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SEACAMP 2018 in Jena: Unser Recap

Das SEACamp gilt seit vielen Jahren als “Hands on” Barcamp für den PPC-Bereich mit vielen praktischen Ideen für den Arbeitsalltag und wertvollen Insights. Auch in diesem Jahr haben die Veranstalter diese Grundidee beibehalten und ein rundum gelungenes Event auf die Beine gestellt.

PPC Klassentreffen

Auf dem alljährlichen „PPC Klassentreffen“ in familiärer Atmosphäre, durften wir wieder neue Eindrücke und coole Ideen sammeln. Das mittlerweile zum 6. Mal stattfindende SEACamp in Jena (tatsächlich nach 24 Stunden ausverkauft) war für uns ein voller Erfolg. Wir möchten Euch gerne ein paar Eindrücke schildern und unsere Learnings vorstellen.

Die Themen/Vorträge in diesem Jahr reichten von Automation im großen Stil, über Google Shopping Hacks bis hin zu neuen Adwords-Skripten und Tipps für die Konkurrenzanalyse.

Programm SEACamp2018

Hier ein paar kurze Zusammenfassungen, der von uns besuchten Sessions:

Myth and truth about seasonal effects in Google AdWords and how to deal with them best (Tobias Blask)

Abseits von saisonalen Effekten im PPC-Bereich bei Wochentagen, Monaten und zusätzlichen Wetterkonstellationen wird die “Daytime” (ConversionRate im Tagesverlauf) oft missverstanden.

Tobias Blask berichtete uns, dass oft nur eine vermeintliche Saisonalität am Tag vorliegt und das Problem in vielen Fällen eher an der Device-Aussteuerung und den Gebotsanpassungen nach Geräten liegt.

Er hat in einem Beispiel für saisonale Forecasts (Tool: Prophet by Facebook) beschrieben wie durch lange historische Datensammlungen, durch manuelle Datenanreicherung in Excel und zusätzliche Erfahrungen des Vertriebs, ein Zusammenspiel erreicht werden kann, das genauere und zuverlässigere Prognosen für die Performance zulässt.

Welcome to Jena 2018

Advanced Google Shopping Hacks (Christian Scharmüller)

Durchaus interessante Vorgehensweisen und “Hacks” stellte Christian Scharmüller in seiner ausführlichen und detaillierten Session vor:

  1. Feed: Mit der Anreicherung des Produkttitels durch vorher ausgewertete Suchanfragen der Shopping-Kampagne, kann ein Quick-Win bezüglich. CTR und Impressionen erzielt werden.
  2. Struktur: Die Struktur einer Google-Shopping-Kampagne sollte bis auf Artikelebene heruntergebrochen werden und zumindestens für die Top-Seller sollten eigene Anzeigengruppen angelegt werden.
  3. Reporting & Optimierung: Bei ROAS-Problemen sollten diejenigen Artikel durch Filtern und Segmentieren nach Gerät identifiziert werden, die die Gesamtperformance schlecht beeinflussen. Bei z.B. nicht performanten Artikeln im Bereich “Mobile”, können diese in eigene Anzeigengruppen ausgelagert werden und dort mit Gebotsanpassungen nach Gerät optimiert werden.

Bei signifikaten Performanceunterschieden würde sich unter Umständen sogar ein Kampagnen-Split nach Gerät lohnen und damit die detaillierten Gebotsanpassungen nach Gerät unnötig machen.

Zusatztipp: Labelt Eure Änderungen an Modifiern mit Datum und Anpassung, um alles nachzuhalten.

Kenne Deine Konkurrenz: Competitive Data Analysis (Lara Marie Massmann)

Wann sollte eine Wettbewerber-Analyse erfolgen? Natürlich dann, wenn sich der Markt ändert, sich Richtlinien und Targeting-Optionen verändern, es Veränderungen auf Kundenseite gibt oder sich eine schlechte Performance abzeichnet.

Lara Marie gab uns Tipps zur Wettbewerberanalyse und viele Beispiele in einigen Tools: z.B. in SEMrush und in den AdWords Auction Insights.

DIY Search Query Automation: Wie fängt man gute Suchanfragen automatisiert ab? (Judith Rogl)

Judith berichtete uns über das spannende Thema “Automation”, was gerade bei sehr großen AdWords Accounts sinnvoll ist, um viel Zeit zu sparen. Es geht um die Identifizierung von Suchanfragen und das automatisierte Hinzufügen von Keywords mittels Shopping-Feed-Daten.

