Podcast Cover mit Robin Heintze und Kristin Kiel

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Über die Folge

Darum geht es in dieser Ausgabe unseres Podcasts

Barrierefreiheit im Web – ein Thema, das oft unterschätzt wird, aber riesiges Potenzial bietet! Ab Juni 2025 müssen viele Unternehmen gesetzliche Vorgaben erfüllen, doch der Mehrwert geht weit darüber hinaus: bessere Usability, höhere Conversion-Rates und eine stärkere Markenwahrnehmung. Wie Du Deine Website barrierefrei gestaltest, welche Tools helfen und warum das Ganze auch ein SEO-Boost sein kann – all das erfährst Du in dieser Folge!

Gast: Kristin Kiel, Projectmanager & Consultant Conversion Rate Optimierung & UX bei morefire

Datum: 21.03.2025

Zusammenfassung

Barrierefreiheit im Web ist nicht nur eine gesetzliche Vorgabe, sondern bietet Unternehmen auch viele Vorteile – von einem besseren Image über Weiterempfehlungen in inklusiven Communities bis hin zu einer verbesserten Usability für alle Nutzer:innen.

Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) betrifft ab diesem Jahr alle B2C-Unternehmen mit digitalen Angeboten wie Websites, Onlineshops und Apps. Während kleinere Unternehmen unter bestimmten Umsatz- und Mitarbeitergrenzen ausgenommen sind, wird eine zukünftige Frist für den B2B-Bereich erwartet. Verstöße gegen die Vorgaben können mit Strafen von bis zu 100.000 Euro geahndet werden.

Barrierefreiheit betrifft alle Aspekte einer Website:

  • Design: Klare Kontraste, Berücksichtigung von Farbenblindheit und Symbolik, keine rein visuelle Interaktion.
  • Text: Einfache Sprache, verständliche Inhalte, alternative Darstellungsoptionen.
  • Code: Strukturierte Inhalte mit ARIA-Labels, Alt-Tags, sauberer HTML-Hierarchie – vieles davon sind auch SEO-Basics.

Oft wird die Kaufkraft von Menschen mit Einschränkungen unterschätzt, obwohl 61 % von ihnen das Internet bevorzugen. Barrierefreiheit ist daher auch eine wirtschaftliche Chance, die sich mit SEO- und UX-Maßnahmen oft kostengünstig umsetzen lässt. Unternehmen sollten die Zugänglichkeit mit Tools wie WAVE testen, verschiedene Geräte und Screenreader nutzen und Expert:innen einbeziehen.

Fazit: Wer frühzeitig auf Barrierefreiheit setzt, erfüllt nicht nur gesetzliche Anforderungen, sondern steigert auch Reichweite, Conversion-Rates und Kundenzufriedenheit.

 

Kapitel

  • 00:00 Einleitung
  • 00:59 Studie von Forrester 
  • 02:22 Warum wird nicht barrierefrei gearbeitet?
  • 03:29 Wer ist betroffen & was muss gemacht werden?
  • 06:43 Wie viele Menschen sind betroffen?
  • 08:30 Welche Strafen gibt es?
  • 10:05 Worauf solltest Du achten?
  • 19:40 Warum ist ein Gesetz notwendig?
  • 22:20 Welche Argumente gibt es für die Führungsebene?
  • 23:49 Tools & Rechtssicherheit
  • 27:15 Wie sieht der Prozess aus?
  • 29:55 Zusammenfassung

Folge 276 – Marketing und Sales

 

Barrierefreiheit: Wie Du zu besseren Conversion Rates gezwungen wirst

Sprecher:

  • Robin: Moderator (Robin Heintze)
  • Henning: Gast (Kristin Kiel)

 

Robin Heintze: „Mehr Feuer für dein Online Marketing mit Marketing on Fire.“

 

Robin Heintze: „$1 Investment in einen barrierefreien Onlineshop bringen 100 $ mehr Umsatz. Das sagt zumindest eine Forrester Research Studie aus dem Jahr 2022. In Barrierefreiheit zu investieren ist offensichtlich wirtschaftlich sinnvoll und dazu demnächst auch noch vorgeschrieben. Was du wissen musst, wie du vorgehen solltest und wie du vor allem auch davon profitierst, das erfährst du jetzt.“

 

Robin Heintze: „Liebe Hörerinnen, liebe Hörer, ich bin Robin Heintze, Mitgründer und Geschäftsführer der Online Marketing Agentur morefire. Bei mir ist heute meine geschätzte Kollegin Christine. Christine ist bei uns eine totale Expertin für die Themen UX und vor allem auch das Thema Accessibility, also Barrierefreiheit. So, liebe Christine, schön, dass du bei mir bist.“

 

Kristin Kiel: „Ja, ich freue mich auch.“

 

Robin Heintze: „So Christine, du hast die Zahlen von Forrester gerade gehört, du kennst sie, sie sind dir nicht neu. Überraschen sie dich?“

 

Kristin Kiel: „Tatsächlich nicht. Also, es gibt ja auch eine Capterra Studie, eine relativ aktuelle, die sagt, dass 38 % der Unternehmen, die Accessibility eingeführt haben, auf jeden Fall einen Uplift hatten im Umsatz und wenn ich jetzt dran denke, wie viele Leute das betrifft, wie gerne die Dinge online tun, überrascht es mich gar nicht. Allerdings haben wir natürlich auch noch Nebeneffekte, die da auch noch ein bisschen mit reinspielen. Also, wir haben natürlich den ganzen, das ganze Thema Weiterempfehlung, was eine sehr, sehr große Rolle spielt in der Community, dann haben wir einen Image-Uplift, wir haben natürlich einfach einen positiven Effekt aufs Image, wir haben positiven Effekt auf die Menschen, die behinderten Menschen helfen beim Einkaufen, auch auf die hat das einen positiven Effekt und ja, ist natürlich einfach grundsätzlich ein gutes Thema und ja, bessere Usability kommt ja meistens auch noch bei raus und dass das einen guten Effekt hat auf Umsatz, wissen wir ja auch.“

 

Robin Heintze: „Also mein Eindruck war immer nämlich so, dieses Thema eigentlich Accessibility, das ist immer so ein bisschen so das Stiefkind gewesen und wie man auf Branchenveranstaltungen ist, ja, da geht man halt rein, wenn man sich schon, wenn man muss, aber nicht irgendwie, weil es total fancy ist. Gleichzeitig es verbessert ja offensichtlich nicht nur die Usability und damit Usability verbessern, weil nicht nur, weil wir Menschenfreunde sind, sondern einfach, weil wir auch mehr Umsatz machen wollen. Aber eigentlich ist es totaler Nobrainer in in sag ich mal, Barrierefreiheit zu investieren, weil nicht nur Leute mit Einschränkungen haben ja Vorteile davon, sondern alle.“

 

Kristin Kiel: „Ja, das stimmt.“

 

Robin Heintze: „Warum wird’s trotzdem nicht gemacht?“

 

Kristin Kiel: „Ja, gute Frage. Wahrscheinlich ist das vielen nicht so klar.“

 

Robin Heintze: „Da muss erst das eins der deutschesten Wörter, war ich glaube ich, in unserer Branche kommen, nämlich das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz, so.“

 

