„Technologie allein schafft noch keine Kundenbindung.“ – In dieser Folge geht es um den Reality Check zwischen KI-Hype, Marketing-Clouds und der tatsächlichen CRM-Realität in Unternehmen.
Gast: Nico Zorn, Geschäftsführer bei saphiron GmbH
Datum: 22.05.2026
CRM und E-Mail-Marketing gelten seit Jahren als zentrale Disziplinen im digitalen Marketing. Trotzdem zeigt der Reality Check 2026, dass viele Unternehmen noch erstaunlich weit von einer professionellen Umsetzung entfernt sind. Während auf LinkedIn über KI-Agenten, Hyperpersonalisierung und automatisierte Customer Journeys diskutiert wird, kämpfen viele Unternehmen im Alltag noch mit CSV-Exports, schlecht integrierten Tools und Newslettern ohne klare Strategie.
Besonders kritisch ist die Tatsache, dass viele Unternehmen nicht einmal die Grundlagen sauber umgesetzt haben. Newsletter-Anmeldeseiten kommunizieren oft keinen echten Nutzen, Welcome-Strecken fehlen komplett und Personalisierung beschränkt sich häufig noch immer auf Vorname und Nachname. Gleichzeitig bleiben enorme Potenziale im Bereich Kundenbindung, Reaktivierung und Cross-Selling ungenutzt.
Unternehmen sollten sich daher zunächst auf einen klaren Use Case konzentrieren. Das kann beispielsweise die Reaktivierung inaktiver Kund:innen, die Verbesserung des Customer Lifetime Values oder der Aufbau einer Welcome-Strecke sein. Kleine, konkrete Verbesserungen erzeugen oft deutlich mehr Wirkung als komplexe Automatisierungsprojekte.
Eine wichtige Rolle nimmt dabei zunehmend KI ein, etwa bei dem Erstellen von Varianten für A/B-Tests, Content-Entwürfen oder Automationen. Trotzdem bleibt strategische und kreative Arbeit weiterhin entscheidend. Gute Kampagnen entstehen nicht nur durch Algorithmen, sondern durch Storytelling, relevante Inhalte und ein tiefes Verständnis der Zielgruppe.
CRM ist keine Technologie, sondern eine strategische Disziplin. Es geht darum, Kundenbeziehungen systematisch aufzubauen, weiterzuentwickeln und profitabler zu machen. E-Mail-Marketing ist dabei nach wie vor eines der wirkungsvollsten Werkzeuge – vorausgesetzt, Unternehmen nutzen die vorhandenen Möglichkeiten konsequent.
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