibt keine pauschal richtige Tool-Strategie. Erfolgreich ist am Ende die Lösung, die zu den eigenen Prozessen, Anforderungen und Ressourcen passt.
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