Kristin Kiel: „Ja.“

 

Robin Heintze: „Würde, also ich meine, das Wort Barrierefreiheitsstärkungsgesetz ist an sich schon nicht gerade Barrierefrei, finde ich als Wort, oder ist mal so am Rande, oder?“

 

Kristin Kiel: „Ja, ordnet sich auf jeden Fall ein bei Behindertengleichstellungsgesetz und auch bei der Achtung, Barrierefreie Informationstechnikverordnung, die auch auf dieses Thema einzahlen. Ja, ist halt das wieder wie ein Deutscher Begriff, ist natürlich jetzt tatsächlich nur eins Gesetz von vielen in Europa, denn beruht ja auf einer EU-Verordnung und jedes Land setzt das jetzt eben irgendwie um und das ist das in Deutschland. Ist auch gar nicht mal so frisch, das Gesetz. Das denken jetzt viele, weil die Frist gerade näher rückt, die jetzt viele betrifft. Gibt es aber schon länger und auch gab auch schon einige Fristen, einfach für andere Bereiche, die schon länger jetzt accessible sind.“

 

Robin Heintze: „Mhm.“

 

Kristin Kiel: „Also, hoffen wir.“

 

Robin Heintze: „Sein sollten.“

 

Kristin Kiel: „Genau. Und jetzt kommt natürlich der große Wurf, tatsächlich dieses Jahr im Juni.“

 

Robin Heintze: „Okay. So, also du hast gerade schon gesagt, im Juni läuft die Zeit ab. Wer ist davon betroffen, was genau müssen wir machen?“

 

Kristin Kiel: „Ja, also“

 

Robin Heintze: „fangen wir mal mit wer wir getroffen sind.“

 

Kristin Kiel: „Wir sind getroffen. Okay, wir fangen an mit wer ist betroffen. Also betroffen ist jetzt tatsächlich erstmal der komplette B2C-Bereich im Bereich Onlineshopping, Produkte, also alles, was man irgendwie kaufen kann. Alles, was irgendwie in dem Bereich reingeht, dass man dort anfragen kann. Also das betrifft tatsächlich nicht nur Onlineshops, sondern auch Webseiten, bei denen man irgendwie Termine buchen kann, bei denen man Kontaktanfrage machen kann. Also alles, was irgendwie grundsätzlich ein geschäftliches Verhalten nach sich ziehen könnte, ist da betroffen und auch digitale Produkte. Also auch Apps z. B. sollten auf jeden Fall barrierefrei sein.“

 

Robin Heintze: „Okay, also das heißt, wenn ich Angebote online habe, die sich an Endkonsumenten richten, und sei es einfach nur, dass ich eine Seite im Netz habe, wo ein Kontaktformular drauf ist.“

 

Kristin Kiel: „Ja.“

 

Robin Heintze: „Bin ich mit im Lostopf quasi.“

 

Kristin Kiel: „Bist du auf jeden Fall mit drin. Es sei denn, du hast weniger als zehn Mitarbeiter und weniger als 2 Millionen Euro Umsatz im Jahr. Also ganz kleine Unternehmen sind jetzt nicht eingeschlossen, warum weiß ich ehrlich gesagt nicht genau, weil so richtig will ich jetzt auch nicht klar, warum manche Leute, wahrscheinlich wegen dem Invest, weil natürlich schon wahrscheinlich ein bisschen Invest damit einhergeht. Ja, genau, aber die sind auf jeden Fall nicht betroffen.“

 

Robin Heintze: „das heißt, also so kleinere Vereine und sowas sind dann raus. Wie ist das mit NGOs?“

 

Kristin Kiel: „Die waren schon tatsächlich in der Frist eher betroffen. Genau, NGOs waren zusammen mit dem ganzen Bereich staatliche Seiten auch, also alles, was Behörden sind und so, da waren die mit im Lostopf schon drin.“

 

Robin Heintze: „Ah, okay. Aber jetzt haben wir bisher nur den B2C-Bereich, wenn wir haben ja auch viel B2B-Kundschaft. Sind die jetzt, also die sind jetzt noch nicht betroffen? Sollten Sie sich vielleicht trotzdem damit beschäftigen, weil könnte irgendwann kommen. Wie wie ist da die Planung oder gibt’s da schon Fristen?“

 

Kristin Kiel: „Ja. Ich persönlich kann nicht ganz nachvollziehen, warum einfach davon ausgegangen wird, dass im B2B-Bereich jetzt keine behinderten Menschen arbeiten, dass weiß ich auch gar nicht, wie ich dazu stehen soll, dass das so aus erstmal so außen vor ist. So ganz offiziell außen vor ist es natürlich jetzt auch nicht, also es steht jetzt nicht wirklich in dem Sinne Endkonsumenten in diesem Gesetz drin, aber so wie es ausgelegt ist, kann man schon eher davon ausgehen, dass erstmal B2C gemeint ist. Wir können davon ausgehen, dass die nächste Frist kommt und die wird dann wieder neue Bereiche einschließen. Das war jetzt die ganze Zeit so und das wird auch so bleiben, denn das Ziel des Gesetzes ist schon, dass irgendwann das ganze Internet barrierefrei ist.“

 

Robin Heintze: „Okay, also das heißt, wenn du im B2B-Bereich bist, das jetzt hörst, kann könntest du dich zurücklehnen. Gleichzeitig, es wird irgendwann kommen, können wir mal von ausgehen und falls du dich an den Eingang dieses Podcasts erinnert, es lohnt sich auch darin zu investieren, nämlich nicht nur für Menschen mit Behinderung, die vielleicht deine Angebote nutzen sollen, sondern im Prinzip ist es für alle von uns nutzbar. Ich hatte nämlich die Tage jetzt auch noch mal so einen Link zu einer Webseite geschickt, B2B-Bereich mit einem cool animierten Video im Hintergrund und ich konnte die Headline kaum lesen, weil da dauernd irgendwelche, die war weiß auf buntem Untergrund und da kam halt auch dauernd hellere Elemente mit rein. Das macht die Lesbarkeit einfach katastrophal schlecht.“

 

Kristin Kiel: „Und dabei siehst du ganz gut, glaube ich.“

 

Robin Heintze: „Eigentlich ja, also ich hätte jetzt gedacht, also ich konnte es lesen, aber ich musste mich halt eben, das ich konnte sie intuitiv erfassen, dachte ich mir schon mal irgendwie nicht so clever gelöst. Das war eine Branchenseite. Komm von uns, also hätte man besser wissen können. Tja, wie auch immer. So, wir haben das Thema Menschen mit Einschränkungen, Menschen mit Behinderung, mit ja, sagen wir mal Sehproblemen in dem Fall. Wie viele sind davon überhaupt betroffen? Man könnte ja sagen, es ist so ein Randgruppen-Thema, mein Gott, also so für die 100 Leute in Deutschland müssen wir das wohl nicht machen.“

 

