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Inbound Marketing: Die mobile Support-Strategie

Eine mobile Web-Strategie für das eigene Unternehmen gehört zu einer ganzheitlichen Inbound Marketing Strategie, die alle Kanäle bestmöglich bedient. Diese zu finden, hängt jedoch immer von vielen Faktoren ab: Ist das Potential in Form von mobilem Traffic vorhanden? Machen die organischen Top-Keywords in der mobilen Situation Sinn? Entscheide ich mich für eine Responsive Strategie oder eine separate Seite? Welche Inhalte sollte ich auf meiner mobilen Seite übernehmen, was muss ich in Punkto Technik beachten und wie optimiere ich am besten die Usability für kleine Smartphone-Displays? Und gibt es letztendlich überhaupt Rankingfaktoren, die für die mobile Seite relevant sind?

Das Potential finden

Das Finden von mobilen Trafficpotentialen gehört absolut zum Einstiegspunkt einer jeden mobilen Support-Strategie. Im Idealfall zeigt die Webanalyse der Desktop-Seite erste Quick Wins auf, die es dann auf der mobilen Seite zu optimieren gilt. Lassen sich hier noch keine Rückschlüsse ziehen, ist ein wenig Brainstorming gefragt: welche Keywords machen in der eigenen Branche in einer mobile Situation überhaupt Sinn und welche mobilen Szenarien lassen sich aus der eigenen Branche überhaupt ableiten? Wie lässt sich die eigene Dienstleistung / das eigene Produkt im Rahmen einer ganzheitlichen Inbound Marketing Strategie auch auf die mobilen Nutzer ausrichten?

pfeil.pngWer sich tiefer in das Thema einlesen möchte, dem empfehle ich an dieser Stelle meinen Artikel über Mobile Trafficpotentiale sowie den ersten Teil im Text zu den Mobile SEO Best Practices

 

Responsive oder eigene Domain?

Bei der Entscheidung zwischen responsive Webdesign oder einer separaten mobilen Domain handelt es sich mittlerweile um fast soetwas wie einen kleinen Glaubenskrieg. Auf der einen Seite präferiert Google offiziell die responsive Umsetzung, auf der anderen Seite hat etwa eine mobile Subdomain viele Vorteile in der Steuerbarkeit für den mobilen Index sowie in der Auszeichnung der Inhalte selbst. Auch für den User ist die Wahl entscheidend, so beeinflusst die Art und Weise der mobilen Seite die Annahme vom potentiellen, zukünftigen Kunden im Suchprozess.

pfeil.pngZur groben Unterscheidung zwischen einer Standarddomain & einer mobilen Subdomain geht’s hier entlang. Die verschiedenen, Google-gerechten Vorgehensweisen zur Behandlung von Smartphone Content lassen sich in diesem Artikel noch einmal nachlesen.

 

Den richtigen Content auswählen

Bei der Wahl der richtigen Inhalte für die mobile Seite ist in erster Linie zu Berücksichtigen, dass der Nutzer in aller Regel an einem raschen Informationsbezug interessiert ist, der aus einer Intention heraus gesteuert ist. Ich nenne dieses Bedürfnis mobiler User immer gerne informationelle Mobilität, was eine starke Fokussierung kompakterer Inhalte auf das eigentlich Bedürfnis des Users vorraussetzt. Den Nutzer mit zu viel Low-Priority Content auf der mobilen Seite zu überschwemmen macht da keinen Sinn. Darüber hinaus sollte nicht verkannt werden, dass der Kontext einer mobilen Situation extrem vielseitig ist und in zahlreichen Szenarien angesiedelt sein kann, die einem Desktop-User gar nicht zur Verfügung stünden. Auch hieran sollten sich der Content der mobilen Seite stark orientieren und sich dabei aus den Potentialen der eigenen Branche entwickeln. Eine regionale Ausrichtung der Inhalte ist hierbei häufig ein starker Faktor.

pfeil.pngEin Paar Inspirationen zur Wahl der richtigen Inhalte finden sich in meinem Artikel über Sinn und Zweck von mobile SEO.

