Employer Branding - Was steckt hinter dem Begriff?

Employer Branding – Was steckt hinter dem Begriff und exklusive Praxistipps von uns bei morefire

“Arbeiten in einer Agentur” – Für die meisten gehen damit einige Klischees einher. Angefangen bei unbezahlten Praktika, über endlose Überstunden ohne einen Freizeit-Ausgleich, wilde Party-Nächte und ein Hund im Büro darf natürlich auch nicht fehlen.

Für morefire als Arbeitgeber ist dies zentraler Dreh- und Angelpunkt. Wir sind eine Agentur, möchten allerdings mit ganz anderen Attributen assoziiert werden. Beispielsweise Vertrauensarbeitszeit ohne endlose Überstunden, flexible Arbeitszeitmodelle, ausgeglichene Work-Life-Balance oder Homeoffice.

Kurz gesagt: Fokus auf den individuellen Mitarbeiter und dessen Bedürfnisse.

Um dafür wahrgenommen zu werden, arbeiten wir stetig an unserem Employer Branding. Wir möchten Dir hier grundsätzliche Informationen mitgeben und Eindrücke und Insights ermöglichen. Diese zeigen Dir, wie wir bei morefire mit dem Thema Employer Branding umgehen. Die schnöde Theorie wird mit zahlreichen Praxistipps für Dich gespickt, sodass Du direkt beim Lesen ein paar Impulse zur Umsetzung bekommst.

Aber fangen wir zunächst vorne an 🙂

Was ist Employer Branding?

Unter Employer Branding verstehen wir die strategische Ausrichtung, mit der wir morefire als attraktive Arbeitgebermarke mit seinen Stärken, sowohl intern als auch extern, positionieren. Es ist somit ein fester Bestandteil unserer gesamten Marken- & Unternehmensstrategie. 

Dabei verstehen wir Employer Branding mehr als fortwährenden Prozess, um uns langfristig zu positionieren. Wir wollen unseren Mitarbeitern eine Orientierung zu geben, worauf sie sich bei morefire verlassen können. Zudem wollen wir Transparenz und Informationsmöglichkeiten für potenzielle Bewerber schaffen und uns gezielt von der Konkurrenz abzuheben.

Doch die Strategie soll nicht nur auf dem Papier, unserer Website oder Social-Media-Kanälen schön aussehen und nett klingen. Daher muss unser Handeln diese Strategie untermauern und authentisch über alle Ebenen hinweg gelebt werden.

Zielgruppendefinition

Wen sprechen wir an? Mit welchem Ziel?

Die Suche nach dem richtigen Kandidaten, der lange bleibt.

Um unsere Employer Branding Maßnahmen zielgerichtet zu steuern, haben wir zwei wesentliche Zielgruppen für uns definiert:

  • Nach außen = Ansprache & Recruiting potenzieller Mitarbeiter
  • Nach Innen = Mitarbeiterbindung & eigene Mitarbeiter als Markenbotschafter

Gerade die Bindung unserer eigenen Mitarbeiter steht bei uns im Fokus. Wir sind fest davon überzeugt, dass zufriedene Mitarbeiter eine Strahlkraft nach außen haben. Somit sorgen sie für ein authentisches, mit Leben gefülltes, Bild der morefire Marke sorgen. Wir schlagen also zwei Fliegen mit einer Klappe.

Employer Branding bei morefire – Die Arbeitgebermarke aufbauen und stärken –  mit dem SEE-THINK-DO-CARE-Modell

Beim Employer Branding reicht es nicht punktuell an einigen Themen zu arbeiten. Es ist wichtig, dass alles aus einem Guss und in sich stimmig ist.

Wir arbeiten bei morefire dem SEE-THINK-DO-CARE-Modell, mit dem wir auch bei unseren Online-Marketing-Strategien erfolgreich sind. Das hilft uns entsprechende Maßnahmen für die einzelnen Touchpoints zu definieren, eine entsprechende Message zu formulieren und sicherzustellen, dass wir an alles gedacht haben.

Zur Veranschaulichung stellen wir Dir unseren potenziellen Bewerber Max Morefire zur Seite. Er wird die gemeinsamen Phasen des Funnels mit Dir durchlaufen.

 

Vorbereitung – Planung – Strategie 

Wir gehen jetzt davon aus, dass Du einen Handlungsbedarf im Bereich Employer Branding für Dich erkannt hast. Als Grundlage für Deine Maßnahmen-Planung musst Du zunächst Deine Strategie und Deine Ziele festgelegt haben. Dazu solltest Du für Dich folgende Fragen beantwortet haben.