Kristin Kiel: „Ja. Das ist natürlich eine Zahl, die so ein bisschen jährlich hin und her schwankt. Also ist ja ganz klar, ne? Es gibt einfach Menschen, die kommen dazu, Menschen, die gehen hinweg und deswegen schwankt die ein bisschen. Durchschnittlich waren das in den letzten Jahren aber immer so zwischen 9 und 10 Millionen Leuten nur in Deutschland. Ja, also jede achte Person ist so ein bisschen eine Zahl, die ich immer gerne mitbringe, weil das dann noch mal einem klarer wird. Und das sind auch tatsächlich nur die offiziellen Zahlen, also Leute, die ganz offiziell einfach tatsächlich eingetragen mit einer Behinderung leben. Wir haben natürlich auch noch massig Leute, die in Deutschland einfach alt sind, die schon mal pauschal einfach auch natürlich eingeschränkter werden mit dem Alter und eben auch, ja, was wir auch noch haben in Deutschland ist so ganz schlechtes Internet an manchen Orten. Auch die betrifft das tatsächlich ein bisschen, weil das ganze Thema Page Speed und so da auch mit rein zählt.“

 

Robin Heintze: „Okay, also als Behinderung offiziell auch ganz schlechtes Internet.“

 

Kristin Kiel: „Bei mir zumindest.“

 

Robin Heintze: „Es gibt Regionen in Deutschland, wo man das gelten lassen könnte. Aber ich meine, zählt da halt eben auch sowas für wie eine Farbschwäche oder sowas rein, weil du dann auf einmal Kontraste anders wahrnimmst.“

 

Kristin Kiel: „Ja, genau. Genau, genau, das ist auch ein großes Thema, weil genau, wir reden ja tatsächlich einerseits über Code, also dass einfach natürlich Menschen, die gar nichts sehen, das irgendwie mit Tools oder oder ähnlichem sich vorlesen lassen können, dass die das irgendwie durchspringen können technisch. Wir haben aber auf der anderen Seite das ganze Thema Design und das trifft tatsächlich eher auf Menschen zu, die eine Seeschwäche haben, auch eine sehr starke mitunter, die aber grundsätzlich noch was sehen können und auch trotzdem die Seiten mit ihren Augen quasi lesen, aber halt genau, z.B. Farben nicht richtig sehen können oder verschwommen sehen oder irgendwie sehr ganz nah ranzoomen müssen, also da gibt’s ganz viele Unterschiede.“

 

Robin Heintze: „So, damit wir jetzt, wenn wir ein bisschen tiefer gehen, nämlich was habe ich dann für Anforderungen, damit wir jetzt mal für alle, die das jetzt gerade hören, den Druck ein bisschen erhöhen, sich ernsthaft mit dem zu beschäftigen, was gleich kommt. Was droht denn, wenn ich jetzt mich nicht damit beschäftige, aber ich Zielgruppe bin, also so was hängt, rentiert es sich nicht nur aus Conversion Rate Sicht, sondern vielleicht auch aus Strafvermeidungssicht.“

 

Kristin Kiel: „Ja. Kohlen muss man dann bezahlen. Kohle? Und zwar viel, also bis zu 100.000 €. Tatsächlich, ja, relativ viel. Ich muss zugeben, mir ist nicht so ganz klar, wie das Ganze natürlich in der Überprüfung umgesetzt werden wird, umgesetzt werden soll. Ich persönlich gehe ein bisschen davon aus, dass es so ein paar gewiefte Opportunisten geben wird, die dann da ein bisschen auf in den Abmahnungsbereich reingehen, so ähnlich wie es bei der Impressumspflicht damals war. Das ist meine Vermutung, dass das so ein bisschen sich dadurch irgendwie bemerkbar machen wird, denn ich sehe jetzt nicht, dass irgendeine Behörde jetzt wirklich anfängt, Webseiten zu überprüfen. Aber ist natürlich jetzt trotzdem keine Sicherheit, dass nicht irgendeiner doch mal klopft irgendwann und sagt, hey, stopp, ich denke, es wird so ein bisschen, wo kein Kläger, da kein Richter, aber der Kläger kann natürlich trotzdem immer um die Ecke kommen auf einmal.“

 

Robin Heintze: „Es gibt immer ein paar Juristen, die, sage ich mal, nicht unbedingt, die ja, die anscheinend irgendwie Geld verdienen müssen und halt dir das Mittel recht ist. Kann mal sein, dass du ein Wettbewerber hast, der dir da glaube ich irgendwie mal einen Knüppel zwischen die Beine werfen möchte. Und der, also wenn man es auch vergleicht mit dem DSGVO-Thema, da musst du ja irgendwie immer ins Backend reinkommen, es sei denn, du hast offensichtliche, ja, Schwachstellen auf deiner Webseite. So, hier ist es jetzt in dem Fall halt auch offensichtlich, dass wenn was nicht passt, dann sieht das jeder.“

 

Kristin Kiel: „Richtig, richtig.“

 

Robin Heintze: „Also insofern nehmen die folgenden Punkte bitte ernst. So, Christine, wenn ich jetzt meinen Shop habe, wie, worauf muss ich achten? Was sind so die Themen, die am am dringendsten, am wichtigsten sind, damit ich hier sauber aufgestellt bin?“

 

Kristin Kiel: „Ja, da habe ich leider schlechte Nachrichten, denn tatsächlich betrifft es eigentlich alle Aspekte von dem Shop, von der Website. Also wir müssen da wirklich an Optimierungen denken im Bereich Design, im Bereich Code leider, was natürlich für die meisten, glaube ich, das schlimmste an der ganzen Sache ist. Content natürlich auch und Userführung auch. Also eigentlich müssen wir uns alles angucken von vorne bis hinten und wenn am Anfang nicht dran gedacht wurde, dann wird es wahrscheinlich auch Optimierungsbedarf geben.“

 

Robin Heintze: „Okay. Fangen wir mal beim offensichtlichsten an, beim Thema Design. Was sind da so die grundsätzlichen Dinge, wenn ich jetzt einfach auf meine eigene Seite schaue, wo ich drauf achten sollte? Also wo worüber stolperst du, wenn du dir jetzt Webseiten in diese Richtung anschaust?“

 

Kristin Kiel: „Ja. Ja. Also beim Design ist es vor allem das Thema Kontraste und Farben. Da müssen wir wirklich aufpassen. Ein bisschen auch Farbbedeutung spielt eine große Rolle. Also, wenn ich z.B. kulturell belegte Farbbedeutung einsetze, jetzt hier bei uns im, ich nehme mal gerne das Thema, rote rote Ampel, das heißt bei uns immer so Stopp und mach nicht und grün heißt immer go, das sind Sachen, die tatsächlich z.B. jetzt kulturell belegt nicht überall so sind und auch problematisch sind, wenn jemand z.B. eine Rot-Grün-Schwäche hat, dann kann so eine Bedeutung, die man irgendwo einbaut auf seiner Seite schon nicht mehr funktionieren. Also, wenn ich bei dem, keine Ahnung, man kann da Tickets kaufen, da ist ein roter Punkt dran, heißt Ausverkauf, funktioniert natürlich jetzt schon nicht, wenn ich das Rot gar nicht richtig erkennen kann. Also, da muss es noch andere Hinweise geben, was es bedeutet einfach.“

 

Robin Heintze: „Das heißt, dass das muss in dem das Rot muss im Kontext sein und nicht, also sonst hätte jetzt auch hier mit einer roten Webseite auch schon irgendwie Probleme, die Farbe sich das Thema.“

 

