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Warum ist interne Verlinkung so wichtig und wie kann sie optimiert werden?

Die interne Verlinkung ist sowohl aus SEO- als auch aus UX-Sicht ein wichtiger Bestandteil einer Webseite. Man sollte sich daher regelmäßig einen Überblick über die interne Verlinkung auf der eigenen Webseite verschaffen. Ein Anwendungsbeispiel für Screaming Frog ist der Export aller Verlinkungen. Diese können unter „Bulk Export“ und „All Inlinks“ heruntergeladen werden. So lässt sich die gesamte interne Verlinkungsstruktur im Excel-Format exportieren.

Aber warum ist die Verlinkung so wichtig?

  1. Crawler wird schneller und einfacher zu den Seiten navigiert
  2. Signalisiert welche Seiten thematisch zusammen gehören und relevant sind
  3. Verbreitet „Link Power“ zwischen den Seiten
  4. Interne Links erhöhen die Nutzerinteraktion mit der Seite
  5. Kampagnen können verlinkt und dadurch hervorgehoben werden

Neben der internen Verlinkung im Text sollte man außerdem ein gut strukturiertes Menü haben, in dem der Nutzer sich schnell zur gewünschten Seite navigieren kann. Ankertexte, die die Nutzerintention ansprechen, erhöhen außerdem die Wahrscheinlichkeit, dass der Nutzer mehrere Seiten besucht und es schließlich zur Conversion kommt.

Auch neue Seiten, wie zum Beispiel Blogartikel werden durch interne Verlinkung gestärkt. Für sich alleine hat diese Seite zunächst keine Power, da sie komplett neu ist. Mit einem Link, zum Beispiel von der Startseite, bekommt sie aber mehr Power, wird schneller indexiert und erhält dadurch ein besseres Ranking.

Interne Linkstruktur aufbauen

1. Link-Autorität

Die stärkste Seite der Webseite ist die Startseite. Somit sollten alle Seiten mit möglichst wenig Klicks von dort zu erreichen sein. Daher sollten auch alle wichtigen Kategorien bzw. Seiten im Menü der Startseite verlinkt sein. So kann man sicherstellen, dass auch bei großen Webseiten alle Seiten mit ein paar Klicks erreichbar sind.

2. Content-Verlinkungen

Verlinkungen im Text erhöhen die Nutzerfreundlichkeit und unterstützen die Nutzerintention. So können zum Beispiel Seiten mit passenden Informationen in einem Text verlinkt werden, sodass ein Nutzer, der sich informieren möchte, direkt zur nächsten relevanten Seite gelangt.

3. Position der Verlinkungen

Neben den Verlinkungen im Text macht es oftmals auch Sinn relevante Seiten, wie zum Beispiel weitere Blogartikel, in der Sidebar oder unterhalb eines Textes zu verlinken. So gelangt der Nutzer, nachdem er einen Text gelesen hat, direkt zu einer weiteren thematisch passenden Seite.

Außerdem können „Tags“ das Thema oder die Kategorie einer Seite widerspiegeln, was einerseits der Nutzerfreundlichkeit dient, aber auch das Crawling erleichtert. Ähnliche Vorteile haben eine Breadcrumb und Sitemaps. Anhand der Breadcrumb kann der Nutzer erkennen, wo er sich auf der Webseite befindet, zu welcher Kategorie die Seite gehört und gelangt schnell auf andere Kategorie-Ebenen.

HTML-Sitemaps, die meistens im unteren Bereich einer Seite sind, stellen dem Nutzer bestenfalls übersichtlich die Struktur der Seite mit allen Kategorien und Unterkategorien dar. Aus SEO-Sicht ist außerdem eine XML-Sitemap sehr wichtig, da dort nochmal alle Seiten verlinkt sind, was das Crawling wiederum erleichtert.

4. Relevanz

Wie oben erwähnt, ist es wichtig, dass nur thematisch relevante Seiten untereinander verlinkt werden. So werden sowohl für den Nutzer als auch für den Crawler ersichtlich welche Seiten zusammengehören. Die Nutzerinteraktion wird gesteigert und das Crawling erleichtert. Der Ankertext sollte außerdem das Keyword enthalten, für das die Seite ranken soll. Um die Conversions zu erhöhen, sollte man auf entsprechende Seiten außerdem mit einer Call-To-Action verlinken (z. B. „Jetzt zum Newsletter anmelden“). Diese sollten möglichst above the fold platziert werden, damit es für den Nutzer leicht zu erkennen ist und er schnell auf die Seite gelangt. Nichtsdestotrotz müssen Call-To-Action-Verlinkungen mit Bedacht gesetzt werden, da es sonst unseriös oder „spammy“ wirkt.

5. Nofollow-Tag

Trotz der Wichtigkeit interner Verlinkungen möchte man möglicherweise nicht alle Seiten einer Webseite pushen. Für diesen Fall gibt es das rel=“nofollow”-Tag. Ist dieses gesetzt, werden die Links auf der entsprechenden Seite nicht gecrawlt. Der Tag wird zum Beispiel häufig für Kommentare eines Blogs verwendet. Trotzdem sollte man dies nur mit Vorsicht einsetzen. Interne Verlinkungen sollten damit generell nicht gekennzeichnet werden, da dadurch Linkpower verloren geht. Früher war es eine gängige Praxis bestimmte Links mit nofollow auszuzeichnen, um andere Links dadurch zu stärken. Das funktioniert heute nicht mehr, da Google für die Linkpower alle Links betrachtet, unabhängig davon, ob sie ein Nofollow-Tag haben oder nicht. Dadurch kann die Linkpower nicht mehr auf bestimmte Links geleitet werden.

Fazit

Die interne Verlinkung ist ein wichtiger Bestandteil für den Erfolg einer Seite. Es ist wichtig einige To-dos zu beachten und die interne Verlinkung regelmäßig zu überprüfen. Richtig umgesetzt, fördert sie die Navigation des Nutzers auf der Seite und steigert die Interaktion bis hin zur Conversion. Auch für das Ranking ist es wichtig, da dem Crawler die Seitenstruktur und deren Themen aufgezeigt werden.

Lisa hat Medienmanagement studiert und ist jetzt Consultant SEO bei morefire. Neben den neuesten Online-Marketing Trends, begeistert sie sich privat für Konzerte und gute Filme.

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Ein Kommentar

Timo schrieb am 28. September, 2017 @ 10:00

Hallo Lisa,

ich bin auf deinen interessanten Artikel gestoßen. Finde ihn sehr hilfreich. Vor allem aber deine Erläuterungen zur richtigen Verlinkung, finde ich mehr als gelungen und sehr empfehlenswert. Danke dafür. Genau danach hatte ich gesucht.

Liebe Grüße
Timo

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