Sie erklärte die einzelnen Abläufe und Vorgehensweisen dazu:

  1. Suchanfragen aus Search/Shopping/DSA
  2. Entitäten bilden aus einem MerchantCenter-Feed-Klon (z.B. Marken, Produktypen, sonstige Eigenschaften etc.)
  3. Suchanfragen und Entitäten Abgleich und Mapping zusammen mit dem InStock Check, ob Produkt aktuell verfügbar ist
  4. Mapping der Entitäten mit der Struktur des Kontos
  5. URL-Building aus interner Suche und Google Site Match
  6. Ad und Sitelink Building via Parametern
  7. Status Synchronisation für Bestandsänderungen

Search Query Automation Judith_Rogl

Wie man mit CRO jede AdWords Kampagne besser macht  (Thomas Gruhle)

Diese Session von Thomas Gruhle behandelte das Thema Conversionoptimierung und Landingpages. Ausführlich berichtete Thomas uns von Best Practices mit dazugehörigen Beispielen, um Fehler auf Landingpages zu vermeiden und die Conversionrate zu steigern.

Zum Ende der Session verriet er uns noch 5 kurze Tipps zur Optimierung:

  1. Micro-Conversions sind sinnvoll (z.B. Testversionen etc.)
  2. Handlungsaufforderungen sollten immer hervorgehoben sein
  3. Keine Slider verwenden (besser statisch, da ansonsten kognitiver Stress beim User hervorgerufen wird)
  4. Bessere Vorteilskommunikation (USPs etc. besser herausstellen)
  5. Kein Rabatt oder Gutscheinformular direkt am Warenkorb sichtbar machen  (besser ausklappbar, um höhere Abbruchrate zu vermeiden)

Von der Suchanfrage bis zur fertigen Kampagne mit Google Big Query (Philipp Mainka)

Philipp stellte uns in seiner Session sein enorm spannendes Inhouse-Projekt vor, das auf dem Data-Transfer-Service for AdWords Google Big Query basiert.

Es ging im Detail um Automation und einen Campaign-Builder, der durch Suchanfragen und einem entsprechenden Entitäten-Mapping, eine komplette Kampagnenstruktur automatisiert mit zugehörigen Anzeigentexten aufsetzt.

Google Big Query_Philipp Mainka

Tipps & Tricks für B2B-Werbung im SEA (Cora Rothenbächer)

In dieser Session ging es ausschließlich um die B2B-Ansprache im Paid-Media-Bereich. Cora erzählte uns von 5 Basic-Punkten:

  1. Zielgruppe: Relevante Suchbegriffe (branchen- und fachspezifisch, Longtail und Artikelnummern). Außerdem sollte man W-Fragen und generische Begriff vermeiden, um die B2B-Zielgruppe zu erreichen.
  2. Anzeigen: Eher seriös gestaltete Anzeigen mit Lösungsorientierung und z.B. einem Focus auf Fachberatung.
  3. Zielseite: Auf B2B-Zielseiten ist ein großer Kontaktbereich wichtig und übersichtliche Formulare.
  4. Ziele: Oft gibt es im B2B-Bereich einen langen Sales-Zyklus und damit wird ein entsprechendes Remarketing um so wichtiger.
  5. Budget: Bei oft knappen Budgets, kann man Kosten sparen durch Werbezeitplaner-Anpassungen und Anpassungen für Regionen.

Fazit

Selbstverständlich konnte die Veranstaltung, wie gewohnt, neben den vielen lehrreichen Sessions, auch durch das tolle Ambiente, den Austausch mit anderen PPC-Experten und durch rege Diskussionsrunden punkten.

Ein großer Dank gebührt natürlich dem Organisationsteam und den Veranstaltern, die dieses Event jedes Jahr aufs Neue zu einer einmaligen Veranstaltung im SEA-Bereich machen.

Wir freuen uns auf nächstes Jahr 🙂

Désirée-Sina Kellner & Michael Kühn

SEACamp, vielen Dank

Michael ist Senior Consultant Paid Media bei morefire. In seiner Freizeit widmet er sich der Musik und dem Reisen.

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