Kristin Kiel: „Genau, das die Symbolik dahinter, da muss man sich einfach Gedanken machen und gleichzeitig genau, Kontraste sind das allerwichtigste eigentlich, weil da natürlich jetzt wir merken ja schon, wie gut sehen können, dass Kontraste ein großes Thema oft spielen im Design und auch Funktionen, die nur übers Design sich erschließen. Also ich glaube, das ist auch noch spielt auch noch eine große Rolle. Wir wollen ja, dass behinderte Menschen die Seite nicht nur wahrnehmen können, lesen können, die sollen die ja benutzen können, das heißt, irgendwelche Funktionen, die nicht funktionieren, wenn ich sie nicht sehen kann, sind auch ein Problem.“

 

Robin Heintze: „Gibt’s da mal ein Beispiel für?“

 

Kristin Kiel: „Ja, also wir können jetzt in den Bereich Konfiguratoren reingehen. Ich glaube, das ist jetzt ein ganz gutes Beispiel, ne, dass wir dort natürlich einfach gucken müssen, wenn das nicht ordentlich gecodet ist, Code ersichtlich ist, was da für eine Funktionalität dahinter steht und das wirklich nur über klickbare Bilder oder ähnliches funktioniert, dann ist das einfach grundsätzlich für jemanden, der es nicht sehen kann, auch nicht erschließbar, was damit eigentlich angefangen werden soll. Und wenn dann der Konfigurator noch dein Entry ist in den Kauf rein, also, dass du anders gar nicht kaufen kannst, z.B., ich denke mal an, ich habe mal eine lustige, ich weiß gar nicht mehr, wie die Seite hieß, aber da konnte man Schränke konfigurieren. Also Kleiderschränke. Und da z.B. war es gar nicht möglich, einen Kleiderschrank ohne diese Konfiguration überhaupt zu kaufen, sondern man musste halt alles selber einstellen und dann hast du natürlich schon ein Problem.“

 

Robin Heintze: „Okay, ich glaube, das war wahrscheinlich mein-schrank.de oder sowas.“

 

Kristin Kiel: „Könnte sein. Ja.“

 

Robin Heintze: „Ist das so? Also falls ihr das macht. Das heißt, wenn du nicht kaufen kannst ohne Konfigurator, wäre das jetzt schon eventuell angreifbar?“

 

Kristin Kiel: „Ja, auf jeden Fall.“

 

Robin Heintze: „Ups. Schwierig dann für einige Geschäftsmodelle, die an sich eben so, mein Müsli, wo man früher das Ganze mischen konnte.“

 

Kristin Kiel: „Richtig.“

 

Robin Heintze: „Ja, spannend.“

 

Kristin Kiel: „Ja.“

 

Robin Heintze: „Okay, da haben wir das Thema Design. Also Schwerpunkt Kontraste ganz klar, aber halt eben auch das funktionale da nicht nicht außer Acht lassen plus Symbolik berücksichtigen, sie muss halt in dem Kulturkreis nachvollziehbar sein.“

 

Kristin Kiel: „Richtig.“

 

Robin Heintze: „Okay. du hast das Thema Text auch angesprochen.“

 

Kristin Kiel: „Ja. Genau, bei Text haben wir das Thema einfache Sprache. Ich glaube, das ist was, das kennen alle von uns auf jeden Fall von Behördenseiten, dass das jetzt wirklich überall implementiert ist. Ich kenne übrigens sehr viele Leute, die keine kognitiven Schwächen haben, trotzdem die einfache Sprache benutzen auf Behördenseiten, weil das manchmal einfach leichter ist. Nee, da müssen wir auf jeden Fall davon ausgehen, dass das einfach eine Rolle spielt, wenn wir ja, es halt nicht generell einsetzen möchten mit einer mit einer relativ leicht verständlichen Sprache zu arbeiten, dass wir dann halt Alternativen anbieten müssen. Das ist ganz klar. Gegebenenfalls auch Sprachalternativen in der Theorie, die EU-Verordnung hat eigentlich auch die anderen Sprachen noch als einen quasi Barrieregrund drin, also dass natürlich einfach auch Menschen in in z.B. Deutschland leben, die aber nicht so gut Deutsch sprechen, dass man da irgendwie den Code auch so machen muss, dass die sich das übersetzen können, dass das alles sauber funktioniert und so. Das heißt, das müssen wir auch beachten und natürlich mit dem Text einhergehend auch immer die Userführung, weil das ja auch eine große Rolle spielt.“

 

Robin Heintze: „Aber auch hier würde ich jetzt wieder sagen, gesunder Menschenverstand, also einfache Sprache zu verwenden, erste Werbetexterregel, kurze Sätze, verwende wenig Fremdwörter, du musst niemanden beweisen, wie toll dein Wortschatz ist und so weiter. Sieht auch die Tagesschau in der Mediathek in einfacher Sprache. Sollte man sich mal anschauen, finde ich super spannendes, super spannend, um da ein Gefühl für zu kriegen, wie reduziert kann man eigentlich das gleiche sagen, ohne halt das Ganze total zu verschachteln.“

 

Kristin Kiel: „Ja. Ja. Genau.“

 

Robin Heintze: „Also eigentlich Nobrainer auch wieder. Also da simple Wortwahl verwenden und halt eben auch die Zugänglichkeit für Sprache, sodass halt nur Übersetzungsfunktionen von Google Translate oder sowas halt eben auch greift dann da.“

 

Kristin Kiel: „Genau. Ja.“

 

Robin Heintze: „Okay, sehr spannend. So, jetzt der komplizierteste Part. Ja, Code.“

 