  • Was ist Dein Werte-Versprechen an bestehende und zukünftige Mitarbeiter?
  • Was bietest Du, was andere nicht bieten?
  • Wofür möchtest Du am Markt wahrgenommen werden? 
  • Wofür nicht?

Neben den Zielen ist es wichtig die Zielgruppe zu definieren. Somit kommst Du nicht vom Weg ab oder verlierst Dich in den Weiten der Möglichkeiten. Dazu solltest Du folgende Fragen für Dich beantworten:

  • Wen möchtest Du mit welchem Inhalt erreichen?
  • Hast Du verschiedene Persona, die Deine Zielgruppen abbilden, erstellt?

Mit dieser Phase hatte Max erstmal nicht viel am Hut. Erst jetzt wird Dein Unternehmen für ihn sichtbar.

 

1. SEE-Phase | Wahrnehmung und Aufmerksamkeit

In der SEE-Phase geht es darum Max’ Wahrnehmung zu erlangen. Finde heraus, wo Du Max antreffen und wie Du ihn auf Dich aufmerksam machen kannst.

Als Erstes denkst Du sicherlich an die sozialen Medien, die ein möglicher Touchpoint sein könnten. Neben Facebook und Co. gewinnen die Business-Portale, wie LinkedIn oder Xing zunehmend an Bedeutung. Hier hast Du die Möglichkeit über relevanten Content, Gruppenbeiträge und Aktivität in Kommentaren oder Verlinkungen auf Dein Unternehmen aufmerksam zu machen.

Beachte in dieser Phase, dass Max Dich unter Umständen noch nicht kennt, also nicht von alleine nach Dir suchen wird. Durch bezahlte Werbung, bspw. auf den genannten Portalen, könntest Du trotzdem auf seinem Radar erscheinen.

Neben Social Media gibt es viele weitere, auch nicht-virtuelle, Touchpoints, die einen ersten Kontakt ermöglichen. Bei morefire sind das zum Beispiel Speaker-Slots und Teilnahmen an Konferenzen. Zudem unsere eigenen morefire Events und Webinare, bei denen wir potenzielle Mitarbeiter auf uns aufmerksam machen können.

Unsere Message der SEE-Phase: 

Wir sind morefire – brennen für Online Marketing und sind immer auf der Suche nach neuen, motivierten Teammitgliedern, die Lust haben uns tatkräftig zu unterstützen.

 

2. THINK-Phase | Engagement und Informationsbeschaffung

Max hat Dich (idealerweise) gleich an mehreren Stellen wahrgenommen und möchte mehr über Dich erfahren – wir befinden uns in der THINK-Phase.

In den meisten Fällen wird Max zunächst Deine Website besuchen. Dort wird er sich nach Stellen und nach weiteren Inhalten umschauen, die es ihm ermöglichen seinen ersten Eindruck von Dir als Arbeitgeber zu schärfen. Neben den offenen Stellen, teilen wir auf unserer Webseite u. a. die morefire-Werte und verraten, auf welche Benefits sich Mitarbeiter freuen können.

Für einen Einblick hinter die Kulissen eignen sich auch die genannten Social-Media-Portale. Hier teilen wir bei morefire regelmäßig Informationen über unseren Agenturalltag, stellen Mitarbeiter mit Ihren Persönlichkeiten und Rollen vor, teilen Eindrücke von Teambuilding Events und nutzen die Möglichkeit über Videos mehr Insights zur Verfügung zu stellen und einen Eindruck vom Arbeiten bei morefire zu vermitteln.

Immer mehr an Bedeutung gewinnen die Employer Branding Profile wie kununu, glassdoor usw. Hier geht es darum, einen genaueren Eindruck von Dir als Arbeitgeber zu bekommen, der nicht von Dir gesteuert wird. Diese Portale leben von Mitarbeiter-Bewertungen, die Auskunft darüber geben, wie es hinter den Kulissen aussieht.

Und zu guter Letzt bleibt natürlich der persönliche Kontakt, bei denen Max Dich und Dein Team erleben kann, bspw. Messen o.ä.

Unsere Message der THINK-Phase:

So sieht der Agenturalltag bei morefire aus, so agiert morefire als Arbeitgeber und so sehen unsere Mitarbeiter das Arbeiten bei morefire. Wenn auch Du ein Teil von morefire werden möchtest erhältst Du hier alle wichtigen Infos.

 

3. DO-Phase | Bewerbungsphase und Onboarding 

Max hat seinen Entschluss gefasst. Er möchte für Dich arbeiten und hat eine aussagekräftige Bewerbung verfasst, die er gerne an Dich übermitteln möchte. Er befindet sich in der DO-Phase.

