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Anzeigenerweiterungen bei AdWords

Dank der Anzeigenerweiterungen bei AdWords könnt Ihr Eure Anzeigen nicht nur vergrößern und somit auffälliger gestalten, sondern auch ergänzende Informationen vermitteln. Ein großer Vorteil für alle Werbetreibende, die mit der begrenzten Zeichenanzahl der Anzeigen nicht auskommen. Mit der Zeit sind viele neue Anzeigenerweiterungen dazu gekommen. Welche aber sind für welches Produkt sinnvoll?

Vorsicht! Das gibt es zu beachten

Bevor Ihr Euch nun an die Arbeit macht, alle Anzeigenerweiterungen einpflegt und Euch darauf verlasst, dass diese zusätzlich zu Eurem Anzeigentext immer angezeigt werden, muss ich Euch hiermit enttäuschen. Selbst wenn wir alle Anzeigenerweiterungen einer Kampagne hinzufügen, bedeutet dies nicht, dass diese immer ausgeliefert werden.

Die Anzeigenerweiterungen erscheinen zum Großteil nur bei Anzeigen in den drei obersten Positionen. Ob und welche Anzeigenerweiterungen im Endeffekt ausgeliefert werden, obliegt ganz allein Google. Laut Google wird bei jeder Auktion die erfolgversprechendste Kombination aus den Erweiterungen und dem Format ausgeliefert.

7 Gründe, weshalb Ihr trotzdem unbedingt Anzeigenerweiterungen verwenden solltet

  1. Mehr Zusatzinformationen für den Nutzer
  2. Mehr Interaktionsmöglichkeiten
  3. Abgrenzung von der Konkurrenz
  4. Keine weiteren Kosten für mehr Informationen
  5. Höhere CTR dank des großzügigen Platzes im sichtbaren Bereich
  6. Der Qualitätsfaktor sowie der Anzeigenrang verbessern sich
  7. Bessere Sichtbarkeit der Anzeige

Dies sind nur 7 von vielen Gründen, warum es sich lohnt Anzeigenerweiterungen zu nutzen. Es entstehen Euch dabei keine weiteren Kosten und gerade im Hinblick auf die Qualität Eures AdWords Accounts kann dies einen großen Einfluss haben.
Die nachfolgende Tabelle zeigt auf, welche Erweiterungen sowohl für die Suche als auch für das Displaynetzwerk verwendet werden können:

Übersicht AdWords Anzeigenerweiterungen Suche Displaynetzwerk

Nachfolgend findet Ihr bis zum jetzigen Stand alle Anzeigenerweiterungen, die bisher möglich sind. Hierbei wird zwischen manuellen und automatischen Anzeigenerweiterungen unterschieden.

Manuelle Anzeigenerweiterungen

Diese könnt Ihr ganz leicht selbst im AdWords Account unter dem Tab Anzeigenerweiterungen hinzufügen. Die Mehrheit der Anzeigenerweiterungen lassen sich auf Konto-, Kampagnen- und Anzeigengruppen-Ebene anwenden.

AnzeigenerweiterungenZu den manuellen Anzeigenerweiterungen gehören folgende:

1. Sitelink-Erweiterungen (engl. Sitelink Extensions)

Wie der Name schon sagt, werden bei dieser Erweiterungen Links hinzugefügt. Diese werden in Text verpackt, womit Ihr die Möglichkeit habt, zusätzlich zu der Haupt-URL noch weitere URLs hinzuzufügen. Den Text und den dazugehörigen Link legt Ihr selber fest. Auch hier gibt es zwei Restriktionen: Der Text darf maximal 25 Zeichen lang sein und die URL darf weder mit der Haupt-URL noch mit der eines anderen Sitelinks übereinstimmen. Optional kann eine Beschreibung hinzugefügt werden. Diese ist 2 Zeilen lang und darf jeweils 35 Zeichen enthalten.

Sitelinks

Neben den Standard-Informationen, die eingetragen werden müssen bzw. sollten, habt Ihr zudem die Möglichkeit ein Start- und Enddatum sowie URLs für Mobilgeräte und Optionen für Sitelinks-URLs zu ergänzen. Ein Start- und Enddatum bietet sich besonders dann an, wenn eine URL auf eine temporäre Unterseite verlinkt (z. B. Rabattaktion). Mein Tipp: Immer eine gerade Anzahl an Sitelinks verwenden, sprich 2 oder 4.
Sitelinks-Erweiterungen

2. Erweiterungen mit Zusatzinformationen (engl. Callout Extensions)

Diese Art von Erweiterung eignet sich besonders gut dafür, Vorteile des Unternehmens oder des Produkts hervorzuheben. Was zeichnet Euch aus? Ist es der kostenlose Versand, die persönliche Beratung oder doch das 50-jährige Bestehen Eures Unternehmens?
Bei den Callouts habt Ihr die Möglichkeit drei bis vier Vorteile anzugeben und somit einen Mehrwert für den Kunden aufzuweisen. Jeder Callout kann bis zu 25 Zeichen lang sein. Zur Info: Erweiterungen mit Zusatzinformationen sind nicht anklickbar. Sie dienen also nur als Informationsquelle.

