KI verändert Marketing, Arbeitswelt und Sichtbarkeit im Netz. Aber vieles, was aktuell als „Trend“ verkauft wird, ist eher Hype als Strategie. In dieser Solo-Folge ordnet Robin Heintze die wichtigsten Entwicklungen aus dem letzten Monat ein, von KI-Kompetenzen im Job über AI-Visibility bis hin zu Corporate Influencern.
Datum: 06.03.2026
In dieser Solo-Folge geht es um wichtige Entwicklungen rund um Marketing und KI im vergangenen Monat. Ein wichtiges Thema ist der zunehmende Druck zur Nutzung von KI im Arbeitsalltag. KI-Kompetenz wird zu einer grundlegenden Fähigkeit, vergleichbar mit Excel oder dem Internet früher. Die Herausforderung besteht dabei weniger in der Einführung neuer Tools als vielmehr darin, das Verhalten von Mitarbeitenden nachhaltig zu verändern.
Auch Marketing-Events stehen zur Diskussion. Viele Menschen planen ihre Weiterbildung sehr kurzfristig und buchen Tickets erst kurz vor Veranstaltungen. Das erschwert Veranstaltern die Planung und zeigt eine mangelnde Wertschätzung gegenüber Events, die oft mit viel Leidenschaft organisiert werden. Weiterbildung sollte daher bewusst geplant werden, indem ein bis zwei wichtige Events pro Jahr frühzeitig fest eingeplant werden.
Im Bereich KI-Sichtbarkeit zeigt eine Studie von Rand Fishkin und Patrick O’Donnell, dass Antworten von KI-Systemen wie ChatGPT oder Claude stark variieren. Markenlisten und Reihenfolgen unterscheiden sich bei identischen Prompts häufig, und identische Ergebnisse treten nur sehr selten auf. Sinnvoll ist es, die Häufigkeit von Markenerwähnungen und den Share of Voice zu analysieren, um ein realistisches Bild der eigenen Sichtbarkeit in KI-Systemen zu erhalten.
Ein weiteres Thema ist die Rolle von Mensch und KI im Marketing. KI überzeugt vor allem bei Geschwindigkeit und Menge der Inhalte. Für Standardtexte und erste Entwürfe liefert sie schnell solide Ergebnisse. Bei emotionaler, strategischer oder markenrelevanter Kommunikation bleibt jedoch der Mensch entscheidend. Faktoren wie Tonalität, Haltung, Kontextverständnis und Verantwortung lassen sich derzeit nicht vollständig automatisieren.
Abschließend geht es um Corporate-Influencer-Programme. Wichtig ist, nicht nur Reichweite oder Likes zu messen, sondern konkrete Business-Signale wie Vertrauen, Bewerbungen oder Gespräche mit Entscheider:innen. Entscheidend für den Erfolg ist vor allem eine hohe Identifikation der Beteiligten mit dem Unternehmen. Corporate Influencer sind daher weniger ein Social-Media-Projekt als vielmehr ein strategisches Kulturthema mit Marketingwirkung.
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