Kristin Kiel: „Der Code. Ja, ich glaube, ich habe ein ein was Positives tatsächlich an der Stelle, wenn bei Onlineshops haben wir einen großen Vorteil, denn die gängigen Shopsysteme, also Shopware, Shopify, die machen da schon die halbe Arbeit. Das heißt, da kann ich schon mal jetzt allen irgendwie so ein bisschen auf die Schulter klopfen, die so ein System nutzen. Da ist wirklich sehr viel schon richtig. Beim Code sind einige Sachen vorgegeben, tatsächlich in den sogenannten Accessibility Guidelines vom W3C, die haben quasi eine eine reine Sprache auch definiert, die funktioniert für alle möglichen ja, Hardware, Tools, Software, die irgendwie behinderte Menschen nutzen, um Webseiten zu lesen. Dort gibt es das sogenannte Aria Label, das sind verschiedene Tags, die kann man einbauen an verschiedenen Stellen, die sind vordefiniert, die kann man z.B. benutzen, um in einem Formular die Funktionalität von einem Eingabefeld klar zu machen. Also man kann z.B. sagen, das hier ist ein Dropdown, das würde gegebenenfalls der Screenreader nicht erkennen, durch das Aria Coding erkennt er das aber. Da kann man auch dafür sorgen, dass z.B. Tabellen richtig strukturiert werden, dass z.B. wenn in der Spalte vorne etwas steht und in der in der Zeile vorne, in der Spalte oben und dann steht in dem Feld tatsächlich aber nur eine 43, dann ist natürlich blöd, wenn jemanden ohne ohne Augen dann nur eine 43 vorgelesen wird, sondern dann wird quasi auch Bezug genommen auf die Spalte oben und auf die Zeile vorne, sodass einfach die Zahl in Kontext gesetzt werden kann, solche Funktionalitäten. Das ist super wichtig natürlich, wenn man quasi nicht die Tabelle vor sich sieht, sondern wenn man die quasi nur sich vorlesen lässt und genau, sowas spielt da eine Rolle. Wir haben aber auch ganz simple Sachen, nämlich dass wir, das sehen wir immer noch, das ist wirklich das schmerzt mir wirklich in der Seele, das ist super traurig, wie oft wir einfach immer noch sehen, dass keine Alt-Texte gesetzt werden, wie oft wir immer noch sehen, dass Leute ihre Überschriftenhierarchie nicht im Griff haben und natürlich nach Style Überschriften setzen und nicht nach tatsächlicher Hierarchie, in der sie sein sollten. Das ist aber super wichtig, um z.B. eine Seite durchzuspringen. Das machen wir ja auch. Wir fliegen von Absatz zu Absatz, gucken, ob uns das irgendwie interessiert, wenn wir so eine Seite durchscannen und das macht natürlich jemand, der nicht sieht, genauso, ne? Springt von Überschrift zu Überschrift, wenn dann die Hierarchie nicht stimmt, ist das Kraut und Rüben, ne? Springen die völlig durcheinander über die Seite von der H1 zur nächsten H2, inzwischen waren aber zwischendrin mal drei H3 benutzt. Das ist dann schon super schwierig tatsächlich. Sowas sehen wir halt viel und ja, wir müssen optische Elemente verstecken, wir müssen Bilder, die nur für Zierle da sind, die wirklich gar keinen, die nur Design Effekte bilden, die müssen wir weglassen, damit die nicht vorgelesen werden, wenn man da irgendwie drüber fliegt und ja, da gibt’s wirklich einige Sachen, die da sehr wichtig sind, die man beachten muss.“

 

Robin Heintze: „Und auch hier, da geht’s eigentlich nicht um Barrierefreiheit, sondern sind deine, also vor 15 Jahren hätten wir das in jedem SEO-Audit schon um die Ohren gehauen. Also im Endeffekt, weil Google ist ja auch kein Mensch und die müssen die Seite ja auch lesen können. Wenn du da keine Alt-Tags hast, dann werden die Bilder nicht verstanden und dann weiß Google auch nicht, was ist hier Überschrift, was ist keine Überschrift. Also auch da, du machst das nicht nur des Gesetzes wegen, sondern in erster Linie einfach, damit deine Seite besser ist.“

 

Kristin Kiel: „Damit die ordentlich aufgebaut ist und ich finde es immer wieder spannend, weil ich habe ja gerade gesagt, wir haben einfach Systeme, die das mega gut irgendwie dahin packen. Gleichzeitig schaffen dann aber die Redakteure nicht, das ordentlich einzupflegen. Das ist schon irgendwie insane, ne, wenn man darüber nachdenkt.“

 

Robin Heintze: „Kann man das nicht irgendwie auch automatisieren, dass man sagt, jede Seite, die neu irgendwie veröffentlicht wird, dass die automatisch dann geprüft wird, weil ja der Faktor Mensch irgendwie muss man den ja doch rausnehmen können so langsam.“

 

Kristin Kiel: „Ja, da müssen wir auf jeden Fall gucken. Also ich meine, die Tools sind da. Man muss natürlich schauen, ob es wirklich ganz automatisiert geht oder ob man es einfach zum Prozess macht, weil es wäre natürlich das einfachste, dass man natürlich wirklich sagt, alles, was neu erstellt wird, geht ja auch wahrscheinlich durch irgendeine Korrektur beim Lesen, ne? Irgendjemand, der sich das noch mal anguckt, irgendeine QS findet da ja garantiert statt und dass man das einfach Teil davon macht, ne? Dass da noch mal einer drüber schaut, ob das alles passt, würde man ja denken, aber wie gesagt.“

 

Robin Heintze: „Das wäre es, wenn es der Standard ist. So, und alles, was ich jetzt höre, würde ich jetzt sagen, finde ich nicht total abschreckend. Also ist jetzt nicht so, wo ich sage, boah, das ist jetzt prozessual ein riesen Akt, das ist sage ich mal von dem Investment, was ich ja auch tätigen muss, solange ich nicht gerade eine totale Schrott-Webseite im Netz stehen habe, jetzt auch nichts, was mich irgendwie total abschreckt, weil das Thema Kontraste kann ich im Code ja in der Regel ändern. So, das Thema sag ich mal, einfache Sprache kann ich jedes Language-Tool irgendwie drüber laufen lassen, schmeiß das Ding in Chat GPT rein, sag mal, mach mir das Ding mal leichter lesbar. So, also das ist jetzt alles keine Raketenwissenschaft. Warum ist ein Gesetz notwendig? Wir sehen die Forrester Zahlen, ja, so Faktor 100. Warum ist das nötig? Du sprichst ja mit vielen Menschen, was hindert die da dran, das einfach aus gesunden Menschenverstand und aus Umsatzgetriebener Sicht zu machen?“

 

Kristin Kiel: „Ja. Ich meine gut, was hindert die dran seit 15 Jahren ihre Überschriften nicht richtig zu formatieren, ne? Also es ist ja tatsächlich. Also, ich glaube, dass ein Großteil, ich kann natürlich nur mutmaßen. Ich glaube, dass natürlich bei behinderten Menschen wirklich einfach noch der Fakt ist, dass die in unserer Gesellschaft nicht gesehen werden, die werden vergessen, ne? Also, weil man die einfach nicht sieht. Ich glaube, viele können sich nicht vorstellen, dass da irgendeine Kaufkraft dahinter steht. Ich glaube, die können sich auch nicht vorstellen, wie viele das sind, die das betrifft. Und ich glaube, die können sich vielleicht auch gar nicht vorstellen, dass die überhaupt das Internet benutzen. In Wirklichkeit ist aber natürlich, ne, wir haben Studien, wir haben Zahlen, dass 61% der Menschen mit Behinderung sogar bevorzugt das Internet benutzen, um alles mögliche zu machen. Wirklich alles mögliche, weil ja eben die Offline-Welt auch so schlecht ist, ne? Und das auch nicht so gut funktioniert und dort einfach auch so wenig Barrierefreiheit herrscht.“

 

Robin Heintze: „Okay. Also das heißt einfach mangelndes Bewusstsein und wenn man selber nicht die Einschränkung hat, denkt man da so gar nicht mit. Aber ich meine, auf der anderen Seite wirklich so die SEO-Basics, Design-Basics etc., da braucht man kein Gesetz für, braucht man auch noch nicht mal ein Verständnis für Menschen mit Behinderung, sondern man kann auch einfach sagen, mache ich, weil es Sinn, weil es unseren unseren Umsatz treibt.“

 

Kristin Kiel: „Ja.“

 

Robin Heintze: „Okay. Gibt es da auch um die Studien, was die Conversion Rate, also hast du da jetzt auch mal so Testergebnisse schon gesehen jetzt in den letzten Monaten, wo gesagt wird, so, wir haben jetzt einfach mal das Thema Barrierefreiheit ernst genommen, haben jetzt irgendwie A/B-Test gemacht und läuft besser.“

 

