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Seo Sunday – Bildoptimierung mit Definitonslisten

Manchmal stößt man als Webentwickler über Dinge, die einem „normalen“ SEO nicht auffallen würden. Z.B. darauf, dass eine Definitionsliste möglicherweise ein richtig gutes Werkzeug zur Optimierung von Websites sein kann.

Was ist eine Definitionsliste?
Eine Definitionsliste ein Standard-HTML-Tag, dass im Web kaum Anwendung findet. Es ist im wesentlichen eine Liste wie ul und ol. Aber – und das ist jetzt entscheidend – jedes Listenelement lässt sich näher spezifizieren. Das bedeutet konkret, dass ich Elemente innerhalb dieser Definitionslisten mit Hilfe von Worten (Google liebt Worte) genauer beschreiben kann. Ich persönlich halte das für eine recht weitreichende Erkenntnis. Denn: zum einen ist es eine hervorragende Möglichkeit alle Arten von Grafiken (geht auch mit Flashobjekten, Videos und Audiodateien) für Suchmaschinen zu verschlagworten. Zum Anderen, und dass ist vielleicht noch interessanter, besteht mit Definitionslisten eine komfortable Möglichkeit eine Seite auf Ihren semantischen Rattenschwanz hin durchzuoptimieren. Und zwar ohne den Text dabei zu versauen. Kurz zusammengefasst: Eine Definitionsliste ist das, wonach ihr schon immer gesucht habt.

Wie können Definitionslisten zur Bildoptimierung genutzt werden?
Ganz einfach: indem dafür gesorgt wird, dass Grafiken zum Beispiel in Fotoportalen oder Bildergalerien nicht einfach als Image in ein DIV gepackt werden, sondern in eine sauber strukturierte Definitionsliste, die sogar noch besser mit CSS durchgestyled werden kann. Das erweitert unseren Spielraum bei der Optimierung von Grafiken erheblich. Denn es stehen nicht mehr nur Dateiname, Title und Alt Attribut zur Verfügung, sondern eine komplett ausformulierte textuelle Beschreibung des Dargestellten. Konkret in Sourcecode ausgedrückt sieht das ganze so aus:

Die Durchgestylte Variante sieht dann so aus:

Das entscheidende an der Definitionsliste: Google erhält jetzt nicht nur über den Umgebungstext Anhaltspunkte für den textuellen Inhalt, sondern einen direkten Verweis auf den Inhalt des Bildes.

Wie können Definitionslisten zur Textoptimierung genutzt werden?
Wie der Namen schon sagt, dienen Definitionslisten nicht zur Definition von wasauchimmer. Also auch zur Definition von textuellen Ausdrücken. Der Blackhat-Bonus daran: die Definitionen lassen sich via CSS natürlich wunderbar ausblenden, so dass es möglich wird einem Suchmaschinenbot zur Erklären, was in einem Text eigentlich zum Ausdruck gebracht werden soll, während der Nutzer es ganz von selbst versteht, weil er ein wirklich gut funktionierendes Gehirn hat, sofern er nicht am Tag zuvor mit Saufspielen beschäftigt war. Natürlich müssen die Definitionen nicht komplett ausgeblendet werden, immerhin könnte ja auch mal ein Quality-Rater auf die Idee kommen genauer hinzuschauen. Dem kann mit ein bisschen geschicktem Scripting und Styling aus dem Weg gegangen werden. Folgende Möglichkeiten bieten sich hier:

DOM-Manipulation via JavaScript
Die Definitionen werden zwar im Text niedergelegt, aber für den Nutzer unsichtbar gemacht. Damit der Quality-Rater nicht beleidigt ist, werden die Definitionen mittels JavaScript aus dem Dokument ausgelesen und unterhalb des Textes aufgelistet. Das kann beliebig hübsch aussehen, z.B. in Form einer Tag-Cloud oder ähnlicher Design-Spielereien.

Markierung definierter Begriffe
Da wir die zu definierenden Begriffe recht gut via CSS filtern können, bietet es sich an, deren Definitionen innerhalb des Textes auszublenden, aber das Definierte Wort hervorzuheben. Fährt der Nutzer mit der Maus drüber geht irgendeine super stylische Blubberblase auf und erklärt den Begriff.

Fazit
Die Möglichkeiten von Definitionslisten sind vielfältig. Insbesondere im Bereich Multimedia bieten sich durch Ihren Einsatz ungeahnte Möglichkeiten die dargestellten Inhalte näher zu spezifizieren und dadurch vor allem Im Bereich Bildersuche und Universal-Search signifikant die Seitenperformance zu verbessern.

Einen schönen Restsonntag noch.

Update. hier das Ergebnis unseres Experiments von Montag 9:33 Uhr:

Geschrieben von

Nico Graff ist selbstständiger Webentwickler aus Köln. Er baut Programme und Services und schreibt über die Selbstständigkeit unter graff.cc.

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