Cover vom Marketing on fire Podcast mit Robin Heintze und Sabrina Nees

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Über die Folge

Darum geht es in dieser Ausgabe unseres Podcasts

„Eine Love Brand ist für mich eine Marke, die über das Rationale hinausgeht.“ Doch wie wird so eine Marke aufgebaut? Sabrina Nees von Störtebekker erklärt in dieser Folge, wie Personal Branding, Community und echte Kundennähe zusammenwirken, um aus einer D2C-Marke eine Love Brand zu machen.

Gast: Sabrina Nees, Teamlead Brand bei Störtebekker 

Datum: 20.03.2026

Zusammenfassung

Der Aufbau einer sogenannten „Love Brand“ beginnt mit einer klaren Definition dessen, was eine Marke für Menschen wirklich bedeutungsvoll macht. Neben Qualität und Funktion spielen emotionale Faktoren eine entscheidende Rolle: Vertrauen, ein gutes Gefühl bei der Nutzung sowie eine Community, die sich mit der Marke identifiziert und mit ihr interagiert. Genau diese Verbindung aus rationalem Nutzen und emotionaler Bindung ist der Kern einer Love Brand.

Störtebekker startete ursprünglich als Marke für Rasurprodukte, hat sich jedoch Schritt für Schritt zu einer ganzheitlichen Männerpflegemarke weiterentwickelt. Ziel ist es, den gesamten Pflegebereich im Badezimmer abzudecken – von Rasur über Haarpflege bis zu weiteren Produkten für das persönliche Wohlbefinden. 

Ein zentraler Bestandteil der Markenstrategie ist Personal Branding auf LinkedIn. Anders als klassische Marketingkanäle dient LinkedIn hier nicht primär dem direkten Verkauf, sondern dem Aufbau von Bekanntheit. Deshalb setzt Störtebekker bewusst auf sichtbare Persönlichkeiten: Gründer, CEO und mehrere Corporate Influencer teilen Einblicke, Meinungen und Erfahrungen.

Ein wichtiger Aspekt der Strategie ist, Branding nicht als Gegensatz zu Performance Marketing zu verstehen. Stattdessen werden auch Branding-Maßnahmen datengetrieben betrachtet. Das Team analysiert beispielsweise das Verhältnis von Neukund:innen zu Bestandskund:innen, Social-Media-Reichweiten, Followerwachstum oder Conversion-Entwicklungen über verschiedene Kanäle. Zusätzlich wurde ein systematisches Brand-Tracking aufgebaut, bei dem Kund:innen nach dem Kauf befragt werden, wie sie die Marke wahrnehmen und mit welchen Eigenschaften sie sie verbinden.

Ein besonders wertvolles Projekt war die Durchführung von Kundeninterviews. Dafür wurden jeweils 50 bis 100 Kund:innen per E-Mail angeschrieben und zu Videogesprächen eingeladen. In diesen Gesprächen ging es darum, ein tieferes Verständnis für die Zielgruppe zu entwickeln: Wer sind die Kund:innen? Warum kaufen sie die Produkte? Welche Erwartungen haben sie und wie nutzen sie die Produkte im Alltag? 

Bei den Marketingkanälen verfolgt Störtebekker eine klare Aufteilung. Für die Neukundengewinnung spielen Performance-Kanäle wie Meta Ads eine wichtige Rolle. Für die Bindung von Bestandskund:innen setzt das Unternehmen stark auf CRM-Maßnahmen wie E-Mail-Marketing, WhatsApp-Kommunikation und sogar Print-Mailings. Ergänzt wird dies durch Social Media, Community-Aufbau und Kooperationen mit Creators und Experten aus der Barber-Szene.

Kapitel

  • 00:00 Einführung ins Thema
  • 03:12 Die Entwicklung von Störtebäcker als Männerpflegemarke
  • 05:55 Die Rolle von LinkedIn im Branding-Prozess
  • 08:57 Branding und Performance Marketing im Einklang
  • 14:57 Reflexion über die ersten 12 Monate bei Störtebäcker
  • 19:31 Rebranding und Produktentwicklung
  • 23:18 Corporate Influencer und Personal Branding
  • 26:07 Strategien für Neukundengewinnung und Kundenbindung
  • 36:49 Zukunftsausblick und nächste Schritte

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