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Google Tag Manager – Updates 2017 Recap

Der Google Tag Manager – das kleine Wunderkind im Web-Analytics-Universum und das zu Recht. Mit ihm haben wir Marketer die Möglichkeit schnell und relativ einfach Anpassungen an unseren Werbecodes vorzunehmen, neue auf der Webseite zu integrieren und das Ganze auch noch mit idealer Versionskontrolle und ohne lange Feedbackschleifen durch Kommunikation mit dem Web-Development-Team.

Der Tag Manager hat in diesem Jahr einige neue Features und Funktionen erhalten, die ich Euch heute in einem übersichtlichen Artikel präsentieren möchte. Besonders denjenigen, die sich eher selten mit der Technik hinter ihren Daten auseinandersetzen, möchte ich einige Anregungen geben, wie sie mit den neusten Möglichkeiten das Tracking auf das nächste Level heben können.

Conversion-Verknüpfung-Tag

Mit dem letzten Update des Safari Browsers von Apple wurde die sogenannte Intelligente Tracking-Prävention eingeführt. Diese führt dazu, dass auf den Geräten der Nutzer gesetzte Drittanbieter-Cookies, unter die ebenfalls die von AdWords gesetzten Cookies fallen, automatisch nach einer kurzen Zeitspanne entfernt werden. Das Resultat: AdWords kann nicht länger erkennen, ob ein Nutzer bereits zu einem früheren Zeitpunkt auf eine andere AdWords Anzeige geklickt hat. Dies führt also zu einer Minderung der Datenqualität und -verlässlichkeit.

Googles Antwort auf dieses Update: Conversion Linker Tag

Mit Hilfe des Conversion Linker Tags lässt sich diese Problematik umgehen, indem schlichtweg auf dem Gerät des Nutzers der gleiche Cookie als First Party Cookie gesetzt wird. Wer diesen Tag also noch nicht nutzt und seinen Kampagnenerfolg mit AdWords Conversion Tags misst, sollte diesen schnellstmöglich integrieren.

Die Implementation gestaltet sich sehr einfach. Der neue Conversion Linker Tag muss lediglich einmal hinzugefügt und mit einem “All Pages” Trigger versehen werden.

Google Analytics-Settings-Variable

Endlich! Die wohl praktischste Neuerung des Jahres – die Google Analytics-Settings-Variable. Jeder der schon einmal eine Analytics-Implementation via GTM vorgenommen hat, kennt das Problem: In jedem einzelnen Tag musste die IP-Anonymisierung eingestellt werden, die Werbefunktionen aktiviert, die Custom Dimensions für den Referral-Spam-Filter gesetzt, den internen IP-Ausschluss und was sonst noch an Custom-Tracking-Methoden genutzt wurde hinterlegt werden.

Mit der Einführung der Settings-Variable im Google Tag Manager wurde dieser Prozess deutlich vereinfacht. Alle Einstellungen, die vorher auf Tag-Ebene gesetzt wurden, können nun in einer Tag-unabhängigen Variable abgelegt werden und diese muss im Anschluss lediglich im entsprechenden Tag hinterlegt werden. Sollten doch mal einzelne Änderungen an einem spezifischen Tag vorgenommen werden müssen, lassen sich ebenfalls gezielt einzelne Einstellungen überschreiben. Außerdem bietet sich die Möglichkeit für verschiedene Tag-Typen wie z.B. E-Commerce und non E-Commerce Tags unterschiedliche Settings-Variablen zu erstellen.

YouTube Video-Tracking

Interaktionen der Nutzer mit auf der Webseite eingebetteten YouTube Videos sind besonders interessant, wenn man viel Content im Video-Format produziert und diesen auf seiner Webseite einbettet.

Um diese Interaktionen zu messen, gab es zwar bereits vorher gute Skripte von verschiedenen Web-Analytics-Gurus, die zur freien Verwendung zur Verfügung gestellt wurden, allerdings war hier die Implementation stellenweise komplex. Daher ist der neue YouTube Video-Tracking-Trigger eine gern gesehene Neuerung.

In Kombination mit den hierfür zur Verfügung gestellten Variablen lassen sich nun im Handumdrehen die folgenden Interaktionen mit YouTube Videos zur Datensammlung und Verwendung in z.B. Remarketing-Listen erfassen:

  • Video gestartet oder gestoppt
  • Video bis zum Ende angesehen
  • Pausiert
  • Zeitraum übersprungen
  • Video-Fortschritt in Prozent

Scroll Tracking

Scroll Tracking ist in der Webanalyse seit Jahren, insbesondere bei contentstarken Webseiten beliebt. Es kann genutzt werden, um relevante KPIs zu definieren, mit deren Hilfe sich die Qualität des Contents besser bewerten und entsprechend optimieren lässt.

Wie auch beim YouTube Tracking gab es zwar bereits vorher schon komplexere Möglichkeiten Scroll Tracking zu implementieren. Allerdings bringt auch hier die automatische Integration große Vorteile in der Handhabung und Datenqualität.

Mit dem neuen Scroll Tracking Trigger lassen sich unterschiedlichste Tags sowohl beim vertikalen als auch beim horizontalen Scrollen auslösen. Wann genau die Tags ausgelöst werden, kann entweder anhand einer prozentualen Scrolltiefe oder an Pixeln gemessen definiert werden.

Tipp: Vorsicht bei der Verwendung von Google Analytics Events und dem Scroll Tracking Trigger. Man sollte erst ab einer größeren Scrolltiefe die Analytics Hits als interaktiv definieren, um nicht bereits bei minimalem Scrollen die Absprungrate zu beeinflussen.

Element-Sichtbarkeit

Mit dem Element-Sichtbarkeit-Trigger lassen sich Tags auslösen sobald ein Element, wie z.B: ein Call-to-Action-Button oder ein Pop-up, in den sichtbaren Bereich des Nutzers gerät.

Dieser Trigger ist entsprechend eine perfekte Ergänzung zum Scroll Tracking Trigger, um sein Content Tracking auf ein neues Level zu heben.

Die Elemente lassen sich mittels Element-ID und CSS-Klasse definieren, was die Verwendung des Triggers auf allen Webseiten ermöglicht. Der Trigger bietet ebenfalls noch erweiterte Konfigurationsmöglichkeiten, z.B. wie viel Prozent des Elements sichtbar sein müssen, oder wie viele Sekunden es sichtbar sein muss, damit der Tag ausgelöst wird.

Tags pausieren

Anstatt Tags, die nur in Zeitintervallen benötigt werden, ständig zu entfernen und wieder erneut zu erstellen, gibt es jetzt die Möglichkeit diese einfach zu pausieren.

Diese findet Ihr beim Klick auf die drei Punkte in der oberen rechten Ecke.

Fazit

Es wurden großartige neue Features zum Google Tag Manager hinzugefügt, mit denen unsere tägliche Arbeit deutlich erleichtert wurde. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten neuen Funktionen.

Noch Fragen? Lass gerne einen Kommentar da!

Geschrieben von

Marc Hedrich ist Webanalyse Consultant bei morefire.

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Ein Kommentar

www.produktefinder.com schrieb am 21. Dezember, 2017 @ 12:13

Hallo Marc,

ich bin auf deinen interessanten Artikel gestoßen. Finde ihn sehr hilfreich. Vor allem aber deine Erläuterungen zu den neuen Funktionen vom Google Tag Manager, finde ich mehr als gelungen und sehr empfehlenswert. Danke dafür. Genau danach hatte ich gesucht.

Liebe Grüße
Mila

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