 

Die technischen Voraussetzungen

Gerade die Auszeichnung des Markups sowie die Behandlung des mobilen Googlebots bedürfen einiger Berücksichtigung, soll die mobile Seite optimal performen und auch gefunden werden. So lassen sich für eine korrekte Darstellung auf Smartphone-Displays, den mobilen Zugang und korrekt gesetzte Redirects sowie die korrekte Indizierung gerade in Hinsicht auf die Parallelexistenz zur Desktop Website diverse Maßnahmen umsetzen. Der Website-Nutzer wird sich im Ideal-Fall mit höheren CTRs, steigenden Besuchszeiten und sinkenden Absprungraten bedanken.

pfeil.pngNäheres dazu lässt sich in meinem Artikel über die größten Mobile SEO Mythen & Fehler nachlesen sowie im Detail noch einmal im Artikel zur Behandlung von Smartphone Content.

 

Die mobile Usability

Die Nutzererfahrung ist gerade für den mobilen User das A und O. Lädt die Seite zu langsam? Sind nicht alle Inhalte optimal sichtbar? Gibt es technische Probleme bei der Darstellung? Lassen sich alle Elemente mit dem Daumen erreichen und werden ausreichend Gesten, große Formularfelder oder Click2Call Actions angeboten? Der Einfluss auf die Absprungrate in der mobilen Situation ist immens. Bei einer schlecht optimierten, mobilen Usability lässt sich der Nutzer im besten Fall noch darauf ein, zur stationären Seite zu wechseln. Im schlimmsten Fall wird die gesamte Unternehmensseite aber einfach ignoriert. Eine Situation, die es zu vermeiden gilt.

pfeil.pngMehr dazu lässt sich im letzten Artikel aus unserer Inbound Marketing Reihe über mobile Usability nachlesen.

 

Mobile Rankingfaktoren

Inbound Marketing zielt darauf ab, vom potentiellen Kunden gefunden zu werden. Und so gilt es auch für die mobile Strategie eine optimale Auffindbarkeit in den organischen Suchergebnissen zu schaffen. In erster Linie leitet sich die organische Sichtbarkeit durch die Reputation der stationären Hauptseite ab. Ein Fakt, der sich in meinem Experiment zu mobilen Suchergebnissen zu bestätigen schien. Dennoch variiert das Erscheinungsbild der mobilen Suchergebnisse teils drastisch, wie im gleichen Artikel nachzulesen ist, was auch die Relevanz von Lokalen Suchergebnissen extrem steigert.

pfeil.pngDarüber hinaus hat Google erst kürzlich einige echte Rankingfaktoren verraten, die sich positiv auf die mobile Website auswirken, worunter in erster Linie korrekt gesetzte Redirects zählen.

 

Mit Hilfe unserer Checklisten zu Mobile SEO und Mobile Usability können die angesprochenen Faktoren noch einmal im Detail auf die eigene mobile Webseite hin untersucht werden:

mobile-seo-checkliste

mobile-usability-checkliste

 

Jasper Thibaut ist Head of SEO bei morefire und mobile SEO Spezialist. Beruflich wie auch privat setzt er sich verstärkt mit dem mobilen Web und Disziplinen des mobile Marketings auseinander. Mehr von ihm gibt es auf jasper-thibaut.de

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5 Kommentare

Andreas schrieb am 20. August, 2013 @ 9:45

Sehr schöner Beitrag. Ich denke auch das Thema mobile wird immer wichtiger und man sollte dafür eine gute und langfristig gedachte Strategie entwickeln.

Shapewear schrieb am 21. August, 2013 @ 9:29

Google wird immer strenger mit dem Mobile SEO, danke für den Beitrag!

zweiP Gmbh Werbeagentur schrieb am 28. August, 2013 @ 10:13

Hallo Andreas, so sehe ich das auch. Und ehe man sich selber daran macht und Fehler begeht, ist es besser, zu investieren und einen Fachmann zu engagieren.

Ute schrieb am 31. August, 2013 @ 14:58

Wenn ich als Userin unterwegs bin und online nach etwas gesucht habe und es dann am Telefon nochmal nachlesen wollte, ich aber auf eine komplett andere Seite, mit anderem Inhalt geleitet wurde dann hat mich das immer aufgeregt. Ich verwende daher lieber Responsive Designs. Dann bekommt der Besucher überall das gleiche zu lesen…

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