Social Ads für Online-Shops: So geht’s

Social-Media-Plattformen wie Facebook, Instagram & Co. bieten E-Commerce-Unternehmen immer mehr Möglichkeiten, ihre Produkte online zu präsentieren und damit die Markenbekanntheit sowie den Umsatz im Onlineshop zu steigern. 


statistics_icon

74% der Verbraucher:innen lassen sich bei ihren
Kaufentscheidungen von sozialen Netzwerken beeinflussen. 


Neben organischen Features wie z.B. Instagram Shopping gibt es für E-Commerce-Unternehmen auch eine Vielzahl an Möglichkeiten im Bereich Social Media Advertising. Welche Möglichkeiten das sind und was die jeweiligen Plattformen bieten, erfährst Du im folgenden Blogartikel.

 

Facebook & Instagram Ads für Onlineshops

Neben den organischen Features bieten Facebook und Instagram auch einige Shopping Features für Werbeanzeigen an. Es empfiehlt sich, die organischen Produkte zu nutzen, da sie den eigenen Shop auf den Plattformen präsentieren. Aber mit diesen Produkten allein findest Du nur wenige neue Kund:innen. Mit organischen Beiträgen erreichst Du in der Regel nur Personen, die Deinem Unternehmen bereits folgen. Und längst nicht jeder Beitrag wird auch jedem Follower angezeigt. Einzelne Personen folgen immer mehr Seiten und es werden täglich neue Inhalte erstellt und am Ende entscheidet der Algorithmus was Nutzer:innen angezeigt bekommen. 

Den richtigen Boost für Deinen Shop und für Deine Produkte bekommst du also nur wenn Du etwas Werbebudget investierst. Das Gute ist, Du kannst bereits mit kleinen Budgets etwas erreichen und Deine Kampagnen später nach oben skalieren. Mit 20€ pro Tag kannst Du bereits gute Ergebnisse erzielen, Deine Zielgruppe kennenlernen und verschiedene Anzeigen testen. Für eine umfassende Strategie mit verschiedenen Kampagnen- und Anzeigenformaten solltest Du aber bereit sein etwas mehr Budget zu investieren. 

 

Welche Möglichkeiten bieten Facebook Ads für Online-Shops?

Mit Facebook Dynamic Ads oder auch Produktkatalogverkäufen kannst Du Deine Produkte über Anzeigen bei Facebook und Instagram an bestehende Nutzer:innen oder neue Kund:innen ausspielen. Dafür benötigst Du

einen Facebook Business Account

das Facebook Pixel 

einen Produktkatalog

Den Produktkatalog kannst Du entweder manuell erstellen, über einen Datenfeed aus Deinem Shopsystem oder über eine Partner Integration wie z.B. Shopify. Eine manuelle Erstellung empfiehlt sich nur, wenn Du sehr wenige Produkte zu verwalten hast. Ansonsten empfehle ich die Integration über einen Datenfeed oder eine Partner-Plattform.

 

Commerce Manager

Über den Commerce Manager kannst Du den Feed zu Deinem Facebook Konto hinzufügen. Im Commerce Manager kannst Du unter anderem Deine Facebook und Instagram Shops verwalten und auch Produktpaletten aus Deinem Katalog erstellen. So kannst Du verschiedene Produktgruppen anlegen, falls Du bestimmte Produkte oder Kategorien bewerben möchtest.

 

Facebook Pixel

Das Facebook Pixel lässt Du im Idealfall von einem Entwickler oder einer Entwicklerin implementieren. Für Dynamic Ads muss das Pixel mit den entsprechenden Informationen aus dem Produktkatalog angereichert werden. So erkennt das Pixel, wenn sich jemand ein bestimmtes Produkt angesehen oder zum Warenkorb hinzugefügt hat. Weitere Infos zur Implementierung findest Du hier

Du kennst Dich mit dem Tracking bereits aus? Erfahre hier, wie Du Dein E-Commerce Tracking optimieren kannst.

 

Dynamic Ads (Produktkatalogverkäufe)

Kommen wir zu den verschiedenen Optionen, die Du mit Dynamic Ads hast. Zum einen hast Du unterschiedliche Möglichkeiten, was das Targeting bzw. die Ausrichtung an Deine Zielgruppe angeht, zum anderen bzgl. der Darstellung der Anzeigen.

Zuerst erstellst Du eine Kampagne für Produktkatalogverkäufe und verknüpfst Deinen Katalog mit der entsprechenden Kampagne.

