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Das Bonbon im Content Marketing: Gelungenes Storytelling

Es war einmal eine kleine Bonbon-Manufaktur, in der tagtäglich viele der bunten Leckereien, hübsch eingepackt in spitz zulaufenden Folien-Tütchen über den alten Tresen mit den schweren, messingbeschlagenen Füßen gingen. Auf dem Weg nach Haus raschelte die Bonbon-Tüte dann in der Manteltasche und manch einer kam nicht umhin, doch schon mal das Band zu lösen und den unerlaubten Griff in die Tüte zu tätigen.

Was ist Storytelling?

Und? Bock auf ein Bonbon? Ich auch. Und schon sind wir mitten im Thema Storytelling! Ich kenne kaum einen Menschen, der Geschichten nicht mag und sich von gut erzählten nicht in den Bann ziehen lässt. Mit Storytelling als Methode werden Informationen, Lösungswege und Wissen hübsch und anschaulich verpackt. Storytelling findet in mehreren Bereichen statt, wie etwa im Bildungssektor oder auch im Journalismus. Uns interessiert es in erster Linie im Bereich Marketing. Und da ist Storytelling besonders hilfreich in Sachen Unternehmens-Image und Produktbeschreibungen. Dabei ist die Methode nicht nur ans Textformat gebunden, sondern kann auch multimedial erfolgen.

Warum Storytelling?

Ich gehe davon aus, dass jeder von Euch, bewusst oder unbewusst, schon einmal der Methode ausgesetzt war. Und damit wurden ziemlich wahrscheinlich auch gute Ergebnisse bei Euch erzielt. Denn dank der erzählten Geschichte werden wir dazu angehalten, aktiv und eigenständig mitzudenken. Das ist der erste Schlüssel, um in unsere Köpfe zu kommen und Informationen zu verankern. Beim Storytelling werden andere Gehirnregionen angesprochen als beim simplen Eintrichtern von Informationen. Darüber hinaus spricht gutes Storytelling unsere Emotionen an. Es begeistert, regt zum Mitfühlen an, weckt längst vergessene Erinnerungen oder bringt uns zum Lachen. Dinge, die uns berühren, in welcher Weise auch immer, wirken nach, werden geteilt und weitererzählt.

Storytelling ist eine vielseitig anwendbare und vor allem kreative Methode. Von daher werde ich jetzt den Teufel tun und Euch eine Schritt-für-Schritt-Anwendung an die Hand geben. Aber ich zeige Euch ein paar, meiner Meinung nach, absolut geglückte Storytelling-Formate.

Storytelling für das Markenimage

Hermés liefert für mich nicht nur den charmantesten Content, wenn es um die Karriereseite geht. Das traditionsreiche Unternehmen legt auch marketingtechnisch ein hammermäßiges Storytelling rund um die Produktvielfalt und sein Image, zum Beispiel als auserlesener Vertrieb für Reitartikel, hin. Die Clips regen zu Gänsehaut, zum Lächeln und Staunen an. Meine Favoriten: die Krawatte und das Pferd. Diese Beispiele zeigen, dass Produkte oder Marke nicht unbedingt im Fokus stehen müssen, sondern auch als Randerscheinung beim Storytelling auftreten können. Hauptsache ist, sie werden mit den hervorgerufenen Emotionen des Rezipienten geschickt verknüpft.

Storytelling in der Produktbeschreibung

Eine konkretere Version des Storytelling für Produkte ist das Beispiel des Taschen-Shops aunts & uncles. Kurz und charmant werden hier in wenigen Sätzen die Charakteristika der Taschen präsentiert, die eine ganze Welt eröffnen. Howdy! Mit der Tasche würde ich gerne in den Sonnenuntergang reiten!

Taschen Beispiel

Storytelling als Ratgeber

Storytelling ist auch ein herrliches Format, wenn es um Ratgeber, How-tos und Problemlösungen geht. Ein altbewährter Weg ist es, an einem Fallbeispiel Probleme oder Handlungsempfehlungen zu erläutern oder Denkanstöße zu geben. Ein Klassiker ist der Splatter-Lehrfilm von Stapelfahrer Klaus.

Multimediales und interaktives Erzählen

Ein Paradebeispiel für das harmonische Miteinander von Text, Bild, Audio und Video in sämtlichen Ausprägungen sind die interaktiven Multimedia-Reportagen des WDR. Was hier im journalistischen Bereich funktioniert, lässt sich beispielsweise auch auf die Geschichte des Unternehmens anwenden.

Fazit

Was die Beispiele alle gemeinsam haben: Sie regen durch ihren Handlungsstrang zum Denken und Fantasieren an. Im Mittelpunkt steht ein Gegenstand beziehungsweise ein Protagonist, um den herum eine Story erzählt wird. So werden vor allem Emotionen wach. Storytelling weckt unsere Abenteuerlust, bringt uns zum Lachen und Ekeln (siehe Klaus). Oder es animiert uns und appelliert an unseren Entdeckergeist. Also lasst doch öfter mal den Märchenonkel oder die Märchentante in Euch heraus und erzählt mehr Geschichten!

Geschrieben von

Britta ist Online Editor bei morefire. Wenn sie mal gerade nicht in die Tasten haut oder Leuten eben dieses beibringt, stehen Laufen, Heimwerken, Socializen und Knipsen auf dem Programm.

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