Kristin Kiel: „Mhm. Also wir haben eben diese, also ich weiß auf jeden Fall die Studie bei der 38 % der Unternehmen einfach gesagt haben, sie haben einen Umsatz-Uplift sogar dadurch gehabt, was natürlich eher ein Plus war, weil die halt einfach großenteils auch nur gemacht haben, nur gemacht haben, weil es natürlich jetzt einfach gut ist, das zu machen. Ich habe tatsächlich noch keine konkreten eins zu eins Dinge gesehen. Ich weiß, dass auf jeden Fall richtig große Brands, auch amerikanische Brands, das schon länger umgesetzt haben und die auch gesagt haben, sie hatten einen Umsatz-Uplift, haben aber nicht gesagt, wie viel. Also Domino’s, Apple, Airbnb, weiß ich, die haben einen richtig krassen Uplift gehabt, die haben nämlich nicht nur die Website barrierefrei gemacht, die haben auch die Angebote barrierefrei gemacht, die haben nämlich z.B. Sachen ergänzt in den Angeboten wie ist die Ferienunterkunft rollstuhlgerecht? Gibt’s da einen Stuhl in der Dusche? Sowas und das alleine hat bei denen auch schon zu geführt, dass die sich voll zum Player etabliert haben.“

Robin Heintze: „Okay. Ja. Also rentiert sich und irgendwann werdet ihr eh gezwungen und bevor man die 100.000 € Strafe in Kauf nimmt, macht man doch lieber einen Umsatz-Uplift, also würde ich jetzt aus ökonomischer Sicht einfach mal bevorzugen. So, wenn wenn wir jetzt da drauf schauen und jetzt hört das jemand, der ist für eine Webseite verantwortlich und sagt, ja, ich muss ja irgendwie jetzt das Budget frei kämpfen für. Was wären so deine Top-Argumente, so drei, vier, fünf Sachen, wie du bei CEO, CFO, wie auch immer dann dafür die Kapazitäten freigeschaufelt kriegst?“

 

Kristin Kiel: „Boah, ich würde gar nicht, ich würde glaube ich immer argumentieren, dass die Hälfte davon eigentlich schon abgedeckt ist mit anderen Maßnahmen, die wir machen im Bereich Website-Optimierung, Shop-Optimierung, natürlich auf jeden Fall der Uplift Conversion sich, ich würde immer mit der Zahl reingehen, die der Menschen, die es betrifft und dass das einfach ein Potenzial ist, dass man total vergisst, dass natürlich da ist, das sind Menschen, die auch konsumieren, die einfach auch genauso leben in unserer Welt und Dinge brauchen und Dinge tun. Das sollte man auf jeden Fall alles einbeziehen. Ich glaube, dass wichtig ist, dass wenn ich jetzt z.B. schon einen Experten habe für SEO, ich habe vielleicht schon jemand für UX oder zumindest für Design irgendwie im Team, es ist ein wirklich schmaler Step, sich da so ein bisschen weiterzubilden, das heißt, das ist jetzt nicht das Invest, das sonstigen was irgendwie, klar muss man ein bisschen Budget einplanen, vor allem ein bisschen Zeit einplanen, auch für die Optimierungen, aber ich glaube, dass das, das funktioniert auf jeden Fall, kann man gut unterbringen. Man muss jetzt nicht extra jemand einstellen dafür oder ähnliches, ne? Ist eher ein Awareness-Ding. Ich glaube, dass das auch eher in den Prozess implementiert werden muss, den man sowieso schon hat und dann sollte das auch relativ einfach sein.“

 

Robin Heintze: „Ja, okay. So, und wenn ich jetzt sag mal meine eigene Webseite unter die Lupe nehmen möchte, einfach mal auf meine Seite gehen, klar kann ich mit dem Bauchgefühl, gesunden Menschenverstand. Wir beraten ja viele Unternehmen auch dabei, wo die uns bitten so, könnt ihr mal aus eurer Perspektive drüber gehen. Da zwei Fragen zu, also erstens, welche Tools empfiehlst du, um das zu analysieren und zweitens, können wir Rechtssicherheit herstellen? Ja. Fangen wir erstmal mit dem einfachen an.“

Kristin Kiel: „Also ich persönlich würde tatsächlich die kostenfreien Tools empfehlen, denn die gibt es am längsten und die basieren tatsächlich auch auf dem, ja, auf den Accessibility Guides, von denen ich schon gesprochen haben. Einmal werden das die Wave Tools, also Wave wie die Welle, die tatsächlich meiner Ansicht nach auch eine schöne Usability haben, die man sehr gut benutzen kann und wirklich sehr umfassend eine Website überprüfen können nach Barrierefreiheit. Ein zweites Tool, dass ich öfter mal nutze, sind die sogenannten Axe Tools, AXA geschrieben, die auch kostenfrei sind, die haben auch ein schönes Add-on für den Browser, dann kann man einfach die Seiten checken, die man checken möchte. Ich würde auch immer empfehlen, dass man eventuell die Systemeigenschaften vom eigenen Rechner z.B. mal ausprobiert, also bei einem MacBook werden das z.B. die Bedienungshilfen, die sind wirklich sehr umfangreich, da kann man Dinge einfach mal selber ausprobieren und mal gucken, wieso sieht so eine Seite eigentlich aus, wenn ich Rot-Grün-Schwäche habe, wie sieht das dann aus? Also das kann man da simulieren, das ist richtig cool. Also das sind so ein bisschen die Tools, die ich auf jeden Fall einsetzen würde. Man kann natürlich auch noch mit Lighthouse arbeiten, da gibt’s auch auf jeden Fall einen Accessibility Check. Meiner Erfahrung nach ist der aber nicht immer so 100 %, also der da kam schon oft drauf 90 % alles super, grünes Häckchen, aber dann habe ich mit den anderen Tools reingeguckt und es war tatsächlich noch relativ viel im Argen. Was wichtig ist, ganz mit Tools allein kann man es nicht machen, man muss auf jeden Fall auch ein bisschen Expertenblick drauf werfen, denn jetzt sowas wie User Journey bewerten, Einfachheit der Sprache bewerten, das fällt den Tools natürlich nicht so leicht.“

 

Robin Heintze: „Okay. So, dann haben wir das alles gemacht und dann können wir sagen, so ist jetzt super rechtssicher, mir kann niemand ans Bein pinkeln, also eigentlich schon.“

 

Kristin Kiel: „Also ich würde, also das Ding ist, dadurch, dass natürlich die die Web Accessibility Guidelines auch die Basis fürs Gesetz sind und die Wave Tools wiederum auch auf dieser Basis messen, kann man davon ausgehen, dass wenn diese Tools was positives anzeigen, müsste es eigentlich auch soweit passen. Ja, ich persönlich weiß nicht, wie gesagt, ich weiß wirklich nicht, wie die Überprüfung stattfinden soll. Es hat natürlich auch total verschiedene Ebenen, jede Website ist anders, jeder Content ist anders, jeder Code ist anders. Also 100 % klar ist mir natürlich nicht, wer das messen und feststellen will, aber ich würde mal sagen, dass wir auf jeden Fall schon, wenn wir die Dinge umsetzen, die wir da feststellen, auch eine Rechtssicherheit haben.“

 