 

Schaubild Kampagnenziel Produktkatalogverkäufe
Kampagnenziel Produktkatalogverkäufe.

 

Nachdem Du Deiner Kampagne eine Anzeigengruppe hinzugefügt hast, kannst Du die verschiedenen Targeting-Optionen auswählen.

 

Schaubild Produktkatalogverkäufe Zielgruppe
Produktkatalogverkäufe Zielgruppe

Wir fokussieren uns zunächst auf die Ansprache von Personen, die bereits mit Deinen Produkten auf Facebook oder Instagram oder in deinem Shop interagiert haben. Mehr Infos zum Thema “Targeting auf Facebook” findest Du hier.

Über die Informationen aus dem Produktkatalog und dem Facebook Pixel hast Du die Möglichkeit, Anzeigen an Personen zu schalten, die Produkte angesehen oder zum Warenkorb hinzugefügt haben, aber noch nicht gekauft haben.

Als Erweiterung zu diesen Kampagnen gibt es noch die Möglichkeit, Cross- und Up-Selling-Kampagnen zu schalten. Diese funktionieren ganz nach dem Prinzip “Dir gefällt dieses Produkt, dann empfehlen wir Dir auch jenes Produkt.” oder “Du hast kürzlich Produkt XY gekauft, dann empfehlen wir Dir dazu diese Produkte.”

Der nächste Schritt betrifft die Anzeigenerstellung. Hier stehen Dir drei verschiedene Optionen zur Auswahl:

Einzelnes Bild oder Video (bei diesem Kampagnenformat nicht empfehlenswert)

Carousel Anzeige

Collection Ad

Bei der Carousel Anzeige werden die Produkte nebeneinander dargestellt und Nutzer:innen können durch die Produkte swipen.

Quelle: https://allfacebook.de/wp-content/uploads/2015/05/Facebook_Carousel_3.jpg

Überschriften und Beschreibungen lassen sich dynamisch mit Daten aus dem Feed befüllen. Dazu zählen Produktname, Brand, Produktbeschreibung, Preis, aktueller Preis oder Informationen aus eigenen Labels.

Tipp: Optimiere Deinen Feed für Social-Ads-Kampagnen (Produktfeed-Optimierung) mit kürzeren Titeln, besseren Produktbildern und benutzerdefinierten Labels, z.B. mit Sale-Produkten oder Neuheiten.

Zusätzlich können auch über die Anzeige Bilder zugeschnitten, Rahmen verwendet und Kataloginformationen, z.B. Preise, Rabatte oder Produktmarkierungen, für Instagram Shopping hinzugefügt werden.

Rahmen oder Informationen aus dem Katalog eignen sich beispielsweise, um die Anzeige hervorzuheben und dadurch für die Nutzer:innen interessanter zu machen.

Eine weitere Möglichkeit zur Darstellung Deiner Produkte sind Collection Ads. Collection Ads funktionieren im Prinzip wie ein Prospekt und eignen sich sowohl für Retargeting als auch für die Ansprache neuer Kunden.

Über eine Instant Experience fügst Du Deiner Collection Ad ein Titelbild oder -video hinzu. Über den Produktkatalog werden automatisch Produkte mit Bildern und Preisen hinzugefügt.

Beispiel Facebook Collection Ad
Facebook Collection Ad

 

An diesem Anzeigenbeispiel von Facebook erkennst Du, dass die Produktbilder für die Ads extra angepasst wurden. So kannst Du Bilder mit buntem Hintergrund anstelle von einfachen Produktbildern mit weißem Hintergrund nutzen. So bekommen die Anzeigen noch mehr Aufmerksamkeit.

Tipp: Ich nutze Collection Ads auch gerne für die Neukundenansprache in klassischen Conversion Kampagnen. So kannst Du die Kampagne z.B. auf Add to Cart oder View Content (Produktansicht) optimieren und sorgst dafür, dass Deine Dynamic Ad Kampagne immer mit neuen Nutzer:innen angereichert wird.

 

Pinterest Ads für Onlineshops

Nicht nur Facebook und Instagram bieten diese Möglichkeiten für Online Shops. Auch Pinterest entwickelt sich immer weiter und bietet viele Optionen zur Bewerbung Deiner Produkte.

