„KI wird den Menschen nicht ersetzen. Aber der Mensch mit KI wird den Menschen ohne KI ersetzen.“ Im Podcast mit Andrea Hartmair sprechen wir darüber, wo künstliche Intelligenz im Marketing wirklich stark ist und warum es ausgerechnet bei Emotion, Positionierung und Krisenkommunikation den Menschen mehr denn je braucht.
Gast: Andrea Hartmair, CEO & Founder von WORT+MARKE
Datum: 20.02.2026
LLMs liefern in Sekundenschnelle solide Ergebnisse. Für Standardtexte, interne Kommunikation oder erste Entwürfe sind sie effizient und hilfreich. Sie strukturieren Inhalte, schlagen Formulierungen vor und können Prozesse beschleunigen. Doch sobald Kommunikation emotional, strategisch oder reputationsrelevant wird, zeigen sich Grenzen. Wiederholungen, generische Wortwahl, fehlendes Gespür für Tonalität und Kontext. KI kann Muster erkennen, aber keine Verantwortung übernehmen und keine echten Emotionen empfinden.
Gerade bei Markenkommunikation entscheidet jedoch das „Wie“ über den Erfolg. Eine klare Positionierung ist die Grundlage dafür, dass Inhalte unverwechselbar wirken. Ohne strategische Schärfe produziert auch die beste KI nur austauschbaren Content. Das gilt insbesondere für Personal Brands auf LinkedIn oder in der Unternehmenskommunikation. Wer sich nicht klar positioniert, wird beliebig, mit oder ohne KI.
Besonders sensibel ist der Einsatz bei Krisenkommunikation. Hier geht es nicht nur um korrekte Formulierungen, sondern um Timing, Empathie, Verantwortung und Fingerspitzengefühl. KI kann Impulse geben oder auf mögliche Fallstricke hinweisen, doch das finale Urteil und die Verantwortung müssen beim Menschen bleiben.
Auch im Tool-Dschungel zeigt sich: Nicht die Menge entscheidet, sondern die sinnvolle Integration. Wer sich strategisch auf wenige Systeme konzentriert, arbeitet effizienter. Entscheidend ist nicht, welches Tool genutzt wird, sondern wie bewusst es eingesetzt wird.
Das Fazit: KI wird den Menschen nicht ersetzen. Aber Menschen, die KI intelligent nutzen, werden sich durchsetzen. Sie gewinnen Zeit für das, was wirklich zählt. Positionierung, strategische Entscheidungen, emotionale Tiefe und kommunikative Exzellenz. Marketing 2026 braucht beides: technologische Effizienz und menschliche Haltung.
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