Marken Callouts 02Auch hier habt Ihr die Möglichkeit ein Start- und Enddatum sowie das bevorzugte Endgerät auszuwählen.

Zusatzinfos

Mein Tipp: Falls Ihr einen USP habt, sollte dieser spätestens bei den Callouts erscheinen. Nennt zudem die Vorteile, die Euch von der Konkurrenz abheben.

3. Snippet-Erweiterungen (engl. Snippet Extensions)

Bei dieser Art von Erweiterung könnt Ihr Euren Anzeigen Merkmale hinzufügen. Auswählbare Merkmale sind:

  • Ausstattung
  • Dienstleistungen
  • Kurse
  • Marken
  • Modelle
  • Serien
  • Stile
  • Studiengänge
  • Typen
  • Versicherungsleistung
  • Viertel
  • Vorgestellte Hotels
  • Ziele

Wählt man eines dieser Merkmale aus, zeigt Google einem Beispiele. So könnt Ihr herausfinden, ob das jeweilige Merkmal für Euer Produkt sinnvoll ist.

Snippet Typen

4. Anruferweiterungen (engl. Call Extensions)

Anruferweiterungen bieten sich nur an, wenn Ihr eine Telefonnummer habt und ein Anruf für Euch als Conversion wichtig sein kann. Sinnvoll ist dies z. B. bei Hotels, Autovermietungen, Shops, Versicherungen etc.
Bei mobilen Anzeigen kann per Klick auf die Telefonnummer sofort bei Euch angerufen werden. Bei den Desktop-Anzeigen wird die Nummer zusätzlich angezeigt.

Anrufe

Die Anrufe könnt Ihr zudem als Conversion-Ziel einrichten. Somit könnt Ihr hinterher bei der Auswertung genauere Angaben zu der Verteilung der Conversions geben.

Mein Tipp: Falls Ihr nur begrenzte Geschäftszeiten habt und nur in diesem Zeitraum die Anrufe entgegen nehmen könnt, ist es sinnvoll einen Zeitplan einzurichten. Hier könnt Ihr die jeweiligen Tage sowie die gewünschte Uhrzeit angeben. Dadurch werden unnötige Klickkosten gespart.

Anrufe 2

5. SMS-Erweiterungen (engl. Click-to-message)

Diese Erweiterungen sind nur auf dem Mobiltelefon zu sehen. Besonders hilfreich ist diese Art von Erweiterung, wenn Termine o.ä. per SMS gebucht werden können. Ihr bietet dem Nutzer also eine weitere Möglichkeit, Euch auf dem schnellstmöglichen Weg zu erreichen. Sobald der Nutzer auf das SMS-Symbol in der Anzeige klickt, öffnet sich die von Euch vordefinierte Nachricht in der jeweiligen SMS-App.

SMS-Erweiterung

Quelle zum rechten Bild: https://www.till.de/blog/tipps-tricks/google-adwords-nachrichtenerweiterungen-heissen-jetzt-sms-erweiterungen.html

6. Standorterweiterungen (engl. Location Extensions)

Dank Standorterweiterungen können Nutzer Eure Standorte einfacher und besser finden. Eure Anzeige erscheint dann mit der genauen Adresse, welche durch die Öffnungszeiten ergänzt wird.

StandorterweiterungKlickt man auf die Adresse wird diese in Google Maps geöffnet, sodass Ihr die schnellste Route berechnen lassen könnt. Wenn Ihr auf die Öffnungszeiten klickt, öffnet sich eine kleine Box, in der Ihr die Öffnungszeiten der jeweiligen Tage einsehen könnt.

StandorterweiterungEin großer Vorteil von Standorterweiterungen ist zudem, dass diese nicht nur im Such-, sondern auch im Displaynetzwerk ausgespielt werden können. Und zwar immer dann, wenn sich der Nutzer in der Nähe Eures Standorts befindet oder Interesse an der Gegend bekundet hat. Die Voraussetzung für diese Art von Anzeigenerweiterung ist die Erstellung eines Google My Business Kontos. Wie das geht, erfahrt Ihr hier.

7. Affiliate-Standorterweiterungen (engl. Affiliate Location Extensions)

Eine sehr hilfreiche Anzeigenerweiterung, die es leider bisher nur in den USA und im Vereinigten Königreich gibt. Sie wird auf Kontoebene eingerichtet. Hierbei können Autohändler oder Einzelhändler wie z. B. Foodlocker beworben werden. Der enorme Vorteil dabei: Ihr erspart Euch den großen Aufwand jeden Standort manuell anzulegen.

Affiliate8. Preis-Erweiterungen (engl. Price Extensions)

Dank dieser Anzeigenerweiterung könnt Ihr dem Nutzer Eure Dienstleistungen und Produkte noch ausführlicher präsentieren. Beim Anklicken einer solchen Preis-Karte gelangt der User sofort auf die Seite mit dem angebotenen Produkt und Preis. Acht Artikel mit Preisen können in einer Anzeige angezeigt werden. Wenn Ihr oft Preis- oder Produktänderungen habt, sind Preis-Erweiterungen die richtige Wahl, da diese ganz schnell angepasst werden und keinen Verlust der Leistungsstatistiken aufweisen.

