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Echtzeitupdates: Zielgruppe erreichen und von Konkurrenten abheben

Welche Echtzeitupdates gibt es, was genau kann dynamisch in den Anzeigen anpasst werden und welche Vorteile haben solche Echtzeitupdates?

Berücksichtigung folgender Aspekte

  • Intention des Nutzers – wonach sucht der User?
  • Gerät des Nutzers – welches Gerät (Mobile, Tablet, Desktop) verwendet der User?
  • Standort des Nutzers – wo befindet sich der User?
  • Angebot-Details – wo liegt der Preis des Angebots? Wie lange gilt das Angebot?

Viele der AdWords Features gibt es schon lange, andere wiederrum sind neu. Genutzt werden sie aber selten. In diesem Blogartikel möchte ich im Detail auf die vier relevantesten Features eingehen und anhand von Beispielen verdeutlichen, wo Du sie einsetzen kannst.

1. Countdown-Funktion

Die Countdown-Funktion lässt sich in die Google-Textanzeigen einbauen. Besteht beispielsweise ein Angebot, welches in 5 Tagen endet? Wollt ihr ein Event ankündigen? Oder steht die Erscheinung eines neuen Produktes vor der Tür? Solche und noch viele weitere Situationen können in den Anzeigen berücksichtigt werden.

Dies kann dann wie folgt aussehen:Countdown 1 Countdown 2

Es besteht nicht nur die Möglichkeit den jeweiligen Countdown bis zum Ende des Angebots oder des Events einzustellen, sondern auch eine bestimmte Uhrzeit, an der die Anzeige enden soll. Zudem gibt es die Möglichkeit zwischen der Zeitzone des Kontos oder der des Betrachters der Anzeige zu wählen. Neben Deutsch und Englisch kann man noch viele weitere Sprachen nutzen.

Vorteil: Die Anzeigen müssen nicht tagtäglich geändert werden. Das ist gerade bei einem großen Konto von Vorteil.

2. IF-Funktionen

In meinem Recap vom SeaCamp in Jena 2017 habe ich bereits von einigen tollen Anwendungen für IF-Funktionen von Martin Röttgerding berichtet. Hier ging es hauptsächlich um die Device- und Ortsbezogene Ausrichtung.

Mit IF-Funktionen kann ein bestimmter Text durch angepasste Anzeigentexte ersetzt werden, wenn eine Bedingung erfüllt wird. Falls keine Bedingung erfüllt wird, wird der Standardtext ausgeliefert.

Eine bisher unerwähnte Dimension ist die Zielgruppe (Remarketing). Unter anderem ist es nun auch möglich Websitebesucher, die noch nicht gekauft haben, mit einem Rabatt anzusprechen. Dies könnte wie folgt aussehen:

IF-Funktion 3IF-Funktion 1 IF-Funktion 2

Die Anzeigentexte können für beliebige Szenarien angepasst werden. Nicht nur Nutzer ohne Kauf können hier als Remarketingliste relevant sein. Vielleicht willst Du auch gezielt Bestandskunden ansprechen und individuelle Rabatte oder ähnliches zuweisen.

Ein gutes Beispiel: Du betreibst ein Fitnessstudio und einige Verträge Deiner Kunden laufen demnächst aus. Mit zuvor erstellten Remarketinglisten kannst Du diese Mitglieder nochmals ansprechen.

3. Anzeigen nach Standorten ausrichten

Etwas komplizierter als die anderen beiden Beispiele sind die Anzeigen, welche nach Standorten ausgerichtet werden. Hier reicht es nicht aus, nur einen Platzhalter in der Anzeige einzusetzen, es muss auch ein Geschäftsdatenfeed erstellt werden. Das ist zum Glück leichter als es vielleicht am Anfang klingt.

