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SEO Sunday: http Status Codes

Diese Woche beschäftige ich mich mit einem Thema, dass in den Bereich SEO Basics fällt, den http Status Codes. Ich erkläre kurz, was Status Codes sind, mit welchen man am häufigsten konfrontiert wird und was es zu beachten gibt.

Was sind http Status Codes

Jedes Mal wenn ein Internetnutzer (via Web Browser) oder auch eine Suchmaschine eine Anfrage an einen Webserver stellt, übermittelt der Server einen dreistelligen http Status Code. Dieser Code enthält Informationen, die der Browser auswertet und entsprechend reagiert.  Wird beispielsweise der Status Code 200 übermittelt, bedeutet das, dass alles ok ist und die angeforderten Daten wie gewünscht an den Browser übermittelt werden können. Seiten, die solch einen Status Code wiedergeben, werden von Suchmaschinen gecrawlt, gecached und indexiert. Wird hingegen ein 404 Status Code gesendet, existiert die angeforderte Adresse auf dem Server nicht. Die Daten können in diesem Fall weder übertragen noch von Suchmaschinen indexiert werden. Dies ist vor allem bei umfangreichen Webseiten ein häufig auftretendes Problem und sollte unbedingt behoben werden.

Die 200 und 404 Status Codes sind lediglich zwei Beispiele von einer Vielzahl an verschiedenen Status Codes. Nachfolgend sind die wichtigsten beziehungsweise gängigsten Codes aufgelistet. Eine komplette Übersicht findet sich auf SELFHTML.

http Status Code Typen

  • 200 Seite ok, die angeforderten Daten sind auf dem Server vorhanden und werden übertragen.
  • 301 die angeforderten Daten befinden sich nicht mehr unter der aufgerufenen Adresse, sondern wurden dauerhaft auf eine andere Adresse verschoben.  Der Nutzer wird auf diese neue Adresse weitergeleitet.
  • 302 die angeforderten Daten sind vorübergehend auf eine andere Adresse verschoben, auf die der Nutzer weitergeleitet wird.
  • 404 die Adresse existiert auf dem Server nicht mehr und die Daten können entsprechend auch nicht aufgerufen werden.
  • 500 auf dem Server ist ein Fehler aufgetreten, weshalb die Daten nicht abgerufen werden können.
  • 503 der Server ist überlastet. Entsprechend können die Daten nicht aufgerufen werden.

Was gibt es zu beachten

In der Praxis ist der 404 Status Code das am häufigsten auftretende Problem, dass sich besonders bei umfangreichen Seiten wie Online Shops, deren Sortiment stark fluktuiert, auch kurzfristig nicht vermeiden lässt. Um den Ärger der Nutzer etwas zu mindern, kann der Webmaster die  404 Seite manuell umgestalten.

404-error.png

Source: fab404.com

Um die Fehlerseiten zu beheben, müssen möglichst schnell 301 Weiterleitungen eingerichtet werden.  Sprich, alle Seiten die einen 404 Status Code wiedergeben, sollten auf thematisch passende Seiten umgeleitet werden. Dem Nutzer werden auf diese Weise anderen sinnvolle Inhalte geboten und die Linkpower der Seite wird bei solch einer Weiterleitung ebenfalls an die neue Zielseite weitergegeben. Das Einrichten von 302 Weiterleitungen sollte nur mit gutem Grund geschehen. Da die Nutzer und Suchmaschinen Crawler zwar auf eine andere Seite weitergeleitet werden, die Seite jedoch im Index bleibt und die Linkpower der Seite nicht weitergegeben wird.

Status Codes prüfen

Zur Prüfung Status Codes bieten sich die Webmastertools und der Screaming Frog an. In den Google Webmastertools finden sich in der Kategorie „Status -> Crawling Fehler“ eine Statistik die alle  404er der letzten 60 Tage und entsprechende URLs, die diesen Status Code an den Google Crawler ausgegeben haben auflistet. Auf die Webmastertools alleine sollte sich allerdings nicht verlassen werden, da oft 404er angezeigt werden, die bereits behoben wurden. Ein sehr zuverlässiges Tool, zur Prüfung der Status Codes ist der Screaming Frog. Mit dessen Hilfe lässt sich die gesamte Seite crawlen und alle URLs mit zugehörigem Status Codes exportieren. Auf diese Weise kann man schnell und einfach übersichtliche Excel Listen erstellen und die Fehlerseiten aufspüren.

Michael ist Head of Web Analytics bei morefire. Er schreibt rund um die Themen Website-Optimierung, Suchmaschinenwerbung und Webanalyse.

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3 Kommentare

Timo schrieb am 7. März, 2013 @ 18:14

Gerade auch bei der URL-Struktur sind Statuscodes elementar. Beispielsweise bei Verzeichnis-Urls (http://www.domain.de/verzeichnis/) sollte man die Variante mit und die Variante ohne Slash am Ende betrachten. Kommt bei beiden ein OK (200), kann man in ein Problem mit doppeltem Content reinlaufen und sollte ein Standard festlegen und die andere Variante weiterleiten.

Eric Marchionni schrieb am 7. März, 2013 @ 20:44

404 kommt bei mir auf vielen Seiten gar nicht mehr zum Einsatz, stattdessen setzt es einen 301 um auf der Startseite vom allfälligen Link Juice zu profitieren.

Dies lohnt sich vor allem bei Expireds!

Falls ein Link erlaubt ist, so geht der .htaccess Code: Aus 404 mach 301

Rowena Wooten schrieb am 26. April, 2013 @ 8:43

Neben den in RFC standardisierten Statuscodes gibt es noch weitere proprietäre Codes, die unter bestimmten Umständen eintreten. Der Fehler wird vom Netzwerk verursacht, nicht vom anfragenden Gerät. Der Client bzw. der Nutzer sollte dann seine Anfrage noch einmal stellen.

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