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Recap hashtag.business 2017 – Die etwas andere Social-Media-Konferenz

Offenkundig ist es toll für Konferenzen nach Berlin, Hamburg oder über den großen Teich zu düsen. Aber einfach mal ums Eck zu gehen, hat auch was. Die hashtag.business fand dieses Jahr zum dritten Mal in unserer Heimat Köln statt. Wie auch die Jahre davor, habe ich es mir nicht nehmen lassen, dabei zu sein.

Felix Beilharz hat auch diesmal wieder Top-Speaker eingeladen – und zwar jene, bei denen der Sympathiefaktor ihrer Qualifikation in nichts hinterher steht. Und auch so manchen, den andere Veranstalter gar nicht auf dem Speaker-Schirm haben. Danke dafür! Wir können hier jetzt direkt zum Eingemachten kommen, denn die Leute von t3n haben famos live mitgebloggt. Für meine grandiosen Findings aber natürlich hier weiterlesen!!!!

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Das Social-Media-Eingemachte der hashtag.business vol. 3

Auf Konferenzen will und soll man Wissen, Neues, Ideen, Inspiration und, und, und mitnehmen. Und das habe ich getan – kommen wir nun in Reihenfolge der Bühnenauftritte zu meinen persönlichen Findings, aka das Eingemachte der etwas anderen Social-Media-Konferenz.

Social Media Marketing bei der BAHN (Nico Kirch)

Habe eine Social-Media-Vision! Dann arbeite themenspezifisch und gib der Analyse genug Raum. Verknüpfe Kontaktpunkte, setze Monitoring ein und lerne mit (negativen) Peaks umzugehen. Viel besser noch, wirke schon vorher pro-aktiv auf Social Media ein, bevor es nachher am Gleis zu spät ist. Online wirkt auf Offline.

  • Hol deine Zielgruppe datengetrieben in Social Media ab.

We are connected – B2B-Social Media bei Würth Elektronik, eben „more than you expect“ (Christopher Becht)

In einem globalisierten Markt ist ein ü halt doof und dann ist das Produkt noch nicht mal sexy. Dazu diese Sorgen mit dem Nachwuchs, weil das Unternehmen in der Pampa sitzt. Also ab in die Formel 3 und Employer Branding mit dem Rennauto auf die Straße bringen. Aber wer global agiert, braucht ein klares Social Media Framework.

  • Social Media muss frei sein! Aber wie jedes Kind braucht es Regeln.

Digitalisierung der Traditionsmedien-Marke „Brigitte“ mit Hilfe von Social Media (Florian Meyer)

Erstmal was Eigenlob, weil das ist wichtig – wie im Netz. Trust und First-Mover-Lerneffekte zeichnen diese Social-Media-Dame aus. Zudem lernen wir, dass auch Frauen Menschen sind. Ein bisschen Click Bait ist auch erlaubt, aber nur weil die Augenhöhe zu den Usern eingehalten wird und deren Emotionen geteilt werden. Selbstgemacht ist hier zudem das Credo und nicht nur auf die Kuchenrezepte bezogen.

  • Social Media muss nicht perfekt sein, aber offen und ehrlich.

Visualiserung-Brigitte

8.000 Mandanten durch YouTube – Wie ein Anwalt zum Social Media Star wird (Christian Solmecke/Kanzlei WBS)

Mach Dich zum Experten und sei dabei schnell. Selbst Anwälte können zuhören und sollten sich nicht zu fein für Trust-Symbole sein. In Social Media ist der Ton die Musik, und die Trigger sind Polizei und Porno. Dabei das (Telefon-)Tracking nicht vergessen und zeig Dich ruhig mal beim Bierchen.

  • Die Geschwindigkeit ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren in Social Media.

(Was Sixt just durch sein Twitter Kommentar zur Bahn wieder unter Beweis gestellt hat – Sixt war übrigens die Jahre zuvor bei der hashtag.business und hat just diesen Erfolgsfaktor famos dem Plenum aufgezeigt.)

Tweet Beilharz DB Sixt

Diskussionspanel: Agentur vs. Inhouse: Was ist besser? Was für wen? Wie gelingt die Zusammenarbeit?

Briefings, Briefings, Briefings. Punkt. Agenturspannungspunkt noch zu oft „Lückenfüller“ sein, aber Sparringspartner sein wollen. Social Media ist Liebe, deshalb geben vor allem gute Social-Media-Inhausler ihre organischen Posts nicht ab. Und nun zu Dir, lieber Kunde! Kommt doch mal ins hier und jetzt und traut euch Videotelefonie.

  • Gebrieft und symbiotisch im Google Hang-Out als Traumverhältnis Agentur Kunde und mit genug Mut.

Social Media Marketing ist Rock’n’Roll – wie vermarktet man ein Metal-Festival im Social Web (Roman Hilser)

Gelegenheit aka das Leben macht Postings! Nutzt Eure vorhandenen Themen, sei es ein ausgelatschter Schuh auf feuchter Festival-Wiese. Oder auch ein wunder Lümmel, den du mit Heilsalbe konterst. Dabei antworte immer so, dass es die Gemeinde versteht. Liebe und lebe was du tust, und es wird erfolgreich sein.