Zum besseren Verständnis, hier eine Erläuterung der Geschäftsdaten:

„Im Abschnitt Geschäftsdaten Ihres AdWords-Kontos sehen Sie eine Tabelle mit den Daten, die Ihrem Konto zugeordnet sind. Bei diesen Daten handelt es sich beispielsweise um Informationen zu Anzeigenanpassungen, Anzeigenerweiterungen, geografischer Ausrichtung und dynamischen Displaynetzwerk-Anzeigen.“

(Quelle: https://support.google.com/adwords/answer/6072708?hl=de)

Kurzum: aus dem Geschäftsdatenfeed zieht sich Google hinterher alle relevanten Informationen, um die Anzeigen individuell auf den Nutzer anzupassen.

Dieses Echtzeitupdate ist eine große Hilfe, wenn z.B. an einem bestimmten Standort Rabatte vergeben werden sollen.

Als Beispiel: Dein Produkt wird in ganz Deutschland vertrieben, allerdings möchtest Du den Standort Köln noch mehr pushen, weshalb Du einen speziellen Rabatt zur Absatzsteigerung nutzt.

Für diese Anzeige muss wieder ein Parameter genutzt werden. In diesem muss enthalten sein, dass in der Region Köln der Rabatt und in Restdeutschland der Standardtext ausgespielt wird. Der Platzhalter muss somit den Namen des Geschäftsdatenfeeds und der betreffenden Spalte enthalten.

4. Preise in Textanzeigen integrieren

Für diese Funktion werden ebenfalls die Geschäftsdaten zur Hilfe genommen. Falls Google Shopping als Kampagne genutzt wird, wird hier natürlich immer der Preis angegeben, weshalb dieser nicht unbedingt auch in den Textanzeigen stehen muss. Soll aber eine bestimmte Aktion zusätzlich oder nur bei den Suchnetzwerk-Kampagnen beworben werden, kann dies mit einem Parameter gelöst werden.

Beispiel: Die Harry Potter DVD-Box wird gerade zu einem unschlagbaren Preis von 15 Euro angeboten. Damit so viele Nutzer wie möglich genau diesen Preis angezeigt bekommen, muss vorab eine Excel-Liste erstellt werden, die bei den Geschäftsdaten hochgeladen wird. Die Tabelle soll Angaben zum Produkt, Preis, Kampagnennamen und die passenden Keywords enthalten. Diese Liste wird bei den Geschäftsdaten hochgeladen (linke Spalte unter „Gemeinsam genutzte Bibliothek“). Der Tabelle teilst Du dann einen Namen zu, in diesem Fall würde sich „Harry Potter Aktion“ anbieten.

Sobald die Liste hochgeladen und von Google akzeptiert wurde, können die Anzeigen erstellt werden. Hier muss im Anzeigentext nur noch definiert werden, auf welchen Geschäftdatenfeed Du zugreifen willst. Durch die Verwendung der Parameter spielt Google automatisch den richtigen Preis des Produktes aus. Falls dies nicht der Fall sein sollte, hast Du vorher natürlich einen Standardtext festgelegt, womit Du sichergehst, dass Deine Anzeige auf jeden Fall ausgespielt wird.

5 Vorteile der Echtzeitupdates bei AdWords

  1. Abhebung von der Konkurrenz durch das Eingehen auf die individuellen Suchanfragen der Nutzer
  2. Bessere Zielgruppenansprache
  3. Zeitersparnis gerade bei großen Konten
  4. Mehr Platz in den Anzeigen
  5. Mehr Abwechslung

Fazit

Wer neugierig geworden ist und gerne etwas Neues in den Konten seiner Kunden ausprobieren würde, sollte sich definitiv eine der Funktionen raussuchen, um diese auszutesten. Deiner Kreativität, kannst Du hier freien Lauf lassen, das gilt besonders für die Erstellung des Geschäftsdatenfeeds. Zudem stechen Anzeigen, die sich dem Bedürfnis des Users noch besser anpassen, definitiv heraus. Also, gerne ausprobieren und neue Erfahrungen sammeln!

Geschrieben von

Romina ist seit 2016 als Consultant Paid Media tätig. Neben ihrem Job im Online Marketing verbringt sie die meiste Zeit mit ihrem Surfboard unterm Arm auf Reisen. Egal ob Südafrika oder Europa – Hauptsache so oft es geht im Meer sein!

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