Robin Heintze: „Okay. Also das heißt, ich brauche jetzt nicht die Kanzlei zu beauftragen, die die Seite zu checken, weil ich habe tatsächlich jetzt aus dem ich sag mal Branchenbekanntenkreis von größeren E-Commercelern, die ja natürlich jetzt hochgradig nervös sind auch was solche Themen dann immer angeht, wo halt eben auch dann die Frage kam so, gibt es da schon kannst du einen Juristen empfehlen, der uns das Ganze dann checkt, aber es gibt ja keine Rechtsprechung wahrscheinlich dann und keine keine Präzedenzfälle dann dazu, deswegen ist wahrscheinlich schwierig.“

 

Kristin Kiel: „Ja, es ist super schwierig gerade. Also wie gesagt, ich bin auch, es ist im Gesetz nicht mal so richtig ganz genau definiert, das macht es auch noch ein bisschen schwierig, ist es ein bisschen schwammig leider und wie gesagt, es ist so mega individuell. Also es ist so ein bisschen auch wenn du an Barrierefreiheit denkst im Offline-Leben, ne? Also du musst natürlich irgendwie gucken, klar, kannst du eine Rampe irgendwo hinbauen für einen Rollstuhl, aber da hängt ja viel damit zusammen, wie steil ist die, wie viel Platz hast du überhaupt, dass die auslaufend sein kann in einem Winkel, dass noch überhaupt jemand hochkommt und so weiter. Also das ist so individuell, jede Seite ist so individuell, dass ich mir wirklich sowieso die Frage stelle, wer das grundsätzlich im großen Stil überprüfen möchte.“

 

Robin Heintze: „Okay. So, das heißt, wenn jetzt Kunden auf uns zukommen, wie ist eigentlich dann der Prozess? Weil das passiert ja jetzt bei vielen so sukzessive mitkriegen, oh, da da kommt jetzt langsam was, die Nervosität ist glaube ich lange nicht so groß wie damals bei DSGVO, weil halt auch nicht ganz so tief in die ich sag mal in die Tech Landschaft und womit reingeht. Wie gehst du, wie geht ihr als Team dann vor, wenn ein Kunde sagt, so, könnt ihr mal bitte hier ein Audit machen? Sind wir jetzt konform oder nicht?“

 

Kristin Kiel: „Ja, also tatsächlich mache ich im ersten Schritt immer erstmal den Klick mit den Tools, das geht sehr schnell erstens und zweitens habe ich dann schon einen guten Überblick, was jetzt den Code betrifft oder das Design, denn so Kontraste erkennen die gut, die erkennen auch wirklich gut irgendwelche, ja, unzureichenden Text, die gesetzt sind, Altext, die nicht gesetzt sind und so weiter. Im nächsten Schritt gucke ich dann selbst noch mal auf die Seite drauf. Ich, ja, gehe natürlich dann einfach versuche rauszufinden, was ist so der typische Userweg auf dieser Seite, was ist eigentlich die Zielconversion, was würde ein Nutzer hier machen und diesen Weg gucke ich mir halt an und gucke dann einfach, ob der halbwegs gut zu machen ist insgesamt. Genau, guck noch mal auf Userführung, gucke auf Texte, gucke auf generell Seitenaufbau. Also da ist auch wirklich ja manchmal alles viel komplizierter als es sein müsste und schaue mir auch natürlich die Ergebnisse von den Tools noch mal an z.B. ja, Altext wurden gefunden, aber sind die z.B. sinnvoll, ne? Weil, ich meine, ich kann ja auch ein Bild einfach Bild 1 nennen im Altext, das hilft ja dann auch keinem. Genau, fällt dann nicht auf als fehlt, aber Genau, ist hilfreich. Genau und was ich dann auch oft noch mache ist, dass ich tatsächlich verschiedene Devices oft noch mal ausprobiere, gucke mir das also wirklich an auf dem Rechner, gucke mir das auf Mobile an, nehme noch mal die Bedienungshilfen dazu und schaue, wie das dann da funktioniert, wie es mir vorgelesen wird, benutze auch oft echt meinen richtigen Screenreader und gucke, wie wird es mir eigentlich vorgelesen und da erkennt man dann auch schon oft Baustellen, die da sind.“

 

Robin Heintze: „Mhm, okay. Also liebe Hörerinnen, liebe Hörer, wenn du das jetzt hörst und sagst, okay, wie gehen wir davor? Also entweder uns einfach fragen, dann machen wir es genauso wie du es geschildert oder wirklich dann auch die Tools, die Christine genannt hat. Wir packen sie auch in die Shownotes mit rein, einmal da durchgehen, dann gesunder Menschenverstand, weil so was wie, was du auch eingangs gesagt hast, so dieses funktionale auf einer Webseite, das kriegst du halt nur raus, wenn du mit sag ich mal auch ein bisschen Vogelperspektive drauf schaust und nicht mit der Selbstverständlichkeit, ja, das ist ja alles total logisch da, sondern da so ein bisschen auch rauszoomen und mal gucken, ist das jetzt für alle, die die Webseite vielleicht noch nicht wie ihre Westentasche kennen, auch genauso nachvollziehbar. Ja. Und dann dann entsprechend halt eben da einfach mal so die komplette User Journey durchgehen, um zu schauen, ja, ist das für alle nachvollziehbar? Und so, wenn wir das dann machen, gibt’s am Ende eine Zusammenfassung mit Handlungsempfehlungen, weil ich das richtig verstanden habe.“

 

Kristin Kiel: „Richtig, genau.“

 

Robin Heintze: „Sehr schön. So, also, wann tritt das Gesetz in Kraft bzw. wann müssen wir fertig sein?“

 

Kristin Kiel: „Ab Juni.“

 

Robin Heintze: „Juni.“

 

Kristin Kiel: „Ja.“

 

Robin Heintze: „1. Juni?“

 

Kristin Kiel: „Nee, ich glaube 25. oder so, aber keine Gewähr für diese Aussage. Auf jeden Fall im Juni.“

 

Robin Heintze: „Das kriege ich selber rausgegoogelt. Ja. Ich fasse mal zusammen, was ich mitgenommen habe. Also, Barrierefreiheitsstärkungsgesetz. Wenn Gesetzesnamen barrierefrei sein müssten, wäre dieses Gesetz schon mal durchgefallen. Macht nichts, wir müssen uns trotzdem damit beschäftigen. Heißt ab irgendwann im der zweiten Juni Hälfte gesetzlich Pflicht, dass deine Seite, wenn sie sich an Endkonsumenten wendet und irgendwas transaktionales vorhat, also eigentlich fast jede Webseite, dann muss deine Seite barrierefrei sein. Was das konkret bedeutet, ist nicht zu 100% definiert, aber die wichtigsten Sachen können wir schon mal ganz gut zusammenfassen. Das heißt, die muss erstmal designtechnisch sauber sein. Das heißt, jeder auch mit einer Sehschwäche sollte Kontraste wahrnehmen können. Die Symbolik auf der Seite muss klar sein und das funktionale muss auch für Menschen mit eingeschränkter Sehstärke nachvollziehbar sein. Das heißt, klickbare Bilder, wo nicht klar ist, dass du dieses Foto klicken musst, um weiterzukommen, sind z.B. keine gute Idee. Texte in einfacher Sprache machen total Sinn. Abgesehen davon auch dann zum Thema Text im Code, die Texthierarchie berücksichtigen. Das heißt, Überschriften mit H1, H2, H3 zu versehen etc. Euer SEO gibt euch dafür zusätzlichen Applaus, wenn ihr das auch tatsächlich umsetzt und halt auch solche Sachen wie Altext im im Code halt eben auch richtig zu verwenden, damit Bilder auch ausgelesen werden können. Im Endeffekt alles kein Hexenwerk, die meisten ich sag mal Website Baukästen, CMS oder Shopsysteme können das out of the box und da dann einfach die W3C Guidelines berücksichtigen, dann macht ihr eigentlich nichts verkehrt. Ja, wenn eure Webseite bisher schlecht gecodet ist, dann habt ihr ein bisschen mehr zu tun, wenn sie gut gecodet ist, sollte das eigentlich kein großer Akt sein. Übrigens für Apps gilt das gleiche.“

