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Der PageRank – Ein alter Hut?

Vor nicht allzu langer Zeit hat Google in den Webmaster Tools seine PageRank anzeige deaktiviert. Google äußerte sich dazu wie folgt: „Warum sollen wir etwas anzeigen, was eigentlich keine Relevanz hat?“

Moment mal – Das Markenzeichen von Google hat keine Relevanz? Jahrelang war das Hauptziel der Suchmaschinenoptimierung eine Optimierung des PageRanks und jetzt sagt der Suchmaschinenprimus einfach, dass der PageRank keine so hohe Relevanz hat, wie viele Leute angenommen haben. Die SEO-Szene predigt schon seit langem, dass es nicht ausschließlich darum geht, den PageRank möglichst nach oben zu treiben. Der Grund dafür ist recht leicht verständlich:

Der PageRank hat keine vergleichende Aussagekraft über Branchengrenzen hinweg. Vereinfach ausgedrückt handelt es sich dabei eher um einen Linkcounter mit Zusatzfunktionen (über 100 weitere einfließende Methoden). Ein Linkzähler kann aber nicht das wichtigste Ranking-Kriterium sein, denn diese Vorgehen würde implizieren, dass Metzger Meyer mit 100 Links um Toppositionen mit Autohaus Müller (ebenfalls 100 Links) konkurriert. Dass dies nicht der Fall ist, liegt auf der Hand. Oder um es mit den Worten von Amazon zu sagen: „Nicht jeder, der eine Wurst kaufen möchte interessiert sich auch für ein Auto.“

Kontext ist King

Am Sonntag haben wir gesagt: Content is King. Das ist korrekt. Ebenso korrekt ist aber auch, dass der Kontext einer Suchanfrage und das semantische Umfeld der Suchphrase eine entscheidende Rolle für das Ranking auf die jeweilige Phrase spielt. Demzufolge macht es nur wenig Sinn Äpfel mit Birnen vergleichen zu wollen. Dieses vorgehen wurde aber durch die Anzeige in den Webmastertools gefördert. Insofern ist es eine gute Idee, diese Darstellung zu deaktivieren und dadurch ein Umdenken zu erzwingen.

Warum existiert die Anzeige in der Google Toolbar weiterhin?

Der PageRank ist Googles Markenzeichen. Das wird wohl noch eine Zeitlang so bleiben. Wie ich weiter oben erwähnt habe ermöglicht er es Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Menschen mögen sowas.

Was sind die Konsequenzen daraus?

Es gibt schlicht keine. Der Pagerank spielt im jeweiligen Kontext nach wie vor eine wichtige Rolle für das Suchmaschinenranking. Das Problem ist lediglich, dass sich dieser Kontext nicht über einen grünen Balken auf einer Skala von 1-10 darstellen lässt. Zu den goldenen Regeln der Suchmaschinenoptimierung zählt vor allem: „Seien Sie organisch“. Die Struktur des Internets ist darauf ausgelegt Nischen zu Tage zu fördern und dafür zu sorgen, dass gute Angebote auch Ihre Beachtung finden.

rankingCHECK unterstütz Sie gern dabei.

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6 Kommentare

Max schrieb am 18. November, 2009 @ 14:17

Ich denke, dass der grüne Balken von Anfang an viel zu trivial war und eigentlich sowieso nur SEOs interessiert hat. Zum Glück denken die Robots immer mehr wie Menschen und decken wirklich GUTEN content auf. Damit haben Pusher in Zukunft immer weniger Chancen und die Nutzer bekommen die Infos, die sie suchen.

SantaCruze schrieb am 19. November, 2009 @ 11:38

Den PageRank sollte man echt mal abschaffen oder durch was nützliches ersetzen. Besser wäre ein neuer Wert, der sich aus Verlinkung oder Ranking oder so auseinandersetzt, dann kann man wenigstens bessere Informationen zum jeweiligen Status einer Website herausbekommen.

Chris schrieb am 20. November, 2009 @ 16:51

PR hat auch nicht mehr wirklich was mit Links zu tun. Meine Startseite hat PR3 mit 500 Links (100 irgendwas ip pop) und ich hab unterseiten mit wenig Links und auch PR3. Wobei die qualittät der links im gesamtschnitt gleich ist.

Denk mal Google hat das PR-Konzept umgestellt und Links spielen da zur Beurteilung nur eine kleinere Rolle inzwischen. Der ursprüngliche PR-Algo ist definitiv tot.

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