In dieser Phase ist es besonders wichtig, dass Du Dir den direkten Einfluss auf die Außen- bzw. Markenwahrnehmung bewusst machst, da Du in direktem Kontakt mit dem Gegenüber stehst. Marketing und HR müssen gut ineinander greifen und idealerweise einen gemeinsamen roten Faden haben. Dieser wird sowohl durch das Wording als auch durch den Umgang mit dem Bewerber einheitlich durch den gesamten Prozess definiert.

Max hat seine Bewerbung geschickt und ab dem Zeitpunkt der Übermittlung kannst Du über einen definierten Bewerbungsprozess die einzelnen Touchpoints und Ansprachen festlegen. Idealerweise holst Du den Bewerber mit der Eingangsbestätigung dazu ab, wie es weitergeht und was ihn auf seiner Reise mit Dir erwartet. Die DO-Phase umfasst somit alle Schritte von der Eingangsbestätigung, über die Vorstellungsgespräche bis zum postalischen Erhalt des Vertrags oder einer Übermittlung der Absage.

Unsere Message der DO-Phase:

Schön, dass Du da bist. Danke für Dein Interesse an morefire. Wir schätzen Dich und Deine Zeit und begegnen uns auf Augenhöhe.

 

4. CARE-Phase | Mitarbeiterbindung

Max hat den unterschriebenen Vertrag zurückgeschickt und fiebert nun seinem ersten Tag entgegen – es geht in die CARE-Phase.

In dieser Phase dreht sich alles um die bestehenden Mitarbeiter und deren Bindung. Jetzt also auch um Max.

Es gilt Maßnahmen zu definieren, welche die Umsetzung Deines “Versprechens” an Max sicherstellen und ihn möglichst langfristig an Dein Unternehmen zu binden. Das können feste, wiederkehrende Maßnahmen sein, aber auch einzelne Aktionen, die für frischen Wind in der Arbeitnehmer und -geber Beziehung sorgen.

Bei morefire haben wir einen Onboarding-Prozess etabliert, der anschließend in regelmäßige Feedback-Gespräche übergeht und so den kontinuierlichen Austausch und die Weiterentwicklung jedes Mitarbeiters sicherstellt. Mitarbeiterumfragen, die die Happiness der Mitarbeiter messen und Feedback einholen an welchen Stellen wir noch besser werden können. Unterschiedlichste Benefits wie z.B. ein Jobticket, Möglichkeit des mobilen Arbeitens, Urban Sports Club, monatliche Massagen bei der Physio im Haus u.v.m zahlen positiv auf unsere Mitarbeiterbindung ein.

Unsere Message in der CARE-Phase:

Ihr seid unsere wertvollste Ressource – wir möchten dass es euch gut geht.

“Man sieht sich immer 2x im Leben” – Offboarding & Umgang mit Absagen

Sollten Max und Du wider erwarten doch irgendwann getrennte Wege gehen, dann fällt auch das Offboarding in die CARE-Phase. Hierzu zählt auch der Prozess und Umgang mit Bewerbern, für die Du Dich nicht entscheidest, schließlich sieht man sich immer zweimal im Leben.

Vielleicht etablierst Du einen Talentpool für Kandidaten, die es im aktuellen Recruitingverfahren “nicht geschafft haben”, aber grundsätzlich interessant für Dich wären. Wir laden ehemalige Mitarbeiter zum Beispiel zu Sommerfesten oder anderen Events  ein. So bleibt die Möglichkeit in Kontakt zu bleiben bestehen und das positive Verhältnis wird aufrecht erhalten.

Neben den hier genannten Möglichkeiten gibt es noch diverse weitere Personal-Marketing-Maßnahmen für jede Phase. Die kannst Du bei Dir im Unternehmen umsetzen , um Mitarbeiter zu finden, zu binden und dich als Arbeitgeber weiterzuentwickeln.

Employer Branding ist ein großes Feld, das mit seinen unterschiedlichsten Facetten mit Leben gefüllt werden muss. Nur so bleibst Du als Arbeitgeber am Puls der Zeit.

Was machst Du schon in Deinem auf dem Gebiet? Was funktioniert super und wird deshalb ausgebaut? Was fällt Dir schwer? Lass uns gerne daran teilhaben oder gib uns gerne Rückmeldung, wie Du das Employer Branding von morefire wahrnimmst.

Kontakt

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Dann sollten wir uns mal unterhalten. Denn vielleicht können wir Dir hierbei (oder bei einem anderen Online-Marketing-Thema) helfen. Vereinbare jetzt ein unverbindliches Beratungsgespräch mit einem unserer qualifizierten Employer-Branding-Experten.

Marcel Becker
Geschäftsführer