Deine Pinterest Unternehmensseite mit Deinen Boards und Pins sollte auch hier deine Grundlage sein. Gerade bei Pinterest hast Du auch mit organischen Pins die Möglichkeit, Personen zu erreichen, die Deinem Unternehmen noch nicht folgen. Anders als bei Facebook und Instagram werden bei Pinterest nicht nur Pins von Seiten denen man folgt angezeigt, sondern die Auslieferung erfolgt nach Interessen und Inhalten mit denen Nutzer:innen interagieren. 

Aber auch bei Pinterest funktionieren nicht alle Inhalte gleich gut. Einige Pins erzielen organisch gute Ergebnisse, andere wiederum nicht. Und hier kommt wieder das Werbebudget ins Spiel. Um dauerhaft gute Reichweiten zu erzielen und Deine Produkte potenziellen Kunden zu präsentieren, bietet auch Pinterest Werbemöglichkeiten für Online-Shops.


statistics_icon

In einem Trend Report zeigt eine Umfrage von Online-Händlern,
dass 93% auf Facebook werben und 90% auf Instagram aber bisher nur 21% auf Pinterest. 


Bei Pinterest gibt es aktuell also weniger Konkurrenz und das Potenzial neue Kunden zu finden ist hoch. Auch hier hast Du die Möglichkeit mit kleineren Budgets zu starten und Deine Kampagnen später zu skalieren.

Das Setup funktioniert hier ganz ähnlich. Wenn Du schon einen Produktfeed für Facebook erstellt hat, kannst Du diesen auch ganz einfach für Pinterest nutzen.

Um Dynamic Ads bei Pinterest zu schalten, benötigst Du ebenfalls ein Unternehmenskonto, das Pinterest Tag, eine verifizierte Webseite und den Produktkatalog.

Den Feed kannst Du im Bereich Kataloge hinzufügen. Auch hier hast Du die Möglichkeit, verschiedene Produktgruppen zu erstellen, z.B. nach Kategorien.

 

Dynamic Ads bei Pinterest

Die Einstellungen in der Zielgruppe bzw. in der Anzeigengruppe sind ähnlich zu denen bei Facebook. Wenn Dir der Facebook Werbeanzeigenmanager schon vertraut ist, dann findest Du Dich bei Pinterest Ads sicher schnell zurecht.

Pinterest dynamisches Retargeting
Beispiel für dynamisches Retargeting bei Pinterest

Anders als bei Facebook wählst Du bei Pinterest schon in der Anzeigengruppe Dein Ad Format aus.

Pinterest Katalogverkäufe
Pinterest Katalogverkäufe

 

Ein Carousel Format gibt es aktuell leider noch nicht, hier werden die Produkte aus dem Katalog als einzelne Pin Ads angezeigt. Dafür gibt es aber auch die Möglichkeit eine Collection Ad zu erstellen, mit einem Titelbild und den entsprechenden Produkten.

Im Pinterest Feed sieht das dann so aus:

Beispiel Pinterest Collection Ad
Pinterest Collection Ad

Tipp: Im Gegensatz zu Facebook und Instagram hast Du bei Pinterest auch die Möglichkeit, Kampagnen mit Keyword Targeting zu erstellen. Wenn Du z.B. schon Google Shopping oder Search Ads schaltest, kannst Du die Keywords aus den Kampagnen auch bei Pinterest verwenden. Zusätzlich lohnt es sich bei Pinterest auch auf Keywords wie “inspiration” oder “ideen” zu setzen. Der Grund: Nutzer:innen bei Pinterest wollen sich häufig inspirieren lassen, sind aber gleichzeitig auf der Suche nach passenden Produkten.

Noch mehr zum Thema Pinterest Ads findest Du in unserem Pinterest Ads Guide.

 

Fazit

Wenn Du Deine Umsätze im Onlineshop erhöhen möchtest, dann solltest Du neben organischen Social Media Aktivitäten auch in Ads investieren. Facebook, Instagram und Pinterest sollten dabei Deine ersten Anlaufstellen sein. Dank der enormen Reichweite kannst Du hier das Beste rausholen und Deine Produkte perfekt in Szene setzen. Darüber hinaus kannst Du über Retargeting Interessent:innen zu Käufer:innen machen, sowie komplett neue Kund:innen von Deinen Produkten überzeugen. Los geht’s!

Janina Focke

Geschrieben von

Janina hat Medienwirtschaft mit dem Schwerpunkt Digital Business in Köln studiert und ist jetzt Senior Consultant Social Media bei morefire. Ihr Schwerpunkt liegt auf Social Media Marketing für E-Commerce.

0 / 5 (0 votes)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.