 

Kristin Kiel: „Richtig.“

 

Robin Heintze: „So, wird dann gerne auch mal übersehen. Wenn ihr im B2B-Bereich unterwegs seid, könnt ihr euch jetzt noch ein bisschen zurücklehnen, aber irgendwann kommt es, also insofern würde ich das Thema jetzt auch trotzdem einfach angehen, weil das wird früher oder später auch hier, ja, Teil eurer Pflicht. Und zweiter Punkt dazu gilt für alle, barrierefreie Seiten sind nutzerfreundlich. Nutzerfreundliche Seiten haben bessere Conversion Rates und bessere Conversion Rates sorgen für mehr Umsatz. Das heißt, ihr kriegt einen gesamten Unternehmen Applaus für das, was ihr da tut. Auch wenn ihr ein bisschen Aufwand verursacht. Der Aufwand lohnt sich auch dahingehend, weil 100.000 € Strafe stehen im Raum, ist ein bisschen unangenehm, wenn ihr einfach das verpennt habt, dann, ja, kann es intern vielleicht ein bisschen weniger Applaus geben und ein bisschen mehr Mecker, sagen wir mal so. Wie geht ihr vor? Ihr nutzt die üblichen Tools. Christine hat ein paar genannt, die verlinken wir auch in den Shownotes mit drin. Geht die Seite einfach mal so durch, guckt, was da an Baustellen dann in den Tools auftaucht. Anschließend gesunder Menschenverstand, geht manuell drüber. Vielleicht auch, sag ich mal, wir haben das früher im beim Werbetexten gesagt, den Hausfrauentest. Also einfach mal eine Hausfrau da dran setzen, ist jetzt ein bisschen klischeehaft, ich weiß, aber lasst die mal so ein bisschen durchklicken und mal gucken, ob die das Ganze versteht, dann habt ihr es erstmal so aus funktionaler Sicht oder dann halt eben im besten Fall auch Menschen mit einer Einschränkung einfach mal auf die Seite schicken und mal gucken. Gibt’s eigentlich Userlabs, müssen wir gleich noch mal die Frage klären. Also einfach manuelle Prüfung, gesunder Menschenverstand ist die User Journey nachvollziehbar, sind die ganzen Funktionen nachvollziehbar, macht das Ganze so Sinn und anschließend, wenn du das Audit dann über uns machen lässt, gibt’s auch eine Zusammenfassung mit den konkreten Handlungsempfehlungen. So, das habe ich jetzt erstmal mitgenommen. Jetzt habe ich mir gerade selber noch die Frage gestellt. Jetzt gebe ich jetzt an dich weiter. Gibt es eigentlich auch so User Labs, wo man sagen kann, ich hätte jetzt gerne Menschen mit einer Einschränkung, die das halt eben dann für mich durchscannen.“

 

Kristin Kiel: „Ich glaube, dass es das tatsächlich bisher noch nicht gab. Also wir haben natürlich viele Anbieter für den ganzen Bereich User Testing. Ja, wirklich sehr komfortabel inzwischen auch, wo man einfach nur einen Account macht und dann kann man sich da schön seine Zielgruppe zusammenklicken. Bisher gab es das nicht als explizite Gruppe. Ich glaube aber, dass das im Rahmen des Gesetzes jetzt auf jeden Fall kommen wird, dass die natürlich auch gucken werden, dass sie tatsächlich Testuser finden, die da betroffen sind. Wäre auch super. Also ich würde mich sehr freuen.“

 

Robin Heintze: „Ja, also genau, falls du das jetzt hörst und entweder mit so einem Anbieter gearbeitet hast oder selber Anbieter bist, her damit. Also melde dich gerne, das verlinken wir dann gerne auch und promoten das auch, weil ich glaube, das ist definitiv für viele sehr, sehr spannend, die da sagen wir mal ein höheres Maß an Sicherheit haben wollen. So, habe ich sonst auch noch was Wichtiges in der Zusammenfassung vergessen?“

 

Kristin Kiel: „Ich, ich vielleicht können wir noch, also es ist natürlich einfach auch schön, es wäre schön, wenn es so wäre. Also ich habe irgendwie noch einfach so, ne, also jetzt mal ganz abgesehen von irgendwie Verkäufen und und allem, es wäre einfach schön, wenn es so wäre, dass wir wirklich einfach sagen würden, wir denken da dran, wir denken an die. Das finde ich irgendwie nett.“

 

Robin Heintze: „Das wäre sehr, sehr schön. Ja, definitiv. Dieser inklusive Gedanke, der ja an vielen Ebenen da sein sollte, manchmal müssen wir müssen wir vom Gesetz, sag ich mal so ein bisschen mehr Rücksichtnahme gezwungen werden.“

 

Kristin Kiel: „Ja.“

 

Robin Heintze: „Vielleicht hilft es ja, das tiefer zu verankern, weil es in den meisten Fällen ja keine böse Absicht, sondern einfach nur, sag ich mal, mangelnde, mangelnde, mangelndes Bewusstsein dafür, dass das acht bis neun Millionen Menschen in Deutschland auch sein könnten. Das ist keine Randgruppe, kann man ganz klar sagen.“

 

Kristin Kiel: „Absolut.“

 

Robin Heintze: „Liebe Christine, vielen, vielen Dank für die Einblicke. Hat großen Spaß gemacht und zwar auch ein wenig erhellend für mich und ich hoffe für, ich beschäftige mich schon ein bisschen länger damit zwangsläufig und ich hoffe für alle da draußen auch die relevanten Punkte mit drin. Wenn ihr das jetzt ganz mit uns umsetzen wollt, einfach auf mich oder auf Christine zukommen, Kontaktdaten findet ihr ganz sicherlich, die sind barrierefrei auf unserer Seite auch zu finden und auch LinkedIn und sonst wo. Und ansonsten würde ich sagen, viel Erfolg bei der Umsetzung. Natürlich nicht vergessen, den Podcast zu abonnieren, mit fünf Sternen zu bewerten, schönen Kommentar zu hinterlassen, das hinterlässt uns, nee, äh, verschafft uns große Freude und so was wollte ich sagen. Und ansonsten sage ich einfach mal bis zum nächsten Mal. Ciao, ciao.“

 

Kristin Kiel: „Tschüss.“

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