Universal Analytics wird eingestellt – Was Du jetzt wissen solltest

Universal Analytics wird eingestellt – Was Du jetzt wissen solltest, und wie Du Dich auf GA4 vorbereitest

Schon länger begleitet uns das “neue” Google Analytics 4 property (oder kurz: GA4). Schon seit Oktober 2020 ist GA4 aus dem Beta Stadium heraus. Lange wurde gemutmaßt, wann denn nun die Umstellung von Universal Analytics auf GA4 kommen soll. Jetzt ist es offiziell: Google verkündete die Einstellung von Universal Analytics zum Sommer 2023. Was Du zur Umstellung wissen musst und wie Du Dich am besten vorbereitest, erfährst Du in diesem Artikel.

Inhaltsverzeichnis

  1. Wann erfolgt die Umstellung?
  2. Was passiert dann mit Deinen Daten in Universal Analytics?
  3. Kannst Du Googles Analyse-Tool dann gar nicht mehr nutzen?
  4. Super, dann kann ich ja ganz bequem zu GA4 wechseln!
  5. Wie sehen dann also die nächsten Schritte aus?
  6. Hast Du noch Fragen zu GA4?

 

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Wann erfolgt die Umstellung?

Universal Analytics properties werden ab dem 1. Juli 2023 keine neuen Daten mehr erfassen.
Die Einstellung von Universal Analytics 360 properties wurde vom 1. Oktober 2023 auf den 1. Juli 2024 verschoben.


Google Analytics wird momentan auf knapp 60% der Webseiten zur Auswertung der Besucher:innen genutzt (W3Techs, 2021)


Was passiert dann mit Deinen Daten in Universal Analytics?

Für Standard-Properties werden nach dem 1. Juli 2023 werden keine neuen Daten mehr erfasst, historische Daten sollen aber noch für mindestens sechs Monate einsehbar bleiben. Universal Analytics 360 properties können, wie oben genannt, noch bis zum 1. Juli 2024 Daten erfassen. Es empfiehlt sich, die historischen Daten zu exportieren.


Kann ich Googles Analyse-Tool dann gar nicht mehr nutzen?

Doch, das Analyse-Tool verschwindet nicht komplett. Es wird durch seinen Nachfolger Google Analytics 4 property (GA4) ersetzt.


Mindestens 5,8 Millionen Websites benutzen bereits Google Analytics 4

(The Social Shepherd, 2022)


 

Super, dann kann ich ja ganz bequem zu GA4 wechseln!

Jain. Um weiterhin Datenanalyse für Deine Website zu betreiben, empfiehlt sich die frühzeitige Planung über den Wechsel zu GA4. Leider gibt es hier keine Einstellung, die Dein bestehendes Setup in wenigen Klicks von Universal Analytics auf GA4 upgraded. Die neue GA4 Property muss neu angelegt und eingerichtet werden. Auch lässt sich das Tracking nicht 1 zu 1 übertragen, sondern muss neu geplant und eingerichtet werden.

 

Wie sehen dann also die nächsten Schritte aus?

Die folgenden Punkte können Dir bei einem problemlosen Wechsel von Universal Analytics zu GA4 helfen:

  • Status quo: Verschaffe Dir einen Überblick über Dein aktuelles Setup. Welche Informationen brauchst Du oder der Stakeholder? Welche benutzerdefinierten Einstellungen wurden im Tracking vorgenommen? Vielleicht hast Du hier auch eine schöne Gelegenheit für einen Frühjahrsputz, sodass Du Dich auf die nur wirklich notwendigen Metriken konzentrieren kannst.
  • Planung des Accounts: Nachdem Du nun weißt, welche Informationen essentiell sind, geht es an die Planung. Wie schon eingangs erwähnt, lässt sich das Universal Analytics Tracking nicht exakt auf GA4 übertragen. Die Planung fängt bereits bei der Struktur des Accounts an, da Datenansichten, wie wir sie aus Universal Analytics kennen, nicht mehr existieren. Hast Du eine Website mit vielen Sprachvarianten? Überlege Dir gut, wie Du diese zukünftig sinnvoll auswerten möchtest.
  • Strukturierung der Tracking-Implementierung: Im nächsten Schritt kannst Du Dir nun Gedanken über Deine neue Eventstruktur machen. Es empfiehlt sich, diese zuerst in einem Dokument zu skizzieren. Mit welchen zusätzlichen Informationen möchtest Du Deine Events per Event Parameter anreichern?
  • Implementierung & Setup des GA4 Accounts: Wenn Dein Implementierungsplan steht und Du alle relevanten Informationen abgedeckt hast, kannst Du Dein Tracking einbauen. Der Google Tag Manager empfiehlt sich als zentrales Implementierungs-Tool für alle Deine Tracking-Pixel. Vergiss nicht, Deine Property mit den relevanten Google Services zu verknüpfen, wie z.B. Google Ads, Google Search Console oder der BigQuery.
  • Consent: GA4 bringt von Haus aus einige Datenschutz Features mit, die Du nutzen bzw. aktivieren kannst. Dazu gehört z.B. eine automatische IP-Anonymisierung oder der Consent Mode (die anonyme Messung von Conversion-Pings von Nutzer:innen, die ihren Consent nicht gegeben haben). Die einzelnen Einstellungen klärst Du am besten mit Deinem Datenschutzbeauftragten ab. Vergiss nicht, auch Dein neues GA4 Tracking entsprechend an den Nutzer-Consent anzupassen.
  • Testing: Natürlich muss das Setup getestet werden. Laufen alle Daten so ein, wie erwartet oder sind noch Anpassungen nötig?
  • Reportings: Wenn Dein GA4-Tracking steht, dann kannst Du Deine neu gewonnenen Daten nun aufbereiten und visualisieren. Am besten sprichst Du auch nochmal mit Deinem Stakeholder, sodass ihr ein sinnvolles und hilfreiches Reporting erstellt.
  • Weiterbildung: Versuche von Anfang an intensiv mit GA4 zu arbeiten. Gerade, wenn Du Universal Analytics gewöhnt bist, fällt die Nutzung des Interfaces und die Erstellung von eigenen Reports vielleicht erstmal schwer. Halte Dich über Neuerungen auf dem Laufenden. Auch solltest Du Deinen Kolleg:innen das Thema und den Umgang mit dem neuen Tool zeitig nahebringen.

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Hast Du noch Fragen zu GA4?

Der Hilfe-Artikel im Support Center wird laufend aktuell gehalten. Hier erfährst Du alles zu neuen Fristen bezüglich Universal Analytics. Außerdem findest Du bei uns im Blog regelmäßig Inhalte zu GA4, wie z.B. den neuesten Updates oder wenn Du Dich erstmal grundlegend mit der Thematik GA4 vertraut machen möchtest, gibt es hier einen guten Überblick. Weitere Fragen kannst Du uns gerne über das Kommentarfeld da lassen.
Können wir Dich bei der Implementierung von GA4 unterstützen, dann melde Dich ebenfalls gerne bei uns!

 

Veronique Hahn

Geschrieben von

Veronique ist Senior Consultant Web Analytics bei morefire. Am liebsten kuschelt sie aber mit Bürohund Manson. Für spontane Reisetrips, Kinobesuche und gutes Essen ist sie immer zu haben.

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