  • Sei kreativ und trau dich – die Resonanz der Community zeigt Dir, ob es richtig war.

„Die Rekruten“ und Snapchat: Die Bundeswehr auf Nachwuchssuche im Social Web

Nachwuchsmangel, hatten wir das nicht schon beim ersten Speaker? Ja, denn der Nachwuchs ist im Social Web und deshalb müssen Unternehmen dahin, selbst eine „altgediente“ Bundeswehr. Wichtig: Eigenbild hinterfragen und Zielgruppe begreifen! Eine Agentur hat dann mutig in die richtige Richtung geschupst. Hut ab an beide Seiten. Und selbstgemachte Vlogs siegen vor seichten Werbeclipchen!

  • Nutze als Unternehmen die Chance der Selbsterkenntnis durch Social Media und bedenke, Realität siegt im Social Web.

Diskussionspanel: Chatbots in der Praxis – Einsatzmöglichkeiten für Unternehmen, Herausforderungen, Trends

Chatbots als Unterstützung im Native Advertising. Bot muss jedoch die Zielgruppe passend ansprechen und die Intentionen und Absichten erkennen. Dabei weiß jeder wie schwer das ist, da versagt ja sogar oft der Mensch. Deshalb ist die Konzeption des Bots die größte und zeitintensivste Herausforderung!

  • Verschleiere nie den Chatbot-Einsatz und treffe die Tonalität Deiner Zielgruppe!

Social-Media-Recht: Update 2017 (Niklas Plutte)

Es sind immer wieder die Basics des Rechts, die nicht eingehalten werden. Auch Facebook Veranstaltungen und Gruppen brauchen ein Impressum. Tweets sind noch ohne Schöpfungshoheit, deshalb gib ihnen ein Design. Und die Krux mit der Schleichwerbung, Schmidtchen Schleicher der derzeitige Star im Social Web.

  • Bekommt die Recht-Basics in den Griff und hört auf zu schleichen. Ehrlich währt am längsten – erst recht im Social Web.

Mehr als Spruchbilder auf Facebook – Wie VISUAL STATEMENTS zur Medienmarke wurde (Benedikt Böckenförde)

Hier wird keine Webseite mehr benötigt – Die Webseite ist tot, es lebe Social! Frauen schreiben die Unicorn-Sprüche, nicht, weil es das Klischee verlangt, sondern weil nur sie es können. Zielgruppe halt! Und wo kommt der andere Content her? Auch aus dem Social Web, und zwar nach netter Nachfrage.

  • Das Social Web bringt eine andere Art von Marken hervor und ist dabei selber stets im Wandel.

Vielleicht war aber auch die beste Erkenntnis, dass auch Frauen Menschen sind. Wunderbar wie dies immer wieder aufgegriffen und auf andere Art und Weise dargebracht wurde. Und ich als Frau finde das knorke!

  • Frauen sind Menschen!

Findings in der Checklisten-Übersicht – so könnt ihr ein Häkchen dran machen!

  • Hole ich meine Zielgruppe datengetrieben in Social Media ab?
  • Social Media muss frei sein! Aber habe ich die doch nötigen Regeln aufgestellt?
  • Social Media muss nicht perfekt sein, aber kommuniziere ich dort ausreichend offen und ehrlich?
  • Erfolgsfaktor Geschwindigkeit! Reagiere ich auf Social Media schnell genug und bin ich Vorreiter?
  • Lege ich Wert auf Briefings im Kontakt mit meiner Agentur und umgekehrt? Und bringe ich in Bezug auf Social Media genug Mut auf?
  • Bin ich kreativ und schreite auf meinen Social-Media-Kanälen voran? Wie ist die Rückmeldung aus meiner Community?
  • Nutze ich Social Media, um mehr über mein Unternehmen zu lernen und lasse Selbsterkenntnisse zu?
  • Kommuniziere ich den Chatbot-Einsatz und treffe ich die Tonalität meiner Zielgruppe?
  • Bin ich rechtlich sauber in Social Media unterwegs?
  • Wie muss sich meine Marke durch Social Media ändern und ist sie im Wandel?

Letzte Lobhudelei und dies und das auf der hashtag.business 2017

Der Hashtag-Drucker war einfach nur genial! Die Visualisierung der Vorträge war top. Danke Felix für den dezenten Hinweis, dass man die Sketchnote-Dame auch kaufen kann 😊. Und die Verpflegung war einfach nur der Hammer! Noch nie besser auf einer Konferenz geschlemmt – ganz ehrlich!

Bis nächstes Jahr!

PS: Meine Hose hat wunderbar zum Teppich gepasst – gut, dass ich durchs viele Twittern an die Steckdose musste, sonst wäre es mir nachher gar nicht aufgefallen.

Steckdose

Isis Neuerbourg

Isis hat Volkswirtschaftslehre, sozialwissenschaftliche Richtung (Diplom), an der Universität zu Köln studiert und ist Account Director bei morefire. Datenanalyse, Social Media und SEO gehen bei ihr Hand in Hand. Privat mag sie es gemütlich, wenn sie nicht gerade wieder ihre Reisekoffer packt.

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