Pro „Karte“ könnt Ihr einen Titel (= 25 Zeichen), eine Beschreibung (= 25 Zeichen), einen Preis, eine Einheit (pro Stunde/Tag/Woche etc.), finale URL und mobile URL eintragen. Die Felder Titel, Beschreibung, Preis sowie die finale URL sind Pflichtfelder. Vorab müsst Ihr eine Sprache, den Typ (z. B. Marke oder Dienstleistung), die Währung und falls gewünscht einen Preiskennzeichner (ab/bis) angeben.

Preiserweiterung EinrichtungDie Ansicht für Desktop und Mobile ist auch unterschiedlich. Während bei Desktop die Ergebnisse meist nebeneinander stehen, sind diese bei Mobile untereinander aufgelistet. Bei Desktop gibt es zudem zwei unterschiedliche Ansichten. Entweder man sieht nur den Titel und Preis, dann muss man sich die anderen Produkte aufklappen, indem auf „Mehr“ geklickt wird. Oder sie befinden sich wirklich wie Karten unter der Anzeige.

Preis-ErweiterungQuelle zum linken Bild: https://www.pa.ag/de/die-neue-anzeigenerweiterung-in-adwords-preiserweiterungen/

Quelle zum rechten Bild: http://www.marketingppc.at/mehr-kunden-gewinnen-mit-adwords-anzeigenerweiterungen/

9. App-Erweiterungen (engl. App Extensions)

Diese Anzeigenerweiterung ist nur für Anzeigen auf Mobilgeräten und Tablets möglich. Die Nutzer können direkt agieren und Eure App downloaden. Dadurch könnt Ihr schon mit der AdWords Anzeige Downloads generieren.App-Erweiterung

10. Rezensionserweiterungen (engl. Review Extensions)

Wenn Ihr Vertrauen und Kompetenz vermitteln wollt und zudem über eine Bewertungsplattform Bewertungen erhalten habt, ist dies ein Muss für Eure Kampagne. Ihr könnt Rezensionen Eurer Nutzer hinzufügen, welche in der Anzeige als Zitat oder als umgeschriebener Text erscheinen.
Die Bewertungen müssen aus externen Quellen (z. B. Holidaycheck) stammen und dürfen nicht älter als ein Jahr sein. Da Nutzer sehr viel wert auf die Meinungen anderer Nutzer legen, sollte diese Erweiterung definitiv eingebunden werden.

RezensionserweiterungAutomatische Erweiterungen

Diese Art von Erweiterungen erstellt Google automatisch und sie werden nur angezeigt, wenn die jeweilige Erweiterung Bezug zu einer bestimmten Anzeige hat.

1. Verkäuferbewertungen (engl. Seller Ratings)

Dank Verkäuferbewertungen werden Werbetreibende mit guten Bewertungen hervorgehoben. Anders als die Rezensionserweiterungen werden diese Bewertungen in Form einer Zahl 1-5 und Sternchen 1-5 angezeigt. Die Voraussetzungen dafür sind 150 Bewertungen von verschiedenen Nutzern, wobei die Gesamtbewertung bei 3,5 Sternen liegen muss.

2. Vorherige Besuche

Hier wird eine Zeile unter Eurer Anzeige eingefügt, welche dem Nutzer vermittelt, dass er Eure Webseite schon öfter besucht hat. Das soll ihm einen Grund geben Eure Seite nochmals zu besuchen.
Nutzer können diese Erweiterung nur sehen, wenn sie in Google angemeldet sind und mindestens einmal auf Eure Anzeige geklickt haben.
Neben diesen beiden automatisch erstellten Anzeigenerweiterungen gibt es auch noch dynamische Sitelinks und dynamisch strukturierte Snippets. Hierfür zieht sich Google die relevanten Infos aus Eurer Webseite. Dies geschieht auch nur, wenn Google davon ausgeht, dass dies die erfolgsversprechendste Erweiterung ist.
Unter dem Tab Anzeigen: Bericht „Automatische Erweiterungen“ könnt Ihr Euch alle von Google erstellten Anzeigenerweiterungen ansehen.

Fazit

Anzeigenerweiterungen sind einfach zu erstellen und können große Auswirkungen auf die Performance Eurer Kampagne haben. Einmal erstellt können sie für alle Kampagnen oder Anzeigengruppen übernommen werden (variiert je nach Erweiterung). Ihr habt damit die Chance die Reichweite Eurer Anzeigen zu erhöhen und mehr Informationen zu vermitteln.

Bleibt hier immer up to date, denn Google veröffentlicht ständig neue Anzeigenerweiterungen, die für Euch als Werbetreibende besonders hilfreich sein könnten.

Geschrieben von

Romina ist seit 2016 als Consultant Paid Media tätig. Neben ihrem Job im Online Marketing verbringt sie die meiste Zeit mit ihrem Surfboard unterm Arm auf Reisen. Egal ob Südafrika oder Europa – Hauptsache so oft es geht im Meer sein!

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